3. Russlandtag in Rostock - Vereinbarungen


3. Russlandtag in Rostock - Vereinbarungen unterschrieben

Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU): Intensive Bemühungen tragen Früchte - Kooperationen sind hervorragendes Instrument um in Verbindung zu bleiben


Im Beisein von Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe sind beim Russlandtag Kooperationsvereinbarungen zwischen Unternehmen, Institutionen, Hochschulen und Verbänden aus Mecklenburg-Vorpommern und Russland unterschrieben worden. Glawe begrüßte die Unterzeichnung der Vereinbarungen. „Unsere intensiven Bemühungen tragen Früchte. Es werden durch die Vereinbarungen die Voraussetzungen für eine verstärkte Zusammenarbeit mit den russischen Partnern ermöglicht. Im Mittelpunkt stehen unter anderem der maritime Anlagenbau, Medizintechnik sowie Luftfahrttechnik", sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe am Mittwoch in Rostock. Der Russlandtag fand zum dritten Mal statt.

Drei Vereinbarungen von besonderem wirtschaftlichem Interesse

Wirtschaftsminister Glawe ist auf drei Vereinbarungen, die vor allem von wirtschaftlicher Bedeutung sind, eingegangen. „Wir wollen wissenschaftliche Kooperationen und wirtschaftsnahe Forschungsprojekte weiter ausbauen. Für uns ist wichtig, dass zukünftig Unternehmen aus Mecklenburg-Vorpommern ihre Wettbewerbsfähigkeit durch technische und technologische Alleinstellungsmerkmale verbessern können. Damit sollen im Land zukunftsorientierte Arbeitsplätze gesichert und geschaffen werden", so Glawe weiter.

Maritimer Anlagenbau

Zwischen der Fraunhofer Gesellschaft (Rostock) und dem Zentralen Forschungsinstitut für Eisenhüttenkunde I.P. Barnin (Moskau) wurde eine Vereinbarung unterschrieben, bei der es um den Ausbau gegenseitiger russisch-deutscher Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten zum gegenseitigen Nutzen im Bereich des maritimen Anlagenbaus geht. Von Interesse sind beispielsweise Forschungsschwerpunkte bei der Untersuchung und dem Einsatz schwingungsdämpfender Stähle im Schiffbau und in der Windenergietechnik sowie die Entwicklung von Stählen für den Einsatz von Hochleistungsschweißverfahren mit entsprechender Produktivitätssteigerung im schweren Stahlbau.

Medizintechnik

Eine weitere Kooperationsvereinbarung ist auf dem Gebiet der Medizintechnik zwischen dem Kompetenzzentrum Medizintechnik IIB e.V. (Rostock) und dem Zentralen Forschungsinstitut für Eisenhüttenkunde I.P. Barnin (Moskau) unterzeichnet worden. Forschungsschwerpunkte sollen hierbei unter anderem die Entwicklung und Testung synthetischer Werkstoffe als Biomaterialien sowie Applikationsuntersuchungen an Halbzeugen für die Herstellung von Stents und Herzklappen werden.

Luftfahrttechnik

Eine Kooperationsvereinbarung ist zwischen der Firma Luratec AG aus Rostock und der russischen Technologiefirma VR Technologies (Moskau) unterzeichnet worden. Dabei steht die gemeinsame Forschung und Entwicklung auf dem Gebiet der Luftfahrttechnik unter anderem im Fokus.

Kooperationen sind ein hervorragendes Instrument um in Verbindung zu bleiben

„Russland ist ein wichtiges wirtschaftliches Zielland für Mecklenburg-Vorpommern, auch wenn die politische Situation die Möglichkeiten eines wirtschaftlichen Austausches nicht einfacher macht. Es geht auch darum, den gegenseitigen Marktzugang aufrecht zu erhalten. Das bleibt eine Herausforderung. Wirtschaftliche und wissenschaftliche Kooperationen sind ein hervorragendes Instrument um in Verbindung zu bleiben und für eine gemeinsame positive Zukunft zu arbeiten. Das sichert und schafft auch Jobs für die Partner der Zusammenarbeit. Es muss gelingen, die Türen zwischen Mecklenburg-Vorpommern und Russland weiter offen zu halten. Das ist am Ende einfacher als einmal verschlossene Türen wieder zu öffnen", sagte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe abschließend.

Schwerin - 17.10.2018
Quelle: Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit