Die Rostocker Wirtschaft elektrisieren


Die Hanse- und Universitätsstadt Rostock veranstaltete zusammen mit der Handwerkskammer Ostmecklenburg-Vorpommern, der Kreishandwerkerschaft Rostock / Bad Doberan, der Industrie- und Handelskammer zu Rostock und den Stadtwerken Rostock AG am 25. Oktober bei der Handwerkskammer ein E-Mobilitätsforum für die regionale Wirtschaft unter dem Titel „Wirtschaft elektrisiert“. Eröffnet wurde die Veranstaltung vom Senator für Bau und Umwelt Holger Matthäus, dem Präsidenten der Handwerkskammer Ostmecklenburg-Vorpommern Axel Hochschild und dem Präsidenten der IHK zu Rostock Claus Ruhe Madsen.

„Das Thema E-Mobilität hat im Handwerk – vom Kfz- bis zu den Elektrohandwerken – mehrere Berührungspunkte. Ob Vertrieb, Wartung oder Verknüpfung mit Bereichen wie Smart Home begleitet das Handwerk die Nutzung der Elektromobilität mit höchster Qualität und Sicherheit. Zugleich nutzen die Handwerksbetriebe wie im Nahrungsmittelhandwerk beispielsweise verstärkt E-Fahrzeuge zur Belieferung der Filialen. Wichtig ist, dass im Land die Infrastruktur geschaffen wird und unbürokratische Fördermöglichkeiten durch Land und Bund erweitert werden“, sagt Axel Hochschild, Präsident der Handwerkskammer Ostmecklenburg-Vorpommern.

Nach dem Grußwort der Veranstalter wurde das Projekt „Clever mobil“ vom Klimaschutzmanager und e-Mobilitätslotse Julian Müller vorgestellt und Impulse für eine elektromobile Wirtschaft gegeben. Angesprochen wurde auch, dass sich die Mobilität in Zeiten des Klimawandels ebenfalls ändern muss. Im Anschluss berichtete der Pflegedienst ASB Bremen, das Deutsche Zentrum für Luft und Raumfahrt und das Unternehmen Haus Elektrotechnik Lehmkuhl über ihre guten Praxiserfahrungen und interessante Forschungsprojekte im Bereich der E-Mobilität.

Die über 70 Teilnehmenden aus den Bereichen Handwerk, Pflegedienst und Dienstleistungen hatten auch die Möglichkeit, Elektromobilität in der Praxis zu testen. Auf einem Markt der Möglichkeiten waren unterschiedlichste Anbieter zu finden. Neben elektrischen Pkws und Transportern wurden auch Lastenfahrräder und andere E-Bikes vorgestellt.

„Ab Jahresende 2018 und im nächsten Jahr kommen viele neue Elektrofahrzeuge auf den Markt. Die Kunden haben dann eine viel breitere Auswahl, vom Kleinwagen bis zum Premiummodell und SUV, sowohl reine Elektroautos als auch Hybride. Ich hoffe das bringt den Markt ordentlich in Schwung“, sagte Claus Ruhe Madsen, Präsident der Industrie- und Handelskammer zu Rostock. „Außerdem gelten ab 2019 neue Regeln für Firmenwagen. Statt einem Prozent des Listenpreises werden für Elektrofahrzeuge dann nur noch 0,5 Prozent angesetzt - für viele Unternehmen ein Argument, über die Anschaffung eines E-Autos nachzudenken“, meint Madsen. Die Teilnehmenden hatten viel Zeit für Gespräche mit den Ausstellern und zum Ausprobieren der Modelle.

E-Mobilität benötigt auch Möglichkeiten zum Aufladen der Fahrzeuge. In diesem Zusammenhang stellten die Stadtwerke Rostock AG das Konzept zum Ausbau von Ladesäulen in der Stadt vor. Das Unternehmen bietet schon an neun öffentlichen Säulen das Aufladen von Elektrofahrzeugen an. Den Besucherinnen und Besuchern wurde im abschließenden Beitrag ein Überblick über die Vielzahl der Modelle im Bereich der E-Mobilität gegeben. Auch wurde deutlich, dass die Reichweiten der meisten Fahrzeuge kein Problem mehr darstellen.

Die Veranstalter, Ausstellenden, Besucherinnen und Besucher des E-Mobilitätsforums konnten auf eine gelungene und interessante Veranstaltung zurück blicken. Holger Matthäus, Senator für Bau und Umwelt, resümiert: „Wir wollten mit der Veranstaltung zeigen, dass Elektromobilität bereits sinnvoll einsetzbar ist und die Wirtschaft zum Umdenken anregen. Ich denke wir konnten neue Impulse setzen. Zusammen mit der Handwerkskammer, IHK und den Stadtwerken werden wir das Thema weiter voranbringen.“

Rostock - 25.10.2018
Quelle: Pressestelle Hanse- und Universitätsstadt Rostock