Mehrweg-Kaffeebecher reCup


reCup ist Rostocks neues System für Mehrweg-Kaffeebecher


Bei Flaschen und auch bei einigen Gläsern sind Mehrwegangebote selbstverständlich. Doch auch für Kaffeetrinkende gibt es nun in Rostock eine Mehrwegalternative. „Gemeinsam mit dem bundesweit erfolgreichen Start up-Unternehmen reCup wollen wir in Rostock Kaffeebecher auf den Markt bringen, deren Nutzung wirklich umweltfreundlich ist“, informiert Rostocks Senator für Bau und Umwelt Holger Matthäus. Gemeinsam mit Lena Siegert von reCup und Kerry Zander von der Klimaschutzleitstelle präsentierte er heute die Rostock-Edition des RECUP, die gemeinsam mit der Rostocker Stadtverwaltung entwickelt wurde. Die Becher im einheitlichen reCup-Look enthalten eine Silhouette Rostocks, auf der neben dem Rathaus und der Universität auch der Warnemünder Leuchtturm und der Teepott abgebildet sind. Die ersten acht gewerblichen Partner erhalten jeweils ein Startset von 100 Rostock-Bechern, so Senator Holger Matthäus, der mögliche Interessenten zu einer Informationsveranstaltung am 24. Mai 2018 ins Rathaus einladen wird.

Die Nutzung ist denkbar einfach: Kaffeegenießer kaufen ihren Kaffee im RECUP, hinterlegen einen Euro Pfand und erhalten gegenüber dem Kaffee im Einwegbecher zusätzlich einen Preisvorteil. Leere Becher können deutschlandweit bei allen RECUP-Partnern wieder abgeben werden, um das Pfand zurückzuerhalten. Die Becher werden vor Ort oder durch RECUP gereinigt und anschließend direkt wieder im System eingesetzt. Alle teilnehmenden Anbieter lassen sich jederzeit über die RECUP-App einsehen. So kann der kürzeste Weg zum nächsten Partner-Café gefunden werden.

„Neben der Abfallvermeidung ist die Wiederverwendung von Trinkbechern auch eine Frage der Energieeinsparung“, unterstreicht Kerry Zander von der Klimaschutzleitstelle. „Bei der Nutzung von Mehrwegbechern werden das Material und der Energieaufwand der Becherproduktion mehrfach genutzt. Gleichzeitig soll das Pfandbechersystem für die Nutzerinnen und Nutzer ein Symbol für Wiederverwendung sein und zum Umdenken auch in anderen Bereichen des Alltags beitragen.“

Schon während des 13. Mecklenburg-Vorpommern-Tages, der anlässlich des 800. Stadtgeburtstags in diesem Jahr vom 18. bis 20. Mai in Rostock stattfindet, wird der Pfandbecher seine Premiere feiern. „Die Fairtrade-Stadt Rostock lädt Besucherinnen und Besucher auf der Landemeile am Universitätsplatz zu einer Verkostung von Rostocks Fairem Stadtkaffee ein, natürlich ausgeschenkt aus einem RECUP-Becher“, so Senator Holger Matthäus. „Alle gastronomischen Einrichtungen sind herzlich eingeladen, sich diesem System anzuschließen und reCup-Partner zu werden. Wir reden nicht nur, wir wollen nun in Rostock gemeinsam dieser widersinnigen Verschwendung ein Ende setzen!" Cafébesitzer, Kantinen oder Bäckereien können sich auf der Internetseite www.recup.de informieren, anmelden und selbstständig starten. Mit der ersten Bestellung wird man als Partner des Pfandsystems in der App hinterlegt und erhält Informationsmaterialien sowie einen Aufkleber für die Tür.

Im Herbst 2016 präsentierten die beiden reCup-Gründer Florian Pachaly und Fabian Eckert ihre Idee zum ersten Mal: ein Pfandsystem für recyclebare Coffee-to-Go-Mehrwegbecher. Damit schufen sie eine nachhaltige und einfache Alternative zum Ressourcen belastenden Einwegbecher. Das Unternehmen startete zunächst in Rosenheim. Aufgrund des großen Anklangs beschlossen die Gründer, das Pfandsystem auch überregional voranzutreiben. Bisher folgte die Einführung von RECUP in Berlin, München, Köln, Oldenburg, Ludwigsburg, Wasserburg und Rosenheim, im Allgäu, am Bodensee, auf Sylt und mittlerweile auch in Hamburg - bei insgesamt über 870 Standorten.

Weitere Informationen:
www.recup.de