Ausgezeichnetes Serviceportal SoJuS


Minister Christian Pegel (SPD) lädt Landkreise zum Mitmachen ein

Das „Soziales und Jugend Serviceportal“ (SoJuS) des Landkreises Vorpommern-Greifswald erhielt am Freitag (15.09.2017) beim 22. Ministerialkongress „Legislaturprogramm 2017-2021: Strategien und Impulse zur Digitalisierung und Modernisierung der Bundes- und Landesverwaltung“ in Berlin den Publikumspreis des 16. E-Government-Wettbewerbs. Schon beim Zukunftskongress „Staat & Verwaltung“ im Juni war SoJuS mit dem ersten Platz in der Kategorie „Bestes Kooperationsprojekt“ ausgezeichnet worden.

„Super. Tolle Erfolge für ein tolles Projekt“ – mit diesen Worten gratuliert Digitalisierungsminister Christian Pegel. Das von der Landesregierung unterstützte Pilotprojekt vernetzt im Landkreis Jugendämter und Organisationen, die Hilfen rund um die Erziehung anbieten. Ein Sozialarbeiter kann beispielsweise nach einer sofort verfügbaren Unterbringung für Jugendliche suchen und erfährt auch sofort, wer den am besten geeigneten und preisgünstigsten Platz anbietet. SoJuS liefert die Daten in Echtzeit, nimmt Reservierungen auf und erstellt automatisch amtliche Statistiken und Reports. Außerdem erstellt es automatisch Pflichtmitteilungen zum Beispiel an das Landesjugendamt, erfasst die erbrachten Leistungen und rechnet sie ab. Nutzer können sich mit ihrem Passwort auf jedem Endgerät einloggen, auch auf mobilen Geräten.

Christian Pegel ist begeistert: „Statt Menschen wandern Daten. Das beschleunigt die Entscheidung, welche Versorgung empfohlen werden kann, extrem. Aus Wochen werden Stunden. Und: Dieses ausgezeichnete Portal eignet sich auch für andere Landkreise, ja für ganze Bundesländer.“

Schwerin und Rostock haben bereits Interesse an einer Beteiligung bekundet. Sie wollen die bisherigen Projektergebnisse übernehmen und weiterentwickeln helfen. Wohin das führen kann – und soll -, hat der Minister klar vor Augen: ein landeseinheitliches, standardisiertes E-Government-Verfahren für die Träger der öffentlichen Jugendhilfe, das Landesjugendamt und die freien Träger der Wohlfahrtspflege. „Je mehr Landkreise sich anschließen, desto besser.“

Er wirbt mit handfesten Vorteilen für alle, die mitmachen: „Als Vorzeigeprojekt für die Digitalisierung der Verwaltung erleichtert Sojus die Arbeit, ermöglicht schnellere Hilfe und spart Kosten.“ Außerdem kann es auch in anderen Bereichen wie Altenpflege, Asyl und Integration eingesetzt werden.

Fördermöglichkeiten durch das Land werden zurzeit geprüft und stehen ab Herbst 2017 zur Verfügung.

Schwerin - 18.09.2017
Text: Ministerium für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung