Debatte um Dürre-Schadensausgleich


Landwirtschaftsminister Minister Dr. Till Backhaus (SPD) erwartet Fortschritt bei Debatte um Dürre-Schadensausgleich

MV veranlasste 10-Punkte-Programm

Am Montag (13. August 2018) wird es im Bundesministerium für Landwirtschaft und Ernährung in Berlin eine Konferenz der Amtschefs von Bund und Ländern zu den Auswirkungen der akuten Trockenheit auf die Land- und Forstwirtschaft geben.

„Die Lage ist dramatisch. Ich erwarte, dass Bund und Länder Festlegungen treffen, um auf der Grundlage der ,Nationalen Rahmenrichtlinie zur Gewährung staatlicher Zuwendungen bei Schäden durch widrige Witterungsverhältnisse‘ zügig finanzielle Unterstützung für die betroffenen Betriebe zu gewähren“, sagte Landwirtschafts- und Umweltminister Dr. Till Backhaus im Vorfeld der Konferenz.

Am Freitag hatte Backhaus in einer Telefonschaltkonferenz mit den von der Dürre ebenfalls besonders hart getroffenen Ländern Schleswig-Holstein, Brandenburg, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Sachsen Einvernehmen über den Vorschlag zur Gründung einer Bund-Länder-Arbeitsgruppe „Dürre“ hergestellt, die nun im Anschluss an die Amtschefkonferenz am Montag ihre Arbeit aufnimmt. In der Telefonschaltkonferenz hatten die Landwirtschaftsministerien der Bundesländer übereinstimmend von hohen Ernteausfällen und einer dramatischen Situation im Futterbau berichtet.

Nach den Vorstellungen von Minister Backhaus sollen auf Basis der „Nationalen Rahmenrichtlinie“ Bund und Länder je zur Hälfte zunächst 50 Prozent des entstandenen Schadens ersetzen. Bei einer Existenzgefährdung von Betrieben sollen bis zu 80 Prozent der Schäden ersetzt werden können. Finanzielle Unterstützung benötigten laut Backhaus aktuell vor allem die tierhaltenden und die Futterbaubetriebe, ebenso Unternehmen mit arbeitsintensiven Produktionsverfahren und der Ökolandbau.

Die vorgezogene Auszahlung eines Abschlags von bis zu 70 Prozent der EU-Agrarhilfen bringe den Betrieben möglicherweise eine vorübergehende Entlastung, stelle aber keinen Schadensausgleich der EU dar, erklärte Backhaus. Sie erfordere zudem eine Vorfinanzierung der Mittel durch den Bund. Voraussetzung müsse das Aussetzen der von der EU vorgeschriebenen formalen und Vor-Ort-Kontrollen der Landwirte sein.

„Ich habe auf Landesebene frühzeitig eine Arbeitsgruppe Dürre ins Leben gerufen und bereits eine Reihe Maßnahmen für betroffene Landwirte auf den Weg gebracht. Jetzt ist das Bundesministerium gefragt“, so Backhaus. Er verwies auf das zehn-Punkte-Programm des Landes Mecklenburg-Vorpommern, das bereits umgesetzte und geplante Maßnahmen für dürrebetroffene Betriebe festschreibt.

Schwerin - 08.08.2018
Quelle: Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt

Mähdrescher

(Foto: Redaktion)


Minister Dr. Till Backhaus (SPD) enttäuscht nach heutiger Debatte um Dürrehilfen


Landwirtschaftsminister Backhaus zeigt sich enttäuscht von der heutigen Amtschef-Konferenz zum Thema Dürrehilfen im Bundesministerium für Landwirtschaft und Ernährung. „Dass in dieser Situation kein klares Signal aus Berlin kommt, ist ernüchternd. Ich hatte gehofft, eine Entscheidung sei bereits in greifbare Nähe gerückt“, sagte der Minister.

Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner beharre auf ihrer Linie, erst in der nächsten Woche nach Vorliegen des abschließenden Berichtes zu den bundesweiten Ernteergebnissen über Hilfen des Bundes entscheiden zu wollen. „Das bedeutet eine weitere Woche abwarten! Für existenzgefährdete Betriebe kann dieser Aufschub zur Zerreißprobe werden“, so Backhaus.

Zuvor hatten die Staatsekretäre der Länder die Auswirkungen der Dürre besonders im Futterbau thematisiert und auf das Prüfen der Auflage eines Hilfsprogramms im Futterbau gedrängt. Der Bund habe dargelegt, dass weitere Zahlen vonnöten seien, um eine Entscheidung darüber zu fällen, ob die Trockenheit zu einer nationalen Notsituation geführt habe. Zudem müssten die Länder ihren Finanzierungsbedarf aufgrund der Ernteausfälle konkret ermitteln.

„Mecklenburg-Vorpommern hat bereits alle Zahlen vorgelegt. Ich gehe davon aus, dass die Schadenshöhe aufgrund der Dürre bei uns im Land bei 400 bis 500 Millionen Euro liegt“, unterstrich Backhaus.

Weitere Zahlen wird der Minister morgen ab 13.00 Uhr auf der Landespressekonferenz im Schweriner Schloss vorstellen.

Schwerin - 13.08.2018
Quelle: Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt

Getreide

(Foto: Redaktion)


Minister Dr. Till Backhaus (SPD): Ernteschäden in MV liegen bei rund 531 Millionen Euro


Die durch die anhaltende Trockenheit verursachten Schäden in der Landwirtschaft Mecklenburg-Vorpommerns werden sich nach aktuellen Hochrechnungen auf etwa 531 Millionen Euro belaufen. Das gab Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus heute auf der Landespressekonferenz in Schwerin bekannt.

Bereits konkret zu benennen seien die Einnahmeverluste aus den Mindererträgen bei Mähdruschfruchten. Sie belaufen sich auf fast 280 Millionen Euro. Das entspricht Einnahmeverlusten von rund 360 Euro je Hektar Mähdruschfläche im Vergleich zu den Durchschnittseinnahmen je Hektar in drei der fünf zurückliegenden Jahre.

Derzeit noch schwer kalkulierbar sind die Mehraufwendungen durch Futterzukäufe, die den Tierhaltern durch die dürrebedingten Ausfälle im Futterbau entstehen. „Der drohende Futtermangel wird erhebliche negative Auswirkungen auf die Tierproduktion des Landes haben“, erklärte Backhaus. Er befürchtet, dass durch Verkauf oder Schlachtung von Tieren aufgrund des Futtermangels die Tierbestände im Land weiter abnehmen.

Im Futterbau war der erste Schnitt wegen der anhaltenden Trockenheit unterdurchschnittlich, der zweite Schnitt gänzlich ausgefallen. Weiterer Grünfutterwuchs sei derzeit nicht absehbar.

Bei den Mähdruschfrüchten liegen die Verluste je nach Bodenbeschaffenheit und Standort zwischen 25 und 30 Prozent. „Die Ernteergebnisse im Land stellen sich sehr differenziert dar. Auf leichten Böden sind zum Teil Totalschäden entstanden“, so der Minister.

Er bezifferte die Mindererträge bei der Wintergerste auf rund 30 Prozent bei einem Ernteergebnis von durchschnittlich 53,3 Dezitonnen je Hektar. Beim Winterweizen lag das durchschnittliche Ernteergebnis bei 61,6 dt/ha, das entspricht einem Minderertrag von 22 Prozent. Die Rapsernte brachte im Schnitt 26,8 dt/ha, damit liegen die Einnahmeverluste bei 28 Prozent.

Mais- und Hackfrüchte hatten sich zunächst gut entwickelt. Seit Juni leiden auch diese Kulturen unter akutem Wassermangel.

„Damit haben die Landwirte in Mecklenburg-Vorpommern nach den enttäuschenden Jahren 2016 und 2017 das dritte schlechte Erntejahr in Folge zu verkraften“, so Backhaus. Nach seiner vorläufigen Einschätzung könnten 10 bis 20 Prozent der Landwirtschaftsbetriebe in MV Einnahmeverluste in Höhe von über 30 Prozent zu verkraften haben.

„Ich werde weiter beim Bund auf Unterstützung für diese Betriebe drängen“, versicherte Backhaus. In Abstimmung mit weiteren dürrebetroffenen Bundesländern fordert Mecklenburg-Vorpommern die Auflage einer Schadensbeihilfe für dürregeschädigte Landwirtschaftsbetriebe, vor allem für Tierhalter.

Backhaus forderte angesichts sich häufender Witterungsextreme zugleich ein Umdenken nicht nur in der künftigen europäischen Agrarpolitik, sondern auch in den Landwirtschaftsbetrieben. Landwirte könnten sich mit einer breiteren Vielfalt im Anbau und der Erhöhung der Bodenfruchtbarkeit, dem Einsatz neu gezüchteter Sorten oder der Verbesserung produktionstechnischer Faktoren etwa zur Wasserregulierung von schwierigen Witterungsverhältnissen unabhängiger machen.

Außerdem müssten Landwirte und Gesellschaft gemeinsam nach Lösungen suchen, um eine bezahlbare und solidarische Risikovorsorge einzurichten.

Schwerin - 14.08.2018
Schwerin - Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt

Getreide

(Foto: Redaktion)


Dürre: Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus (SPD) erwartet Bundeshilfe und Ausruf der nationalen Notsituation


Landwirtschafts- und Umweltminister Dr. Till Backhaus erwartet, dass Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner aufgrund der trockenheitsbedingten Einnahmeausfälle in der Landwirtschaft morgen Mittag finanzielle Hilfen des Bundes ankündigen wird. „Ich gehe davon aus, dass die Bundeslandwirtschaftsministerin die nationale Ausnahmesituation ausruft. Und ich erwarte, dass sich der Bund dann zu 50 Prozent an einem Bund-Länder-Dürrehilfsprogramm beteiligt. Es ist höchste Zeit, notleidende Betriebe jetzt zu unterstützen“, sagte der Minister mit Blick auf die morgige Kabinettssitzung in Berlin.

Backhaus verwies auf die in Mecklenburg-Vorpommern zu erwartenden Einnahmeausfälle von insgesamt von 490 bis 531 Millionen Euro. 10 bis 20 Prozent der Landwirtschaftsbetriebe in MV haben Verluste zu verzeichnen, die mehr als 30 Prozent des langjährigen Mittels ausmachen. Sie hätten damit Anspruch auf Hilfen. Betroffen sind vornehmlich Futterbau- und tierhaltende Betriebe sowie Betriebe mit arbeitsintensiven Produktionsverfahren. „Ich erwarte nach wie vor, dass den Futterbaubetrieben schnell und unbürokratisch geholfen wird. Diese Betriebe brauchen keine Lippenbekenntnisse, sondern Geld. Sie sind maßgeblich für die Ernährungswirtschaft und damit für die Sicherung von Arbeitsplätzen im ländlichen Raum“, unterstrich Backhaus.

Angesichts der Unterstützung für Landwirte in anderen von der Trockenheit betroffenen Staaten bedauerte Backhaus den langwierigen Entscheidungsprozess der Bundesregierung zur Dürrehilfe. „In den Wochen der Ungewissheit sind erhebliche Mengen Futter ins Ausland verkauft worden, die dringend als Winterreserve hätten im Land bleiben müssen“, sagte er.
Mecklenburg-Vorpommern habe frühzeitig alle Zahlen vorgelegt und beim Bund auf eine Entscheidung gedrängt, so Backhaus. Außerdem habe das Land in der Arbeit der Bund-Länder-Arbeitsgruppe zur Dürrehilfe eine maßgebliche Rolle gespielt.

Schwerin - 21.08.2018
Quelle: Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt

Mähdrescher

(Foto: Aurel Hagen)


Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus (SPD): Bund-Länder-Dürrehilfe jetzt unbürokratisch umsetzen!


Landwirtschafts- und Umweltminister Dr. Till Backhaus begrüßt die Ankündigung eines Hilfsprogrammes der Bundesregierung zur Regulierung der Dürreschäden. „Ich bin erfreut und erleichtert, dass die Bundesregierung die Forderung der Länder nach Unterstützung der betroffenen landwirtschaftlichen Betriebe ernstgenommen hat. Mecklenburg-Vorpommern hat frühzeitig seine Bereitschaft signalisiert, zu gleichen Teilen mit dem Bund ein Hilfsprogramm für die betroffenen Betriebe im Land bereitzustellen“, so Backhaus.

In Mecklenburg-Vorpommern haben nach bisherigen Erkenntnissen 10 bis 20 Prozent der Landwirtschaftsbetriebe Anspruch auf Unterstützung aus dem Bund-Länder-Programm zur Dürrehilfe. Ihre Verluste liegen bei mehr als 30 Prozent des langjährigen Mittels. „Zur Unterstützung dieser Betriebe benötigen wir ca. 50 bis 60 Millionen Euro. Wie viel wir letztendlich zur Verfügung haben, hängt von den Mitteln des Bundes ab“, sagte der Minister.

Bei der Ausgestaltung des Hilfsprogrammes erwarte er, dass vorrangig Futterbaubetrieben, Tierhaltern, Betrieben mit kleinbäuerlichen Strukturen und aufwendig wirtschaften Betrieben im Ökolandbau schnell und unbürokratisch Hilfe zuteil werde. „Futterbauer und Tierhalter sind maßgeblich für die Ernährungswirtschaft im Land und damit für die Sicherung von Arbeitsplätzen im ländlichen Raum“, unterstrich Backhaus.

Zuvor hatte Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner die trockenheitsbedingten Ernteeinbußen deutschlandweit als „Schadensereignis nationalen Ausmaßes" eingestuft und die Auflage eines Hilfsprogrammes für von Dürreschäden betroffene Landwirte in dreistelliger Millionenhöhe unter 50-prozentiger Beteiligung der Länder angekündigt.

Die Ernteausfälle in Mecklenburg-Vorpommern liegen zwischen 490 bis 531 Millionen Euro. Minister Backhaus hatte bereits zu Monatsbeginn das Auflegen eines Hilfsprogramms angemahnt. MV habe bei den vorausgegangenen Verhandlungen der der Bund-Länder-Arbeitsgruppe Dürre mit dem Bund eine maßgebliche Rolle gespielt und schließlich seine Positionen durchgesetzt, so Backhaus.

Schwerin - 22.08.2018
Quelle: Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt

SPD - Till Backhaus

(Foto: Privat)


Dürrehilfe: Minister erwartet morgen Zusage für 25 Mio vom Land

Bund stellt gleiche Summe für MV bereit

Mecklenburg-Vorpommern werden für die Auflage eines Hilfsprogramms für die von Einnahmeverlusten durch die Trockenheit betroffenen Landwirte 25 Millionen Euro aus Bundesmitteln zur Verfügung stehen.

„Ich bin optimistisch, dass der Finanzausschuss des Landtages in seiner morgigen Sitzung der kurzfristigen Bereitstellung von Landesmitteln in gleicher Höhe zustimmen wird“, sagte Landwirtschafts- und Umweltminister Dr. Till Backhaus nach Bekanntgabe der Dürrehilfemittel des Bundes für MV.

Damit stünden insgesamt 50 Millionen Euro zur Schadensregulierung für landwirtschaftliche Betriebe bereit, die nach den jüngsten Ernteausfällen – gemessen am Durchschnitt dreier von fünf zurückliegenden Jahren – Einnahmeverluste von mehr als 30 Prozent zu verkraften haben.

Die von Bund und Land bereitgestellten Mittel stellen den maximal zur Verfügung stehenden Finanzrahmen für die vorgesehenen Schadenshilfen dar.

Allerdings sind die einheitlichen Kriterien zur Gewährung der Hilfen bislang nicht endgültig mit dem Bund geklärt. Am Freitag wird es dazu ein weiteres Treffen von Fachleuten aus Bund und Ländern geben. „Ich bin zuversichtlich, dass die Kriterien so gestaltet sein werden, dass eine bedarfsgerechte Hilfe schnell möglich wird, um den Betrieben ihre Existenz zu sichern“, so der Minister.

Schwerin - 29.08.2018
Quelle: Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt


Minister Dr. Till Backhaus (SPD): Weg für Anträge auf Schadenshilfe ist frei


Die Abstimmungen der Verwaltungsvereinbarung zur Auszahlung der Dürrehilfen zwischen Bund und Ländern stehen kurz vor dem Abschluss. Letzte Details wurden gestern geklärt, die Genehmigung durch den Landesrechnungshof in einem verkürzten Verfahren stehe noch aus, sagte Landwirtschafts- und Umweltminister Dr. Till Backhaus heute im Schweriner Landtag. „Damit ist der Weg frei, dass die Landwirte ab Anfang Oktober ihre Anträge auf Schadenshilfe stellen und bereits in diesem Jahr schnellstmöglich Abschlagszahlungen in Höhe von 70 % des ermittelten Schadens erhalten können“, so Backhaus.

Der Minister machte noch einmal deutlich, dass Schadenshilfen „nicht nach dem Gießkannenprinzip“ gewährt werden können. Vorrangig ausgereicht werden sollen die Abschlagszahlungen an Antragsteller aus tierhaltenden Betrieben, um ihnen die dringend erforderlichen Futterzukäufe zu ermöglichen. „Ansonsten steht zu befürchten, dass die geringen Tierbestände im Land aufgrund fehlenden Futters weiter abgebaut werden. Das hätte fatale Folgen für die Agrarstrukturen in unserem Land“, sagte Backhaus weiter.

Zuvor war er nochmals auf die trockenheitsbedingten Ernteverluste eingegangen. Geerntet wurden im Landesdurchschnitt bei Wintergerste 56,36 dt/ha – das sind Mindererträge von ca. 25,5 %. Beim Winterweizen lagen die Ergebnisse bei 59,4 dt/ha – das sind Mindererträge von ca. 25,9 %.Insgesamt waren bei der Getreideernte 54,17 dt/ha erzielt worden. Das entspricht einem Verlust von ca. 27,7 %. Der Raps brachte mit 29,42 dt/ha einen Minderertrag von ca. 21 % ein. Beim Grünland liegt der Verlust im Schnitt bei 50 %
Auch Mais und Hackfrüchte litten unter dem Wassermangel. Für den Silomais werde ebenfalls nur mit Erträgen von 40 bis 60 Prozent gerechnet, so der Minister.

„Damit fahren die Landwirte das dritte Jahr in Folge eine schlechte Ernte ein. Das ist selbst für Unternehmen, die ausreichend für schlechte Jahre vorsorgen konnten, kaum zu verkraften. Hier setzt die Verantwortung des Staates ein“, erklärte Backhaus.

Insgesamt stehen für den Schadensausgleich für die dürrebetroffenen Betriebe in MV aus dem Bund-Länder-Dürrehilfsprogramm 50 Millionen Euro bereit. Mit den Antragsprüfungen und mit den Auszahlungen soll nach Inkrafttreten der Verwaltungsvereinbarung schnellstmöglich begonnen werden.

Schwerin - 13.09.2018
Quelle: Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt


Minister Dr. Till Backhaus (SPD): Landwirte können Dürrehilfe ab Dienstag beantragen

„Ab Dienstag können landwirtschaftliche Betriebe in Mecklenburg-Vorpommern Anträge auf finanzielle Unterstützung aus dem Bund-Länder-Dürrehilfsprogramm stellen. Damit gehören wir zu den ersten Bundesländern, die das Antragsverfahren eröffnen. Wir setzen jetzt alles daran, die Abschlagszahlungen so schnell wie möglich an die Betriebe auszureichen“, sagte Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus heute. „Ich bin froh dass die Bund-Länder Vereinbarung nun endlich vorliegt, denn das ist die Voraussetzung dafür, dass wir im Land überhaupt aktiv werden können. Ich möchte aber auch betonen, dass es nicht in erster Linie darum geht, Schäden auszugleichen. Vielmehr wollen wir Landwirte unterstützen, die die aufgrund der Dürre in Existenznot geraten sind. Besonders betroffen sind die viehhaltenden Betriebe, für die nach dem ersten Schnitt kein Futter nachgewachsen ist. Ebenso betroffen sind etliche Ökobetriebe. Ich kann diese Betriebe nur ermutigen, ihre Anträge jetzt zu stellen. Je zügiger die Anträge eingehen, desto eher können wir auszahlen“, so der Minister weiter.

Anträge auf anteiligen Schadensausgleich aus dem 50-Millionen-Euro-Bund-Länder-Hilfsprogramm – je zur Hälfte finanziert von Land und Bund – können bis zum 30. Oktober 2018 beim Staatlichen Amt für Landwirtschaft und Umwelt Westmecklenburg in Schwerin eingereicht werden; die Unterlagen werden ab 9.Oktober auf der Webseite des Ministeriums für Landwirtschaft und Umwelt zugänglich sein. Ausgereicht werden in den kommenden Wochen Abschlagszahlungen in Höhe von 70 Prozent des errechneten Schadensausgleichs. Die Anträge von Futterbau- und Ökolandbaubetrieben werden prioritär bearbeitet.

Kritik an dem Antragsverfahren und der aufwändigen Nachweisführung wies Backhaus ausdrücklich zurück. „Die Hilfen werden aus Steuergeldern beglichen, die nicht pauschal und ohne Nachweise verausgabt werden können. Der Bundesrechnungshof knüpft die Auszahlungen an strenge Kriterien“, erklärte Backhaus. Voraussetzung für einen Teilausgleich witterungsbedingter Schäden sei die Existenzgefährdung des Antragstellers. „Das setzt voraus, dass nicht nur ein erheblicher Schaden nachgewiesen wird, sondern auch dass der Betrieb diesen Schaden nicht aus eigener Kraft mit vorhandenen Mitteln kompensieren kann. Dabei hält es der Gesetzgeber wie in jeder anderen Branche auch in der Landwirtschaft für zumutbar, eignes Vermögen zur Überbrückung einer schwierigen Situation im Betrieb einzusetzen“, unterstrich Backhaus. Aus den Vorgaben der Bund-Länder-Vereinbarung ergebe sich ein mehrstufiges Nachweis- und Prüfverfahren, das als „aufwändig“ bezeichnet werden müsse.

Backhaus erinnerte daran, dass ein zehnwöchiger Abstimmungsprozess zu den Dürrehilfezahlungen mit dem Bund vorausgegangen war. In dessen Ergebnis hatte Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner am Donnerstag die Bund-Länder-Vereinbarung unterzeichnet, auf deren Grundlage die Zahlungen gewährt werden.

Bereits im August hatte Mecklenburg-Vorpommern Erleichterungen für dürrebetroffene Landwirte eingerichtet. Dazu gehörten die Stundung öffentlicher Darlehen – davon machten bislang 6 Betriebe Gebrauch - und die Stundung der Pachtzahlungen – sie wurde von 46 Betrieben beantragt.

Schwerin - 05.10.2018
Quelle: Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt

Mähdrescher

(Foto: Redaktion)


Anträge auf Dürrehilfe können ab jetzt bis zum 30.Oktober gestellt werden

Ab sofort können landwirtschaftliche Betriebe Anträge auf finanzielle Unterstützung aus dem Bund-Länder-Dürrehilfsprogramm stellen. Die Unterlagen stehen jetzt auf der Startseite des Ministeriums für Landwirtschaft und Umwelt unter https://www.regierung-mv.de/Landesregierung/lm/Service/Foerderungen/Hilfen-fuer-Landwirte/ zum Download bereit.

Die Anträge auf einen anteiligen Schadensausgleich können bis zum 30. Oktober 2018 beim Staatlichen Amt für Landwirtschaft und Umwelt Westmecklenburg in Schwerin, Bleicherufer 13 in 19053 Schwerin eingereicht werden, und zwar in Papierform oder per E-Mail an h.rentz@staluwm.mv-regierung.de.

Ausgeglichen werden aus dem Bund-Länder-Dürrehilfsprogramm maximal 50 Prozent des dem Unternehmen durch die Trockenheit entstandenen Schadens. Von dieser 50-prozentigen Schadenshilfe („Billigkeitsleistung“) werden noch in diesem Jahr Abschlagszahlungen in Höhe von maximal 70 Prozent ausgereicht; die Endabrechnung erfolgt im Jahr 2019. Die Anträge von Futterbau- und Ökolandbaubetrieben werden prioritär bearbeitet.

Landwirtschafts- und Umweltminister Dr. Till Backhaus unterstreicht noch einmal, dass die Hilfen aus Steuergeldern beglichen werden, die nicht pauschal und ohne Nachweise verausgabt werden können. „Der Bundesrechnungshof hat die Auszahlungen der Gelder an strenge Kriterien geknüpft“, so der Minister. Voraussetzung für einen Teilausgleich witterungsbedingter Schäden sei die Existenzgefährdung des Antragstellers. „Ich ermuntere betroffene Landwirte ausdrücklich, ihre Anträge umgehend zu stellen. Wir setzen alles daran, dass die Auszahlungen schnell in den Betrieben ankommen. Je zügiger die Anträge eingehen, desto eher können wir auszahlen.“

Mecklenburg-Vorpommern gehört zu den ersten Bundesländern, die das Dürrehilfe-Antragsverfahren eröffnen. Unterstützt werden aus dem 50- Millionen-Euro-Hilfsprogramm – je zur Hälfte finanziert von Land und Bund – Landwirte, die aufgrund der Dürre in Existenznot geraten sind. Besonders betroffen sind die viehhaltenden Betriebe, für die nach dem ersten Schnitt kein Futter nachgewachsen ist. Ebenso betroffen sind etliche Ökobetriebe.

Schwerin - 09.10.2018
Quelle: Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt