Bädertag 2017 im Seebad Ueckermünde


Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU): Kur- und Erholungsorte für weitere Profilierung im Gesundheitstourismus nutzen

Im Seebad Ueckermünde (Landkreis Vorpommern-Greifswald) ist am Donnerstag der 23. Bädertag Mecklenburg-Vorpommern gestartet. Das Motto in diesem Jahr lautete „Wohin geht die Reise?“. „Die See- und Heilbäder in Mecklenburg-Vorpommern sind echte Leuchttürme in der touristischen und der Erholungslandschaft. Sie müssen jedoch besser eingebettet sein in überörtliche Infrastruktur und Angebote – vom Radwegenetz über die Erreichbarkeit per Bahn und Bus, die digitale Netzanbindung bis zum abgestimmten Konzert-, Kultur- und Veranstaltungskalender. In einigen Bereichen können wir Potenziale noch besser ausschöpfen und die Zusammenarbeit miteinander weiter ausbauen“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe zum Auftakt am Donnerstag. Die zweitägige Veranstaltung wurde vom Bäderverband Mecklenburg-Vorpommern e.V. organisiert.

Herausforderungen der Branche

Herausforderungen wie die Digitalisierung, die Erreichbarkeit/Mobilität, die Übertragbarkeit von Angeboten und Leistungen, die gegenseitige Anerkennung von Kurkarten, die Pflege überörtlicher Infrastrukturen (Radwege, Wanderwege, Strände) sind wichtige Aufgaben, die es zu meistern gilt. „Dem Gast ist egal, ob er diesseits oder jenseits einer Gemeindegrenze nächtigt. Es muss ihm gefallen, was er vorfindet, und er wird, wenn die Leistung stimmt, auch bereit sein dafür zu zahlen. Nicht egal ist aber, wenn er via Kurtaxe doppelt dafür herangezogen würde“, sagte Tourismusminister Glawe weiter.

Prädikatisierung von Kur- und Erholungsorten weiter nötig

Die Landesregierung hat im Koalitionsvertrag vereinbart, das Kurortgesetz entsprechend der Marktentwicklung den aktuellen Erfordernissen anzupassen. „Die Prädikatisierung von Kur- und Erholungsorten ist weiter nötig. Nachprüfbare und nachgewiesene Qualitätsmerkmale sind unabdingbare Voraussetzung für das Vertrauen der Gäste und Kunden. Allerdings gibt es bei Anforderungen an die Infrastruktur, die medizinischen Angebote, die Erreichbarkeit - auch die digitale - oder die Servicequalität moderne Profile, die auch genutzt werden müssen. Kur- und Heilbäder befinden sich nicht mehr in geschützten Räumen, sie sind mehr und mehr Marktteilnehmer, und das mehr und mehr im internationalen Maßstab“, sagte Glawe.

Kur- und Erholungsorte für weitere Profilierung im Gesundheitstourismus nutzen

Die über 60 staatlich anerkannten Kur- und Erholungsorte in MV sind touristische, medizinische und therapeutische Zentren mit hochwertiger kommunaler und verkehrlicher Infrastruktur. „Die Nutzung der ortsgebundenen natürlichen Heilmittel wie beispielsweise Kreide, Sole, Salz, Meer und Moor sowie die Verknüpfung mit Kunst, Kultur, landschaftlicher Attraktivität, den Naturräumen sowie der historischen Bädertradition prägen das Image dieser Standorte nachhaltig. Diese Gesundheits- und Tourismuszentren bieten somit beste Voraussetzungen für eine weitere Profilierung des Landes im Gesundheitstourismus“, forderte Glawe. Rund sechs Millionen Deutsche können sich einen Gesundheitsurlaub im Nordosten vorstellen (Quelle: Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen e.V [FuR]). Beim Qualitätsmonitor Deutschland-Tourismus haben fast 60 Prozent der Befragten angegeben, dass sie sich von dem gesunden Klima und der gesunden Luft angezogen fühlen.

Bäderverband Mecklenburg-Vorpommern e.V.

Der Bäderverband M-V e.V. (BV) wurde 1992 als einer von 12 deutschen, regionalen Heilbäderverbänden unter dem Dach des Deutschen Heilbäderverbandes (DHV) gegründet. Hauptaufgabe ist die Interessenvertretung seiner Mitglieder, zu denen anerkannte Kur- und Erholungsorte, Rehabilitationseinrichtungen und Kurmittelhäuser sowie gesundheitstouristische Beherbergungsbetriebe in MV zählen. Darüber hinaus vertritt er die Interessen des Bundeslandes im Deutschen Heilbäderverband und ist Mitglied im Europäischen Heilbäderverband. Der Bäderverband verfolgt den Zweck, die Kurortmedizin, die Kurortwissenschaften und die Bäderwirtschaft zu fördern und sich für die Nutzung der natürlichen Heilmittel des Klimas, des Meeres und des Bodens zur Prävention und Rehabilitation zu engagieren.

Schwerin - 27.04.2017
Text: Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit