Scheitern des Semestertickets


Es fehlte an Umsetzungsbereitschaft

Die Einführung eines gemeinsamen Semestertickets für die Hochschulen in Stralsund, Greifswald und Neubrandenburg ist gescheitert. Dazu erklärt der hochschulpolitische Sprecher der AfD-Fraktion, Prof. Dr. Ralph Weber:

AfD - Prof. Dr. Ralph Weber

(Foto: Privat)

„Den Beteiligten fehlte es einfach an Phantasie und Umsetzungsbereitschaft. Vor allem fehlte die Unterstützung durch die Landesregierung für das Vorhaben. Dies ist nach dem ministeriell verordneten ‚Aus‘ des Vorpommern-Tickets für die Studenten besonders bitter.

Dass man mit dem Angebot eines Semestertickets, das lediglich die Nutzung der Stadtbusse und der Regionalzüge in Mecklenburg-Vorpommern beinhaltet und 190 Euro kosten soll, den Allgemeinen Studierendenausschuss nicht auf seine Seite ziehen kann, ist nur zu verständlich. Dies ist in Fahrradstädten wie Stralsund und insbesondere Greifswald kein taugliches Angebot.

Wieder einmal hat man den Ruf der Zukunft im Ministerium nicht gehört. Dort wird weitergeschlafen. Und dies, obwohl sich die Landesregierung die Einbindung Mecklenburg-Vorpommerns in die Metropolregionen doch auf ihre Fahnen geschrieben hat. Aber allzu einseitig wird der Blick dabei nur nach Hamburg gerichtet, obwohl Vorpommern geschichtlich und geographisch deutlich stärker nach Berlin ausgerichtet ist.

Eine Kombination des Semestertickets mit einem nach Berlin erweiterten MV-Ticket - wie mit Blick auf Hamburg bereits geschehen – und eine Nutzung auch der Busse in Vorpommern sowie der Bäderbahn auf und nach Usedom wäre das Gebot der Stunde. Aber dazu fehlen Phantasie und Mut, vielleicht auch das Geld, das stattdessen gerne für die Reisetätigkeiten der zugewanderten Neubürger verwendet wird.“

Schwerin - 12.02.2018
Text: Alternative für Deutschland Fraktion im Landtag Mecklenburg-Vorpommern