Sanierung des „Kleinen Jacob“ in Greifswald


Auftakt zur Sanierung des „Kleinen Jacob“ in Greifswald

Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU): Historische, kirchliche Gebäude sind Geschichtszeugnisse und prägen das Bild einer Region

Mit einem Konzert unter der Leitung des Kantors Wilfried Koball hat am Sonnabend die evangelische Kirchengemeinde St. Jacobi in Greifswald den offiziellen Auftakt zur Kirchensanierung begangen. „Historische, kirchliche Gebäude sind Zeugnis unserer Geschichte und prägen vielerorts das Bild einer Region. Das gilt auch für Greifswald mit der beeindruckenden Jacobikirche. Jetzt soll der `Kleine Jacob´ - so nennen die Einheimischen liebevoll ihr Gotteshaus - samt Turm und Kirchenschiff generalüberholt werden“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort.

St. Jacobi Kirche ist religiöser, kultureller und touristischer Anlaufpunkt

Die St. Jacobi Kirche liegt am Rande der westlichen Greifswalder Altstadt und zugleich an der Europäischen Route der Backsteingotik, der Schwedenstraße und des Caspar-David-Friedrich-Bildweges. Neben Gottesdiensten werden von der Kirchengemeinde auch Veranstaltungen wie beispielsweise Kindersamstage, Seniorencafé, Seniorennachmittage, Bibelkreis und Musikkurse angeboten. Unter anderem findet auch regelmäßig die Greifswalder Bachwoche in der Kirche statt. Die 72. Greifswalder Bachwoche „MeMo“ ist in diesem Jahr vom 04. bis 10. Juni 2018 mit über 40 Konzerten geplant. „Die Kirche in Greifswald ist religiöser Anlaufpunkt für die Gemeindemitglieder. Zugleich trägt sie als kultureller und touristischer Treffpunkt für Einheimische und Besucher dazu bei, die Attraktivität der Universitäts- und Hansestadt weiter zu erhöhen“, sagte Glawe.

Sanierung des Mauerwerks und der Fenster geplant

Die St. Jacobi Kirche ist die kleinste und jüngste der drei gotischen Kirchen der Hansestadt Greifswald und liegt am Rande der westlichen Greifswalder Altstadt. Der Ursprungsbau entstand nach Angaben der Kirchengemeinde im 13. Jahrhundert. 1280 wurde die Kirche, die dem Apostel Jakobus, dem Schutzpatron der Fischer, geweiht wurde, erstmals namentlich genannt. Sie war damals noch ein zweischiffiger Hallenbau. Um 1400 erfolgte der Umbau zu einer dreischiffigen Kirche. Der Turm hat in den vergangenen Jahren unter anderem neue Fenster, eine neue Heizung und einen neuen Sanitärraum erhalten. Jetzt sollen unter anderem das Mauerwerk saniert und die Fenster des Kirchenschiffs erneuert werden. „Die Finanzierung der jetzt anstehenden Sanierung war ein Kraftakt für die Kirchengemeinde. Dank des unermüdlichen Engagements vieler Helfer ist es gelungen, den Großteil der Mittel bereitzustellen“, sagte Glawe.

Die Gesamtkosten der Sanierung betragen rund 1,2 Millionen Euro. Unter anderem aus Mitteln der Städtebauförderung, weiteren Bundesmitteln, der „Stiftung zur Bewahrung kirchlicher Baudenkmäler“, der ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius, der Rudolf-August Oetker-Stiftung, der Bürgerstiftung Vorpommern, des Kirchenkreises und der Kirchengemeinde ist ein Großteil der notwendigen Investitionssumme bereitgestellt worden. Für rund 65.000 Euro werden derzeit noch Spender gesucht.

Schwerin - 17.02.2018
Quelle: Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit