Regionales Innovationscluster


Gemeinsam stark: „Regionales Innovationscluster Maritime Zuliefer Allianz Schiffbau“ seit zehn Jahren aktiv

Staatssekretär Dr. Stefan Rudolph: Vertrauensvolle Zusammenarbeit und partnerschaftlicher Kooperation prägt die maritimen Zuliefererbetriebe des Landes

10 Jahre Kooperationsverbund maritimer Zulieferer - das „Regionale Innovationscluster Maritime Zuliefer Allianz Schiffbau“ (RIC MAZA MV) hat am Mittwoch (06.06.) in Rostock sein zehnjähriges Bestehen mit einem Festakt begangen. „Gemeinsam stark sein – dieses Motto haben sich die Mitgliedsunternehmen des RIC MAZA auf die Fahnen geschrieben. In vertrauensvoller Zusammenarbeit und partnerschaftlicher Kooperation sind die maritimen Zuliefererbetriebe des Landes im Verbund aktiv, um ihr Innovations- und Leistungspotential weiter zu stärken. Dazu ist es unter anderem notwendig, dass durch die Entwicklung innovativer Fertigungstechnologien und -verfahren die Produktivität der Fertigungsprozesse gesteigert wird. Da sehe ich noch viel Potential, das mit Unterstützung des Kooperationsverbundes gehoben werden sollte“, sagte der Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Dr. Stefan Rudolph vor Ort.

RIC MAZA ist tragfähige Kooperationsstruktur zur nachhaltigen Stärkung der maritimen Industrie im Land

„Das Wirtschaftsministerium hat von Anbeginn an den Aufbau eines Netzwerkes in der maritimen Zulieferindustrie des Landes gefördert“, hob Staatssekretär Dr. Stefan Rudolph in Rostock hervor. „Es ist gelungen, in der maritimen Branche eine tragfähige Kooperationsstruktur zu etablieren, so dass die maritime Industrie im Land nachhaltig gestärkt werden konnte. Das enge Zusammenwirken von maritimer Realwirtschaft und Wirtschaftsministerium, auch in schwierigen Zeiten, zahlt sich jetzt aus. Der Schiffbau in MV steht in den kommenden Jahren vor großen und nie so komplex dagewesenen Herausforderungen“, so Rudolph weiter. „Mit der Weiterentwicklung der MAZA M-V zum Regionalen Innovationscluster Maritime Zuliefer Allianz hat der Kooperationsverbund erneut strategische Weitsicht bewiesen. MAZA wird so an weiteren Kapiteln des Erfolgs maritimer Arbeit in Mecklenburg-Vorpommern aktiv mitarbeiten können. Wir werden diese für unsere Volkswirtschaft bedeutsame Weiterentwicklung des MAZA-Verbundes unterstützen“, so Rudolph abschießend.

Maritime Industrie im Land im Aufwind – wachsende Ansprüche an Zuliefererunternehmen

Die Maritime Zuliefer Allianz hat es sich zum Ziel gesetzt, in Zusammenarbeit mit den Werften sowie den Einrichtungen aus der maritimen Wissenschaft und Forschung eine Verbesserung der Energieeffizienz, des Klima- und Umweltschutzes und der Sicherheit bei den Schiffbauprojekten zu erreichen. Zugleich soll die Entwicklung innovativer Fertigungstechnologien und -verfahren die Produktivität der Fertigungsprozesse steigern. „Die maritime Industrie unseres Landes ist im Aufwärtstrend. Es hat sich auf den Werften ein technisch anspruchsvoller, innovativer Spezialschiffbau entwickelt. Daraus folgen wachsende Ansprüche an die Zuliefererbetriebe. Die Unternehmen stehen vor der Aufgabe, ihre Mitarbeiter passgenau und zukunftsgerecht zu qualifizieren. Die weitere wichtige Aufgabe ist es, die Bereiche Forschung, Entwicklung und Innovationen jetzt zu verstärken. Hierbei unterstützen wir“, betonte Rudolph.

Intensivierung von Forschung und Entwicklung notwendig

In der europäischen Förderperiode 2014 bis 2020 stellt das Wirtschaftsministerium für die Förderung von Forschung, Entwicklung und Innovationen (FuEI) in Mecklenburg-Vorpommern insgesamt 168 Millionen Euro aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) zur Verfügung. Im Zeitraum 2014 bis 2017 sind landesweit Zuschüsse in Höhe von 122,5 Millionen Euro für 354 Vorhaben vom Wirtschaftsministerium bewilligt worden. Davon unter anderem 80,5 Millionen Euro für 184 Verbundforschungsvorhaben, 32,6 Millionen Euro für 59 einzelbetriebliche FuEI-Vorhaben und 2,3 Millionen Euro für 15 Prozessinnovationen. Die Unterstützung ging vorrangig an kleine und mittlere Unternehmen - insgesamt 36,6 Millionen Euro für 182 Projekte, 45,4 Millionen Euro erhielten große Unternehmen für 54 Projekte, 24,2 Millionen Euro an Universitäten/Hochschulen (einschließlich Universitätsmedizin) für 74 Projekte und 16,3 Millionen Euro an außeruniversitäre Forschungseinrichtungen für 44 Projekte. „Die Intensivierung von Forschung und Entwicklung trägt dazu bei, die industrielle Wertschöpfung im Land zu erhöhen und dadurch zukunftssichere Arbeitsplätze zu schaffen. Diesen Weg wollen wir gemeinsam mit den Unternehmen des Landes weiter gehen“, sagte Rudolph.

Wirtschaftsministerium unterstützt RIC MAZA MV

Das „Regionale Innovationscluster Maritime Zuliefer Allianz Schiffbau“ wird vom Wirtschaftsministerium aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) für die Jahre 2018 bis 2020 in Höhe von 240.000 Euro unterstützt. Die Gesamtinvestitionen betragen 480.000 Euro. Das „Regionale Innovationscluster Maritime Zuliefer Allianz Schiffbau“ (RIC) hat nach eigenen Angaben derzeit 41 Mitglieder, die insgesamt 2.800 Mitarbeiter beschäftigen und einen Umsatz in Höhe von rund 250 Millionen Euro für schiffbauliche Leistungen erzielen.

Maritime Industrie in Mecklenburg-Vorpommern

In Mecklenburg-Vorpommern ist die maritime Industrie (Schiff- und Bootsbau, maritime Zulieferer sowie Meeres- und Offshore-Technik) mit knapp 300 Unternehmen und insgesamt rund 10.000 Beschäftigten sowie einem Umsatz von rund 1,5 Milliarden Euro eine starke Wirtschaftsbranche. Zum hiesigen Schiff- und Bootsbau zählen etwa 160 Unternehmen mit rund 5.000 Mitarbeitern. In den sechs größeren Unternehmen, den MV WERFTEN in Wismar, Rostock-Warnemünde und Stralsund, der NEPTUN WERFT in Rostock-Warnemünde, der Peene-Werft in Wolgast und der TAMSEN MARITIM in Rostock waren Ende März 2018 rund 2.670 Mitarbeiter und etwa 230 Auszubildende beschäftigt.

Den Schiffbau ergänzen maritime Zulieferer und Dienstleister, die sich auf die Entwicklung und Produktion innovativer Systemlösungen konzentrieren, mit etwa 140 Unternehmen und rund 5.000 hochwertigen Arbeitsplätzen. Die Produkte umfassen nicht nur Komponenten für das Finalprodukt Schiff, sondern auch maritime Anlagen und Systeme für die Hafenwirtschaft und -logistik, die maritime Umwelt- und Sicherheitstechnik sowie die Offshore-Technik und weitere Bereiche der Meerestechnik.

Schwerin - 06.06.2018
Quelle: Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit