Neue Grundwasser Messstellen


Neue Messstellen zur Beurteilung der Grundwassergüte in MV

Am kommenden Montag, dem 29. Oktober, wird Dr. Till Backhaus, Minister für Landwirtschaft und Umwelt Mecklenburg-Vorpommern, die Baustelle zur Errichtung einer neuen Grundwassermessstelle in Warsow bei Neukalen besichtigen. Er folgt damit der Einladung des Staatlichen Amtes für Landwirtschaft und Umwelt Mecklenburgische Seenplatte (StALU MS), das in seinem Amtsgebiet insgesamt 31 neue Messstellen errichten will und vor Ort über die Details dieser Aufgabe informieren wird.

Auch die anderen StALU bauen derzeit neue Messstellen. Umweltminister Dr. Till Backhaus wird auf der Baustelle Warsow Ziele und Methodik der Landeskampagne erläutern. Hauptanliegen ist es, bis 2021 rund 100 neue Messstellen einzurichten. Im Ergebnis wird sich die anstehende Bewertung der Grundwasserkörper im Jahre 2020 auf etwa ein Drittel mehr Messstellen stützen können, als für die Bewertung von 2014 zur Verfügung standen.

Schwerin - 24.10.2018
Quelle: Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt


100 weitere Grundwassermessstellen in Mecklenburg-Vorpommern bis 2021


Die vier Staatlichen Ämter für Landwirtschaft und Umwelt des Landes verdichten derzeit durch den Neubau von Grundwassermessstellen das Netz zur Bestimmung von Menge und Güte des Grundwassers in Mecklenburg-Vor­pommern.

Heute (29. Oktober) besichtigte Umweltminister Dr. Till Backhaus bei Neukalen den Bau einer solchen Messstelle im Bereich des Staatlichen Amtes für Landwirtschaft und Umwelt Mecklenburgische Seeplatte (StALU MS). Warsow ist die erste von 31 neu zu bauenden Messstellen des StALU MS. Landesweit sollen 100 Messstellen bis 2021 zusätzlich eingerichtet werden. Seit 2017 sind 42 Messpunkte neu geschaffen worden, 36 sind derzeit in Bau oder in Planung.

„Mit dem aktuellen Neubauprogramm wird bis zum Jahre 2021 die Grundwassermessstellendichte in MV von 12 auf 17 Messstellen pro 1.000 km2; deutlich erhöht“, sagte Minister Backhaus. „Bei der nächsten Bewertung der Grundwasserkörper gegenüber der EU im Jahre 2020 werden so erheblich mehr Stützstellen herangezogen werden können, als sechs Jahre zuvor“.

Das vorhandene Netz, das im Wesentlichen schon zu DDR-Zeiten bestand, reichte nach Einschätzung der Experten des gewässerkundlichen Landesdienstes bisher aus, um in Umsetzung der EU-Wasserrahmen-Richtlinie die Entwicklung der Güte der Grundwasserkörper bewerten zu können. 2014 waren von den 53 an die EU zu meldenden Grundwasserkörper 11 auf Grund der Nitratbelastungen als im chemisch schlechten Zustand bewertet worden.

Nach der neuen Düngeverordnung muss Mecklenburg-Vorpommern jedoch für die schlecht eingestuften Grundwasserkörper der Landwirtschaft zusätzliche Auflagen erteilen. Damit muss auf Grundlage des Messnetzes Ordnungsrecht vollzogen werden. Unter diesem Gesichtspunkt sind die Messstellen räumlich nicht optimal verteilt.

Das Neubauprogramm bis 2021 ist nur ein erster Schritt. „Um das Niveau der Nachbarländer Niedersachsen und Brandenburg zu erreichen, die derzeit auf 21 Messstellen auf 1000 km2; kommen, sind weitere 100 Messstellen erforderlich. Deshalb sind auch in den Folgejahren erhebliche finanzielle und personelle Anstrengungen erforderlich“, sagte Backhaus.

Schwerin - 29.10.2018
Quelle: Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt