Fortbildungsabsolventen in Neubrandenburg geehrt


Staatssekretär Dr. Stefan Rudolph: Qualität und Qualifizierung sind zwei Seiten einer Medaille; Wirtschaftswachstum ist kein Selbstläufer

35 Absolventen der Industrie- und Handelskammer Neubrandenburg für das östliche Mecklenburg-Vorpommern sind am Montag in der Vier-Tore-Stadt für ihre erfolgreichen Aufstiegsfortbildungen in sechs Fachrichtungen geehrt worden. „Die Absolventen haben einen enorm wichtigen Schritt für ihre berufliche Entwicklung und für unsere Volkswirtschaft getan. Mit der Fachkenntnis, der Leistungsbereitschaft, aber vor allem mit der Leidenschaft für ihren Beruf ist der Grundstein für eine berufliche Karriere in Mecklenburg-Vorpommern gelegt worden. Unser Land braucht engagierte und vor allem gut ausgebildete Fachkräfte, die täglich in den Unternehmen die Qualität ihrer Produkte und Dienstleistungen sichern. Qualität und Qualifizierung sind zwei Seiten einer Medaille. Wirtschaftswachstum ist kein Selbstläufer, sondern harte Arbeit“, sagte der Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Dr. Stefan Rudolph vor Ort.

Fachkräftemangel darf kein Hemmschuh für das wirtschaftliche Vorankommen werden

„Um den hohen Qualitätsstandard unserer Unternehmen dauerhaft gewährleisten zu können, bedarf es großer Anstrengungen der Unternehmen, der Wirtschaftskammern und der Politik. Der stellenweise nicht mehr gedeckte Fachkräftebedarf darf am Ende nicht zum Hemmschuh volkswirtschaftlichen Wachstums werden. Deshalb ist es wichtig, dass sich noch mehr Unternehmen rechtzeitig um die Weiterbildung ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kümmern“, so Rudolph weiter.

Wirtschaftsministerium fördert Qualifizierung

Unsere Volkswirtschaft ist im Umbruch. Die Anforderungen an jeden Einzelnen wachsen, Spezialisierung und Qualifizierung für Beschäftigte gehören zur Basis nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolges. „Die Qualifizierung wird zu einem der wichtigsten Instrumente der Unternehmen zum Erhalt ihrer Wettbewerbsfähigkeit und ist zum anderen für die Beschäftigten eine Chance auf berufliche Sicherheit im digitalen Zeitalter“, sagte Rudolph. Der Wirtschaftsstaatssekretär hat auf die Förderinstrumente des Wirtschaftsministeriums, wie beispielsweise Qualifizierungsrichtlinie und Bildungsschecks, aufmerksam gemacht.

So zum Beispiel:

Wenn Unternehmen mit überregionalem Absatz für die Kompetenzfeststellung der Beschäftigten, die Analyse des Qualifizierungsbedarfs der Arbeitsplätze in dem Unternehmen oder für die berufliche Qualifizierung ihrer Beschäftigten einen externen Dienstleister beauftragen, können sie mit 50 Prozent der förderfähigen Kosten direkt gefördert werden. Die Höchstförderung kann bis zu 100.000 Euro pro Förderfall betragen. Es wird der gesamte Prozess der Qualifizierung in den Firmen begleitet. „Diese Förderung unterstützt die Unternehmen umfassend sowohl bei ihrer individuellen Personal- und Qualifizierungsplanung als auch bei der bedarfsgerecht gestalteten, berufsbegleitenden Weiterbildung ihrer Mitarbeiter“, sagte Rudolph.

Die Förderung durch Bildungsschecks steht Unternehmen in nahezu allen Branchen zur Verfügung. Gefördert wird die Teilnahme an der beruflichen Weiterbildung von Beschäftigten durch Maßnahmen, die es ermöglichen, Kompetenzen und Qualifikationen im Unternehmenskontext zu erhalten, zu erweitern oder zu erwerben. „Bei der Qualifizierung von Mitarbeitern wird die Teilnahme sowohl an branchenübergreifenden als auch branchenspezifischen Weiterbildungen unterstützt“, sagte Rudolph.

Unterstützung durch „Meister-Extra“ und „Meister-Prämie“

Wirtschaftsstaatssekretär Rudolph warb vor Ort für das „Meister-Extra“ und die „Meister-Prämie“. In Mecklenburg-Vorpommern kann jeder erfolgreiche Absolvent der beruflichen Weiterbildung zum Handwerksmeister oder Industriemeister das „Meister-Extra“ des Wirtschaftsministeriums erhalten. „Mit dem Meister-Extra soll das persönliche Engagement für die Meisterqualifikation anerkannt und der Meister als Gütesiegel für die Qualität im Handwerk und in der Industrie in Mecklenburg-Vorpommern gestärkt werden“, so Rudolph weiter. Das „Meister-Extra“, mit dem das Land erfolgreiche Meisterabschlüsse finanziell würdigt, wurde mit Beginn des Jahres 2018 von 1.000 Euro auf 2.000 Euro angehoben. Mit der Meisterprämie in Höhe von 7.500 Euro, unterstützt das Wirtschaftsministerium die Gründung oder Übernahme eines Unternehmens.

35 Fortbildungsabsolventen - Ergebnisse im Überblick

Insgesamt 35 Fortbildungsabsolventen haben ihre Prüfungen in den folgenden Fachrichtungen erfolgreich beendet:

- Geprüfte Berufspädagogen (3 Absolventen, 2 weiblich)
- Geprüfte Bilanzbuchhalter (5 Absolventen, 4 weiblich)
- Geprüfte Fachwirte im Gesundheits- und Sozialwesen (2 Absolventinnen)
- Geprüfte Handelsassistenten (4 Absolventinnen)
- Geprüfte Personalkaufleute (1 Absolvent)
- Geprüfte Wirtschaftsfachwirte (20 Absolventen, 14 weiblich)

Abschließend dankte Wirtschaftsstaatssekretär Dr. Stefan Rudolph den Unternehmen und Ausbildern, den Prüfern und der IHK zu Neubrandenburg sowie den Familien für die Unterstützung der Absolventen während der Fortbildungszeit.

Schwerin - 23.04.2018
Quelle: Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit