Landesregierung MV trifft Erzbischöfe


Landesregierung MV trifft Erzbischöfe von Hamburg und Berlin

Auf Einladung von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig trifft die Landesregierung am kommenden Donnerstag, 12. April, 18.00 Uhr, im Weinhaus Wöhler, Puschkinstraße 26, 19055 Schwerin die für Mecklenburg und Vorpommern zuständigen Erzbischöfe von Hamburg und Berlin, Dr. Stefan Heße und Dr. Heiner Koch.

Themen des Spitzentreffens sind die Zusammenarbeit zwischen Landesregierung und katholischer Kirche, die Digitalisierung, die katholischen Schulen sowie die Zukunft des Bestattungsgesetzes im Bundesland.

Neben der Ministerpräsidentin werden auf Regierungsseite Innenminister Lorenz Caffier, Justizministerin Katy Hoffmeister, Finanzminister Mathias Brodkorb, Wirtschaftsminister Harry Glawe und verschiedene Staatssekretäre am Gespräch teilnehmen. Die Erzbischöfe werden von den Caritasdirektoren Prof. Ulrike Kostka und Steffen Feldmann und weiteren Abteilungsleitern der erzbischöflichen Verwaltungen begleitet.

In Mecklenburg-Vorpommern leben rund 55.000 Katholiken. Die Mecklenburger gehören zum Erzbistum Hamburg, die Vorpommern zum Erzbistum Berlin. Es gibt derzeit 25 Pfarreien mit mehr als 100 Kirchen und Kapellen sowie zahlreiche karitative Einrichtungen und Bildungsangebote. Ein Spitzentreffen zwischen Landesregierung und katholischer Kirche findet alle zwei Jahre statt.

Schwerin - 10.04.2018
Quelle: Staatskanzlei


Landesregierung und katholische Kirche sprechen über Digitalisierung

Auf Einladung von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig trafen sich am gestrigen Abend in Schwerin Vertreter der Landesregierung mit den für Mecklenburg und Vorpommern zuständigen katholischen Erzbischöfen von Hamburg und Berlin, Dr. Stefan Heße und Dr. Heiner Koch.

Für die Landesregierung nahmen ferner die für Kirchenfragen zuständige Justizministerin Katy Hoffmeister, Innenminister Lorenz Caffier, Finanzminister Mathias Brodkorb und Wirtschaftsminister Harry Glawe teil. Für die Erzbistümer nahmen außerdem die Generalvikare, die Caritasdirektoren, Schulexperten und die bischöflichen Beauftragten der Regionen teil.

„Mir ist eine enge Zusammenarbeit zwischen der Landesregierung und den Kirchen wichtig“, betonte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig im Anschluss an das Gespräch. „Die Kirchen geben vielen Menschen im Land Halt und Orientierung. Und sie leisten mit ihrer täglichen Arbeit einen großen Beitrag zum sozialen Zusammenhalt bei uns in Mecklenburg-Vorpommern.“

Erzbischof Koch: „Auch wenn sich manche Themen in der Metropole Berlin besonders deutlich zeigen, ist uns die ländliche Entwicklung in Vorpommern ein großes Anliegen. Entlang der deutsch-polnischen Grenze legen wir einen Schwerpunkt auf die Integration der überwiegend katholischen Polen, die hier zuziehen.“

Im Mittelpunkt des Gesprächs standen die Auswirkungen der Digitalisierung auf unsere Gesellschaft. „Wir wollen die wirtschaftlichen Chancen der Digitalisierung für unser Land nutzen. Deshalb verbessern wir mit Unterstützung des Bundes die Versorgung im Land mit schnellem Internet und wollen die digitale Ausstattung der Schulen verbessern. Aber die Digitalisierung ist auch mit Auswirkungen auf unsere Gesellschaft verbunden, die problematisch sind. Wir sind uns darüber einig, dass auch im digitalen Zeitalter immer der Mensch und nicht ein Algorithmus der entscheidende Maßstab sein muss“, erklärte die Ministerpräsidentin.

Thema des Gesprächs war außerdem die Zukunft der katholischen Schulen. „Wir hatten dazu ein gutes Gespräch. Ich bin zuversichtlich, dass wir eine Lösung für alle betroffenen Schulstandorte finden“, erklärte die Ministerpräsidentin. Erzbischof Heße machte deutlich: „Die katholischen Schulen in Schwerin und Rostock sind ohne jede Frage zukunftsfähig. Für den Standort Ludwigslust gibt es derzeit Gespräche, deren Ergebnisse in wenigen Wochen erwartet werden.“

Ein weiteres Thema war die Bestattungskultur. Erzbischof Heße sprach sich für den Erhalt des geltenden Bestattungsgesetzes aus. „Friedhöfe sind das kulturelle Gedächtnis einer Gesellschaft. Wir Seelsorger wissen, dass viele Angehörige im Nachhinein ein großes Problem damit haben, wenn eine Person anonym bestattet oder die Asche irgendwo verstreut wurde. Trauer und Totengedenken brauchen einen konkreten Ort und konkrete Zeichen. Das Grundgesetz verpflichtet dazu, die Würde jedes Menschen zu achten und zu schützen. Das gilt auch über den Tod hinaus. Die Gesellschaft wird ärmer und kälter werden, wenn sie nicht mehr als Gemeinschaft und nicht mehr öffentlich ihre Toten ehrt und bestattet“, so Heße.

Schwerin - 13.04.2018
Quelle: Staatskanzlei / Ministerpräsidentin