Frühjahrs-Baumpflanzungen


126 Bäume an 15 Standorten


Durch den langen Winter verkürzt sich die Frühjahrspflanzzeit beträchtlich. Dennoch nutzt die Hanse- und Universitätsstadt Rostock die verbleibenden vier Wochen auch in diesem Jahr zur Pflanzung von 126 Einzelbäumen an 15 Standorten im gesamten Stadtgebiet, so das Amt für Stadtgrün, Naturschutz und Landschaftspflege. Mit den Arbeiten wurde die Firma Grünanlagen-Bau GmbH Nord aus Stäbelow beauftragt, das Gesamtvolumen des Auftrags umfasst rund 84.000 Euro.

Die Pflanzstandorte der Einzelbäume liegen zum Teil in Park- und Grünanlagen wie dem Kurpark in Warnemünde, dem Park Am Fischerdorf in Lütten Klein oder den Grünzügen in Brinckmansdorf und Kassebohm. Daneben handelt es sich um Nachpflanzungen gefällter oder abgestorbener Straßenbäume wie in Schmarl an der Uferpromenade, in der Bertolt-Brecht-Straße in Evershagen und an der Reiferbahn. Neu- und Ergänzungspflanzungen erfolgen auch im Wohngebiet an der Fedor-Schuchardt-Straße in Gehlsdorf.

Für die Straßenbaumpflanzungen sind in der Regel klein- und mittelgroßkronige Straßenbaumarten wie Feld- und Rot-Ahorn, Hopfenbuche, Maulbeerbaum, Mehlbeere oder Zierkirschen vorgesehen. In den Parkanlagen kommen auch großkronige Parkbäume wie Trauben- und Stiel-Eichen, Rot-Buchen, Silber-Linden und Kiefern zum Einsatz. Im Park Brinckmanshöhe erfolgt auch wieder die Pflanzung von Nutzobstbäumen wie Mirabellen, Süßkirschen und Apfel- bzw. Birnenbäumen.

Die Bäume erhalten Dreibockverankerungen und einen Stammanstrich als Rindenschutz gegen Verdunstung und Sonneneinstrahlung. In der Nähe von Ver- und Entsorgungsleitungen werden Wurzelführungsplatten eingebaut.

Die Finanzierung der Baumpflanzungen erfolgt zum einen aus Haushaltsmitteln des für Nachpflanzungen an Straßen und in Parks bzw. Grünanlagen gebildeten „Städtischen Baumersatz“, zum anderen aus dem „Baumfond“ der Hanse- und Universitätsstadt Rostock.

Auch die Stadt selbst ist – wie jeder Privateigentümer – zu Ersatzpflanzungen bei Baumfällungen verpflichtet. Dies wird über die Mittel aus dem „Städtischen Baumersatz“ gewährleistet. Die verfügbaren Gelder des Baumfonds sind finanzielle Ablösebeträge für nicht ausgeführte Ersatzpflanzungen auf privatem Grund. Die Mittel dieses Baumfonds werden für nicht pflichtige Ergänzungs- und Neupflanzungen im Stadtgebiet verwendet.

Durch die Baumpflanzungen wird gewährleistet, dass der Verlust an wertvoller Baumsubstanz ausgeglichen wird, der alljährlich durch notwendige Fällungen aus den unterschiedlichsten Gründen wie Krankheiten, mangelnde Verkehrssicherheit oder baurechtliche Aspekte zu verzeichnen ist.

Warnemünde: Am Strom
Die abgestorbene Wintergrüne Eiche vor der Vogtei wird ersetzt.

Warnemünde: Kurpark
Als Ersatz für gefällte Altbäume am westlichen Parkrand (Kurhausstraße) werden acht Eichen – drei Zerr-, eine Scharlach- drei Trauben- und eine Wintergrüne Eiche – gepflanzt.

Lütten Klein: St.-Petersburger Straße / Park Am Fischerdorf - Warnowallee Als Ersatz für eine Fällung wird vor dem Block St.-Petersburger Straße 1-9 eine Schwedische Mahlbeere am Fußweg nachgepflanzt.

Lütten Klein: Rigaer Straße
Am Kreisverkehr Rigaer Straße / Ostseeallee wird in der vorhandenen Linden-Allee die Wintergrüne Eiche durch eine Silber-Linde ersetzt. Die Eiche erhält einen neuen Standort im Grünzug in Kassebohm.

Evershagen: Bertolt-Brecht-Straße
In der Bertolt-Brecht-Straße werden für die kranken und gefällten Kastanien 13 Rot-Ahorn „Scanlon“ als Baumreihe entlang des Gehwegs nachgepflanzt.

Schmarl: Schmarl Dorf und Uferpromenade Schmarl Die zur IGA 2003 an der Uferpromenade bzw. in Schmarl Dorf gepflanzten, abgängigen und bereits gefällten Mehlbeerbäume werden durch salzverträglichere Maulbeerbäume ersetzt. Insgesamt werden 23 Bäume nachgepflanzt.

Reutershagen: Ulrich-von-Hutten-Straße 38-40 Die vier gefällten Feld-Ahorne am Gehweg vor Ulrich-von-Hutten-Straße 38-40 werden durch vier säulenförmige Feld-Ahorn „Elsrijk“ ersetzt.

Stadtweide: Neuer Friedhof
Am südlichen Weg zum Kolumbarium wird die in den Vorjahren begonnene Erneuerung der Birken-Alleen durch Neupflanzung/Ersatz mit weiteren 14 Birken fertig gestellt. Am Kolumbarium wird eine abgestorbene Säulen-Eiche ersetzt.

Stadtmitte: Reiferbahn
Am westlichen Parkrand zur Hermannstraße erfolgt für zwei Fällungen die Nachpflanzung von zwei säulenförmigen Zier-Kirschen Prunus serrulata „Amanogawa“.

Brinckmansdorf: Park Brinckmansdorf
Südwestlich von der Bebauung am Korl-Beggerow-Weg werden auf der Streuobstwiese elf abgestorbene und gefällte Obstbäume durch zwei Mirabellen-, vier Apfel- drei Birnen- und zwei Süßkirschenbäume ersetzt.

Am Fußweg von der Albert-Schultz-Straße 102/103 zur Arno-Esch-Straße 1 bis 7 werden als Ersatz für gefällte Bäume fünf Hopfenbuchen nachgepflanzt.

Brinckmansdorf: Park Kassebohm
Im Park Kassebohm erfolgt im Bereich östlich des Löwenzahn-/Schachtelhalmweges die Nachpflanzung von drei Blut-Buchen, zwei Säulen-Eichen und sechs Wintergrünen Eichen für gefällte Pappeln.

Toitenwinkel: Weidendamm
Am Weidendamm in Toitenwinkel werden im Bereich der verlegten Bushaltestelle in der neu entstandenen Grünfläche zwischen Radweg und Straße zwei Feld-Ahorn, eine gefüllt blühende Vogel-Kirsche, eine Sumpf-Eiche und zwei Elsbeeren neu gepflanzt.

Gehlsdorf: Fedor-Schuchardt-Straße
In der Fedor-Schuchardt-Straße werden im Grünzug zwischen Straße und Baugebiet insgesamt 25 Bäume (Kiefern, Eichen, Mehlbeere und Vogel-Kirsche) sowie eine freiwachsende Hecke aus heimischen Laubgehölzen als Lärm- und Staubschutzpflanzung gepflanzt.

Rostock - 11.04.2018
Quelle: Pressestelle Hanse- und Universitätsstadt Rostock


BUND Rostock und Stadtforstamt pflanzen 24 Obstbäume alter und regionaler Sorten


Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland in Rostock (BUND) und das Stadtforstamt Rostock pflanzen am Freitag, 13. April 2018, ab 9.30 Uhr gemeinsam 24 junge Obstbäume auf dem Obsthain bei Wiethagen. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, dabei Unterstützung zu leisten.

Die Hochstämme versorgen Mensch und Tier in einigen Jahren mit gesunden Äpfeln, Kirschen, Pflaumen und Birnen. Der alte Bestand von rund 100 Obstbäumen wurde durch den Revierförster Sven Ahrens unter einem Fichtenforst der Rostocker Heide wiederentdeckt, freigelegt und darf seitdem vom BUND Rostock extensiv bewirtschaftet werden. „Zum einen wollen wir hier einen Genpool alter regionaler Sorten anlegen und das Wissen um diesen traditionellen und stark bedrohten Teil unserer Kulturlandschaft erhalten“, betont Susanne Schumacher, Vorsitzende des BUND Rostock. „Zum anderen sollen die alten Bäume mit ihren Höhlen und Rissen Vögeln, Fledermäusen und Insekten einen Lebensraum bieten."

Laut der aktuellen Roten Liste Deutschland sind Streuobstwiesen „von vollständiger Vernichtung bedroht“ und liegen damit gleichauf mit Mooren und Gletschern. Mit den Nachpflanzungen auf dem Obsthain der Rostocker Heide wird langfristig gar ein geschlossenes Kronendach - ein Obstbaumwald - angestrebt. In Wiethagen wird nun je nach Saison gemeinsam beschnitten, gemäht, gepflanzt und geerntet. „Im September lassen wir die mobile Mosterei Satow kommen und die Ernte direkt zu gesundem und leckerem Saft verarbeiten. Der kann dann vor Ort oder im Anschluss bei uns gekauft werden“, legt Susanne Schumacher Interessierten ans Herz. Das Projekt wird gefördert durch die Norddeutsche Stiftung für Umwelt und Entwicklung.

Rostock - 11.04.2018
Quelle: Pressestelle Hanse- und Universitätsstadt Rostock