Wissenschaftsministerin startet Forschungsreise


Wissenschaftsministerin Birgit Hesse (SPD) startet Forschungsreise

25 Mio. Euro für Forschungsprojekte aus dem Exzellenzforschungsprogramm

Wissenschaftsministerin Birgit Hesse will sich in der kommenden Woche einen Eindruck vom Stand der Arbeiten in den fünf Forschungsverbünden verschaffen, die über das Exzellenzforschungsprogramm des Landes gefördert werden. Die Ministerin besucht am Donnerstag, 22. März 2018, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in Greifswald. Am Freitag, 23. März 2018, stattet sie den Forscherinnen und Forschern in Rostock einen Besuch ab. Über das Exzellenzforschungsprogramm stehen in der Förderperiode 2014 bis 2020 pro Forschungsverbund jeweils bis zu fünf Mio. Euro zur Verfügung. Die Mittel stammen aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF).

„Mit dem Exzellenzforschungsprogramm wollen wir die Spitzenforschung in Mecklenburg-Vorpommern unterstützen“, sagte Wissenschaftsministerin Birgit Hesse. „Wir fördern insbesondere junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, um ihnen eine Perspektive im Land zu geben und den Forschungsstandort zu stärken. Ich freue mich darauf, mich mit ihnen auszutauschen und zu erfahren, wie weit sie seit Beginn des Projektes gekommen sind. Außerdem möchte ich in Erfahrung bringen, inwieweit die Zusammenarbeit der Hochschulen untereinander und über die Landesgrenzen hinaus funktioniert“, so Hesse.

Die Auswahl der Forschungsverbünde ist in einem zweistufigen Bewerbungsverfahren durch Einzelbegutachtung und durch eine unabhängige Jury erfolgt. Seit Januar 2017 werden fünf Forschungsverbünde gefördert, in denen insgesamt 163 Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler wie Doktoranden, Postdoktoranden und Masterstudenten qualifiziert werden.

Medienvertreterinnen und Medienvertreter können Wissenschaftsministerin Birgit Hesse auf der Forschungsreise gerne begleiten. Über eine Anmeldung in der Pressestelle würden wir uns freuen. Bei Interesse stellen wir gerne entsprechendes Bildmaterial vom Besuch zur Verfügung.

Donnerstag, 22. März 2018

09:30 – 10:30 Uhr
„KoInfekt: Aufklärung der Pathomechanismen bakto-viraler Koinfektionen mit neuen biomedizinischen Modellen“
Prof. Sven Hammerschmidt
Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald
Treffpunkt: Center for Functional Genomics of Microbes (C_FunGene), Felix-Hausdorff-Str. 8, 17489 Greifswald

Die Ergebnisse von „KoInfekt“ sollen helfen, genauere Prognosen für den Schweregrad beim Krankheitsverlauf des Menschen zu erstellen und die klinische Anwendung zu verbessern.

10:45 – 11:45 Uhr
„PePPP: Proteinfehlhaltung, ER-Stress und Proteindegration – Entwicklung einer systematischen Pipeline für individualisierte Therapien bei erblichen Leber- und Pankreaserkrankungen“
Prof. Markus M. Lerch
Universitätsmedizin Greifswald
Treffpunkt: Hörsaal im Center for Functional Genomics of Microbes (C_FunGene), Felix-Hausdorff-Str. 8, 17489 Greifswald

In diesem Projekt geht es um neuartige klinische Therapieansätze für Patienten, die an erblichen Lebererkrankungen und Bauchspeicheldrüsenentzündungen leiden. Ziel ist es, die Mechanismen, die dazu führen, genauer zu untersuchen und neue therapeutische Wirkstoffe zu entwickeln.

Freitag, 23. März

09:30 – 10:30 Uhr
„Card-ii-Omics: Kardiovaskuläre Implantatentwicklung-Infektionen-Proteomics: Prävention, Diagnostik und Therapie von Implantatinfektionen“
Prof. Emil C. Reisinger
Universitätsmedizin Rostock
Treffpunkt: Zentrum für Innere Medizin, Ernst-Heydemann-Straße 6, 18057 Rostock

Der Forschungsverbund hat das Ziel, durch neuartige infektionshemmende Beschichtungen von künstlichen Herzklappen bakterielle Infektionen zu vermeiden und den Patienten bis ins Alter eine hohe Lebensqualität zu ermöglichen.

10:45 – 11:45 Uhr
„Netz-Stabil: Netzstabilität mit Wind- und Bioenergie, Speichern und Lasten“
Prof. Hans-Günter Eckel
Universität Rostock
Treffpunkt: Fakultät für Informatik und Elektrotechnik, Institut für Elektrische Energietechnik, Lehrstuhl für Leistungselektronik und Elektrische Antriebe, Albert-Einstein-Str. 2, 18059 Rostock

Das Projekt wagt einen Blick in die Zukunft der Energieversorgung und geht der Frage nach, wie trotz eines zunehmenden Anteils regenerativer Erzeuger mit schwankender Einspeisung eine stabile und sichere Energieversorgung erreicht werden kann.

12:00 – 13:00 Uhr
„Wetscapes: Stoffumsetzungsprozesse an Moor- und Küstenstandorten als Grundlage für Landnutzung, Klimawirkung und Gewässerschutz“
Prof. Nicole Wrage-Mönnig
Universität Rostock
Treffpunkt: Agrarwissenschaftliche Fakultät, Justus-von-Liebig-Weg 6, 18059 Rostock

Zur land- und forstwirtschaftlichen Nutzung nasser Moore (Paludikultur) gibt es vielversprechende wirtschaftliche Ansätze. Die Forscherinnen und Forscher wollen dieses neue Ökosystem verstehen und in Erfahrung bringen, wie z. B. der Wasserstand die Biomasse- und Torfproduktion beeinflusst.

Schwerin - 14.03.2018
Quelle: Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur


Wissenschaftsministerin Birgit Hesse auf Forschungsreise

Ministerin Birgit Hesse (SPD): Projekte zeigen, wie wichtig Forschung im Land für uns alle sein kann


Am ersten Tag ihrer Forschungsreise hat Wissenschaftsministerin Birgit Hesse zwei Forschungsverbünde in Greifswald besucht, die über das Exzellenzforschungsprogramm des Landes gefördert werden. Beim Forschungsprojekt „KoInfekt“ an der Ernst-Moritz-Arndt-Universität stehen Prognosen über den Schweregrad beim Krankheitsverlauf des Menschen im Vordergrund. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Forschungsverbundes „PePPP“ beschäftigen sich mit individualisierten Therapien bei erblichen Leber- und Pankreaserkrankungen“.

„Die ersten beiden Besuche standen ganz im Zeichen der Gesundheitsforschung“, betonte Wissenschaftsministerin Birgit Hesse. „Bei ‚KoInfekt‛ arbeiten Human- und Tiermediziner erfolgreich zusammen und suchen nach neuen Strategien, wie sie gleichzeitige Infektionen mit Grippeviren und bakterielle Erreger von Lungenentzündungen frühzeitig erkennen oder vorbeugen können. Und bei ‚PePPP‛ geht es um neuartige klinische Therapieansätze für Patienten, die an erblichen Lebererkrankungen und Bauchspeicheldrüsenentzündungen leiden. Beide Projekte zeigten, wie wichtig Forschung in unserem Land für uns alle sein kann“, so Hesse.

Die Greifswalder Projekte sind zwei von insgesamt fünf Forschungsverbünden, die jeweils eine Landesförderung von bis zu 5 Mio. Euro erhalten. Über das Exzellenzforschungsprogramm stehen in der Förderperiode von 2014 bis 2020 insgesamt 25 Mio. Euro zur Verfügung. Die Mittel stammen aus dem Europäischen Sozialfonds. Die Auswahl der Forschungsprojekte erfolgte in einem zweistufigen Bewerbungsverfahren durch Einzelbegutachtung und durch eine unabhängige Jury. In den Forschungsprojekten können sich 163 Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler wie Doktoranden, Postdoktoranden und Masterstudenten qualifizieren. Am Freitag, 23. März 2018, setzt Wissenschaftsministerin Birgit Hesse ihre Forschungsreise mit drei Besuchen in Rostock fort.

„Wie durch besondere Beschichtungen von künstlichen Herzklappen bakterielle Infektionen vermieden werden können – darum geht es dann morgen in Rostock. Außerdem werde ich mir anschauen, wie beim wachsenden Anteil der regenerativen Energien eine stabile Stromversorgung erreicht werden kann und welche Ansätze es zur land- und forstwirtschaftlichen Nutzung nasser Moore, der Paludikultur, gibt. Ich bin mir sicher, dass dort genauso viel Forschergeist herrscht wie in Greifswald und die jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler so engagiert bei der Sache sind“, so Hesse.

Schwerin - 22.03.2018
Quelle: Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur