Eldena wurde geomagnetisch untersucht


Gelände der Klosterruine Eldena wurde geomagnetisch untersucht

Dafür kam ein sogenanntes Fluxgate-Magnetometer zum Einsatz, welches ursprünglich für die Suche nach Kampfmitteln entwickelt wurde. Dieses misst das Erdmagnetfeld und zeigt Anomalien an, die das natürliche Magnetfeld stören. Auf diese Weise können unter anderem bauliche Strukturen in der Fläche sichtbar gemacht werden, ohne dort graben zu müssen. Insgesamt acht Flächen mit einer Gesamtfläche von 2596 m2; wurden buchstäblich „unter die Lupe genommen“. Die Messungen wurden von vier Studierenden des Lehrstuhls für Ur- und Frühgeschichte der Universität Rostock in Kooperation mit der unteren Denkmalschutzbehörde, der Abteilung Geoinformation und Vermessung beim Stadtbauamt sowie dem Amt für Bildung, Kultur und Sport durchgeführt.

Greifswald - Eldena

Untersuchung des Geländes der Klosterruine mit einem Fluxgate-Magnetometer, Foto Karl Isekeit


Hintergrund ist die geplante Neugestaltung des Klostergeländes anlässlich des 250. Geburtstages von Caspar David Friedrich im Jahr 2024. Auf diese Weise soll sichergestellt werden, dass bei der Umgestaltung möglichst wenig in die noch vorhandene Substanz des Bodendenkmals eingegriffen wird. Unter anderem sollen das Wegenetz des Parks der Klosterruine erneuert und der barrierefreie Zugang zum Gelände verbessert werden. Außerdem werden Pflanzungen ergänzt, und es soll eine Lösung für die Entwässerung des Geländes im Bereich des Kirchenschiffs auf Höhe der Bühne gefunden werden. Derzeit werden die Daten ausgewertet und in ein Geoinformationssystem eingepflegt.

Greifswald - 24.05.2022
Quelle: Pressestelle Universitäts- und Hansestadt Greifswald