BUGA 2025 in Rostock ist machbar und sinnvoll


Eine Bewerbung der Hanse- und Universitätsstadt Rostock um die Ausrichtung der Bundesgartenschau im Jahr 2025 ist machbar. Das ist das Ergebnis der Prüfungen, die gestern, am Donnerstag, 19. April 2018, im Rathaus während einer Informationsveranstaltung präsentiert wurden.

Senator Dr. Chris Müller-von Wrycz Rekowski, 1. Stellvertreter des Oberbürgermeisters, sowie weitere Vertreterinnen und Vertreter der Stadtverwaltung und Experten des Berliner Planungsbüros SINAI stellten das Ergebnis der intensiven Prüfungen der vergangenen Monate vor. In deren Ergebnis ist eine Rostocker Bewerbung nicht nur machbar und sinnvoll, sondern wäre sogar notwendig, um die nötigen Impulse setzen zu können.

Das Wirtschaftsministerium hat gegenüber der Stadtverwaltung signalisiert, Infrastrukturmaßnahmen als Teil einer Stadtentwicklungskonzeption zu fördern, wenn sie die touristische Infrastruktur verbessern und gewerbliche Ansiedlungen ermöglichen. Die Bundesgartenschau als Veranstaltung wird nicht gefördert. Die damit in Zusammenhang stehenden Infrastrukturmaßnahmen wie das Plateau über die Landesstraße 22, die Neugestaltung des Stadthafens oder die Brücke über die Warnow belaufen sich auf etwa 110 Mio. Euro. Die Fachressorts der Landesregierung zollen den Rostocker Plänen großen Respekt und teilen die Begeisterung für die Ideen einer ganzheitlichen Stadtentwicklung.

Aus diesem Grunde sind die Ressorts für Gespräche über Förderung offen.

Das Wirtschaftsministerium war als koordinierendes Haus von Anfang an in die Planungen eingebunden. Nach aktuellem Projektstand ist es vorstellbar, dass die Errichtung der touristischen und gewerblichen Infrastruktur hochgradig gefördert wird. Eine Gesamtförderquote von 50%, wie sie 2009 Schwerin erhalten hatte, wäre für Rostock und das gesamte Land eine wunderbare Unterstützung.

Der Masterplan für die Entwicklung des Areals rund um den Stadthafen soll der Bürgerschaft noch im April als Entscheidungsgrundlage über eine mögliche Bewerbung Rostocks um die Ausrichtung der Bundesgartenschau 2025 vorgelegt werden. Rostock müsste sich bis Juni 2018 bei der Deutschen Bundesgartenschau GmbH bewerben.

Rostock - 20.04.2018
Quelle: Pressestelle Hanse- und Universitätsstadt Rostock


Rostock bewirbt sich um Bundesgartenschau 2025 – Nachhaltige Stadtentwicklung an der Warnow


Die Bundesgartenschau (BUGA) könnte 2025 in Rostock blühen. Die Hanse- und Universitätsstadt hat sich heute offiziell um die Ausrichtung einer BUGA beworben.

„Der Zuschlag wäre ein Meilenstein für Rostocks Stadtentwicklung. Wir wollen beweisen, dass eine grüne Innenverdichtung machbar ist“, unterstrich Oberbürgermeister Roland Methling bei der Übergabe der Bewerbungsunterlagen an den Geschäftsführer der Deutschen Bundesgartenschau Gesellschaft (dbg) Jochen Sandner.

„Eine Gartenschau ist längst nicht mehr nur ein 170 Tage währendes Blumenfest“, so der OB. „Rund um das Rostocker Oval am Ufer der Warnow sollen ab 2025 lebendige Stadtlandschaften sprießen, die Kultur, Erholung, Wohnen und Freizeit miteinander verbinden. Wir haben die einmalige Chance, die Pläne für den lang ersehnten Theaterneubau, den Neubau eines Archäologischen Landesmuseums, die Freiflächenentwicklung im Stadthafen, die Tieferlegung der Straße Am Strande, den Bau einer Fußgänger- und Radfahrerbrücke, den notwendigen Hochwasserschutz und die Freiflächenentwicklung auf der ehemaligen Dierkower Deponie ideenreich und vor allem nachhaltig miteinander zu verknüpfen“, unterstrich Roland Methling.

Auch die Landesregierung Mecklenburg-Vorpommern hat bereits ihre finanzielle Unterstützung für das für Mecklenburg-Vorpommern bedeutsame 113-Millionen-Euro-Großprojekt grundsätzlich zugesagt.

„Die Verwaltung und die Politik haben in den vergangenen Monaten Herausragendes geschaffen. Solch ein Konzept in dieser kurzen Zeit aufzustellen und zur Reife zu bringen, ist eine enorme Leistung, für die ich mich bei allen Mitwirkenden bedanke“, so der OB, der seinen besonderen Dank auch an Rostocks Senator Dr. Chris Müller-von Wrycz Rekowski richtete. „Ebenso ist es ein großes Glück, dass wir mit dem Büro Sinai ein deutsches Premiumbüro an unserer Seite haben“, betonte der Oberbürgermeister.

Rostocks Bürgerschaft hatte am 16. Mai 2018 mit deutlicher Mehrheit für eine Bewerbung der Hanse- und Universitätsstadt für die BUGA 2025 votiert. Geplant sind unter anderem eine über vier Kilometer lange Flaniermeile im neu gestalteten Stadthafen, ein attraktiver Museumsneubau am Wasser, ein Stadt-Park sowie ein Campus zum Wohnen und Arbeiten am Ufer der Warnow. Neues Wahrzeichen der Stadt könnte die von vielen Rostockern lange erhoffte Brücke für Fußgänger und Radfahrer werden, die die Innenstadt und den Nordosten über die Warnow schwungvoll verbindet. Ein Plateau über der L22, der meist befahrenen Straße des Landes, soll die Innenstadt zur lebendigen Uferzone der Warnow machen. Das ehemalige IGA-Gelände soll Außenstandort werden.

„Rostocks Herz schlägt am Wasser“, zeigte sich Oberbürgermeister Roland Methling begeistert. „Der Brückenschlag zwischen den Stadtteilen, zum Warnowufer und die Belebung des einstigen IGA-Areals im Nordwesten als Teil der künftigen BUGA könnten Rostock mit all seinen Facetten noch attraktiver zusammenwachsen lassen“, unterstrich der OB.

Über den möglichen Zuschlag für die 82 Seiten umfassende Bewerbung entscheidet die Deutsche Bundesgartenschau Gesellschaft in den kommenden Monaten.

Rostock - 26.07.2018
Quelle: Pressestelle Hanse- und Universitätsstadt Rostock