Anerkennungsurkunde als nachhaltige Stadt


Greifswald erhält Anerkennungsurkunde als nachhaltige Stadt

Die Bürgerschaft der Universitäts- und Hansestadt Greifswald hat sich im April 2018 zu den Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen bekannt. Diese haben bessere Lebensbedingungen für alle Menschen zum Ziel, wie beispielsweise keine Armut oder Hungersnot, Gleichberechtigung, hochwertige Bildung, sauberes Wasser, gute Gesundheitsversorgung oder verantwortungsvollen Konsum. Oberbürgermeister Dr. Stefan Fassbinder unterzeichnete heute bei einer Auftaktveranstaltung eine Agenda, in der sich die Stadt verpflichtet, Nachhaltigkeit auf kommunaler Ebene zu gestalten. Dafür wurden der Universitäts- und Hansestadt durch Annette Turmann von der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt eine Anerkennungsurkunde überreicht: „Ich freue mich, dass sich Greifswald zu diesen Zielen bekennt.“ Schon jetzt sei sie von den vielen Akteuren und Initiativen beeindruckt.

Greifswald - Nachhaltige Stadt

Annette Turmann überreicht Oberbürgermeister Dr. Stefan Fassbinder und Bausenatorin Jeannette von Busse die Anerkennungsurkunde als nachhaltige Kommune, (Foto: Pressestelle Universitäts- und Hansestadt Greifswald)


„Viele städtische Akteure handeln in dieser Hinsicht schon sehr verantwortungsvoll“, betonte auch Oberbürgermeister Dr. Stefan Fassbinder. Er nannte beispielhaft die Stadtwerke, die die Solarthermie ausbauen oder ihre ÖPNV-Flotte auf Bioerdgas umstellen, die Wohnungsunternehmen, die ein anspruchsvolles Sanierungsprogramm umsetzen oder die Caritas, die einkommensschwache Haushalte beim Energiesparen beraten. Gemeinsam mit vielen Vereinen und Einrichtungen würden stadtübergreifende Aktionen umgesetzt, wie die Initiative „Sauberer Ryck“ oder „Greifswald räumt auf“. Bereits seit 10 Jahren sei das Klimaschutzbündnis Greifswald 2020 aktiv, dem mittleiweile elf große Einrichtungen und Unternehmen der Stadt angehören.

„Die Bürgerschaft der Universitäts- und Hansestadt hat in der Vergangenheit wegweisende Beschlüsse gefasst, die zukunfsweisend sind“, hob Dr. Fassbinder hervor: „sei es das nachhaltige Bauen, die erhebliche Senkung des CO2-Ausstoßes bis 2050, der Ausbau von Carsharing und Elektromobilität, die Einführung eines Pfandsystems für Mehrwegbecher oder die Klimapartnerschaft mit Pomerode in Brasilien.“ Als nächstes will sich Greifswald der internationalen Kampagne „Fairtrade Town“ anschließen. Weltweit gibt es mittlerweile rund 2.000 Städte in 26 Ländern, die sich für fairen Handel einsetzen, dazu gehören auch Rostock sowie Greifswalds Partnerstädte Osnabrück und Lund. Gemeinsam mit weiteren Akteuren wie der Greifswald Marketing GmbH, der Bildungsinitiative verquer, dem Stadtjugendring und dem Verein Weltblick soll der faire Handel in der Stadt weiter ausgebaut und bekannter gemacht werden.

Greifswald - Nachhaltige Stadt

(Foto: Pressestelle Universitäts- und Hansestadt Greifswald)


Greifswald - 05.06.2018
Quelle: Pressestelle Universitäts- und Hansestadt Greifswald