45 Jahre Stiftung Mecklenburg


Staatssekretär Schröder: Identität des Landes nicht anderen überlassen

Zum 45. Jubiläum der Stiftung Mecklenburg würdigte Kulturstaatssekretär Sebastian Schröder heute in Schwerin die Bedeutung und die bewegte Geschichte der Stiftung. Bei der Festveranstaltung hob er die ständigen Veränderungen hervor, mit der die Verantwortlichen in der Vergangenheit hatten umgehen müssen. „Die Stiftung war ein Kind der deutschen Teilung und diente der Mecklenburger Identitäts- und Heimatpflege aus der Ferne“, sagte Schröder, „zum Glück entfielen aber nur 17 der 45 Jahre auf die Zeit vor dem Mauerfall.“

Es sei der richtige Schritt gewesen, die Stiftung 2009 von Ratzeburg nach Schwerin zu verlegen. „Zwar konnte die Stiftung zuvor so manchen kulturpolitischen Anstoß von außen geben, nun aber dient sie der Mecklenburger Identität und Kultur vor Ort“, so der Staatssekretär.

Seine Glückwünsche verband er mit einem Appell für die kommenden Jahre: „Bleiben Sie Ihrem Kernthema - der Kultur- und Heimatpflege - treu. Denn es deckt sich mit einem wichtigen Schwerpunkt der Landespolitik. Wir wollen die Identität des Landes nicht den anderen überlassen“.

Entstanden war die Stiftung Mecklenburg 1973 als Anlauf- und Erinnerungsort für diejenigen, die ihre mecklenburgische Heimat in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg verlassen mussten. Mit ihrer Sammlung von Erinnerungsstücken, Büchern und Kunstwerken spiegelt sie die vergangenen Dekaden der Mecklenburger Historie wider.

Seit 2010 erhält die Stiftung eine institutionelle Förderung aus dem Landeshaushalt. Sie hatte zuletzt u. a. das virtuelle Landesmuseum auf den Weg gebracht, das eine Vorreiterrolle bei der Digitalisierung von musealen Kulturgütern einnimmt. Unterstützt vom Museumsverband rollt die Stiftung dieses Projekt landesweit aus, sodass sich inzwischen 50 Museen aus Mecklenburg und Vorpommern beteiligen.

Schwerin - 01.06.2018
Quelle: Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur


Oberbürgermeister dankt für erfolgreiche Zusammenarbeit

Schwerins Oberbürgermeister Rico Badenschier hat anlässlich des 45-jährigen Bestehens die Zusammenarbeit zwischen der Stiftung Mecklenburg und den Kultureinrichtungen der Landeshauptstadt als Erfolgsmodell gewürdigt. Die 1973 in Ratzeburg gegründete Stiftung ist seit 2009 im Schleswig-Holstein-Haus Schwerin ansässig und nutzt das historische Palais in der Schelfstadt gemeinsam mit dem

städtischen Kulturforum. „Die Stiftung Mecklenburg ist ein zuverlässiger Partner des Kulturbüros und anderer städtischer Kultureinrichtungen. Wir kooperieren bei vielen Ausstellungen, die Bezug zur Stadt- und Landesgeschichte haben und arbeiten auch bei den Literaturtagen, den Kulturnächten und in der konzeptionellen Arbeit eng zusammen.“

Die Zusammenarbeit entfaltet aber auch ganz praktische Synergien: Fast alle Investitionen der Stadt in das Schleswig-Holstein-Haus konnten in den letzten Jahren nur durch die Unterstützung der Stiftung Mecklenburg umgesetzt werden, so der Fahrstuhl und ein Treppenlift zur barrierefreien Erschließung des historischen Gebäudes, die Neugestaltung eines besucherfreundlichen Foyers oder die Anschaffung der LED-Ausstellungsbeleuchtung.

Schwerin - 01.06.2018
Quelle: Pressestelle Landeshauptstadt Schwerin