Brennbeginn für Kreuzfahrtschiff Global 2


Brennbeginn für Kreuzfahrtschiff Global 2 in Rostock

Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU): Grundlage für einen weiteren Kreuzfahrtschiffsgiganten aus M-V gelegt – Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens im hart umkämpften Schiffbaumarkt weiter gestärkt – Investitionen sind klares Bekenntnis für die Region

Am Dienstag ist bei der MV WERFTEN Rostock GmbH feierlich der Brennbeginn zum Bau des zweiten Global Class Kreuzfahrtschiffes für die Reederei Dream Cruises begangen worden. „Mit den Kreuzfahrtschiffen der Global Class werden Maßstäbe im Kreuzfahrtbereich gesetzt. Mit dem heutigen Brennschnitt wird die Grundlage für einen weiteren Kreuzfahrtschiffsgiganten aus Mecklenburg-Vorpommern gelegt. Das ist ein weiterer Meilenstein in der Umsetzung der Schiffbauten vor Ort“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe in Rostock.

MV Werften

Tan Sri Lim Kok Thay (CEO und Vorstandsvorsitzender Genting Hong Kong) überreicht Wirtschaftsminister Harry Glawe eine Silhouette von M-V (© MV WERFTEN)

Global Class für asiatischen Kreuzfahrtmarkt konzipiert

Der Brennschnitt erfolgte in der neu errichteten Halle 11 in Rostock. Das Kreuzfahrtschiff „Global 2“ ist baugleich zur „Global 1“. Die Kreuzfahrtschiffe sind etwa 342 Meter lang, über 46 Meter breit und etwa 20 Decks hoch. Die Schiffe der Global Class sind speziell für den rasant wachsenden asiatischen Kreuzfahrtmarkt konzipiert. Sie verfügen über Einrichtungen wie beispielsweise ein Multiplex-Kino, einen Themenpark, ein Spa, verschiedene authentische asiatische Restaurants sowie Fast-Food-Alternativen, diverse Einkaufsmöglichkeiten und eine Luxus-Shopping-Meile. „Mit der Umsetzung der Global 2 wird die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens im hart umkämpften Schiffbaumarkt weiter gestärkt“, so Glawe.

Über 2.600 Mitarbeiter bei MV Werften

Auf den MV WERFTEN in Wismar, Rostock-Warnemünde und Stralsund sind über 2.600 Mitarbeiter sowie 247 Azubis und 35 duale Studenten beschäftigt. „Die Investitionen sind ein klares Bekenntnis für die Region und für den Wirtschaftsstandort Mecklenburg-Vorpommern. Jedes neu gebaute Schiff sichert Jobs“, betonte Glawe. Seit der Übernahme der Werftstandorte durch die MV WERFTEN im Jahr 2016 wurden unter anderem der Bau und die Ablieferung von vier exklusiven Flusskreuzfahrtschiffen realisiert, das erste Luxus-Expeditionskreuzfahrtschiff der Endeavor Class und der Baubeginn für das erste Global Class-Kreuzfahrtschiff war im März 2018. Darüber hinaus erfolgte der Start der Kabinenproduktion der MV WERFTEN Fertigmodule GmbH, die Errichtung einer neuen Schiffbauhalle sowie die Inbetriebnahme der neuen innovativen Laser-Hybrid-Paneellinie.

Maritime Wirtschaft Mecklenburg-Vorpommern in Zahlen

In Mecklenburg-Vorpommern ist die Maritime Industrie (Schiff- und Bootsbau, maritime Zulieferer sowie Meeres- und Offshore-Technik) mit knapp 300 Unternehmen, insgesamt ca. 11.500 Beschäftigten und einem Umsatz von rund 1,5 Milliarden Euro ein industrieller Kern. Zum hiesigen Schiff- und Bootsbau zählen ca. 160 Unternehmen mit rund 6.500 Mitarbeitern. In den sechs größeren Unternehmen, den MV WERFTEN in Wismar, Rostock-Warnemünde und Stralsund, der Neptun Werft in Rostock-Warnemünde, der Peene-Werft in Wolgast und der Tamsen Maritim in Rostock sind 3.600 Mitarbeiter und rd. 310 Auszubildende beschäftigt (Stand 30.06.2019). Zum Schiff- und Bootsbau kommen maritime Zulieferer und Dienstleister, die sich auf die Entwicklung und Produktion innovativer Systemlösungen konzentrieren, mit etwa 140 Unternehmen und ca. 5.000 hochwertigen Arbeitsplätzen hinzu. „Die maritime Industrie ist ordentlich in Bewegung. Bei uns im Land zählen die Werften mit zu den größten Arbeitgebern. Die zahlreichen Dienstleister rund um den Schiffbau tragen dazu bei, dass die maritime Branche im Land weiter vorankommt. Die Unternehmen haben sich zu wichtigen Arbeitgebern im verarbeitenden Gewerbe entwickelt. Das sichert und schafft vor allem Industriejobs in der beschäftigungsintensiven Branche“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe abschließend.

Schwerin - 10.09.2019
Quelle: Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit