Glasfaserausbaustrategie für Schwerin


Stadtwerke stellen Glasfaserausbaustrategie für Schwerin vor

Investitionsprogramm für schnelles Internet im Stadtgebiet

Die Stadtwerke Schwerin planen, den Ausbau des schnellen Internet im Stadtgebiet aktiv voranzutreiben und haben dazu dem Hauptausschuss der Stadtvertretung ein Glasfaserkonzept vorgelegt. Die Investitionen sollen sowohl den Schweriner Gewerbetreibenden als auch den Einwohnern der Stadt zugutekommen. Darüber hinaus sollen auch die Schweriner Schulen dadurch erheblich profitieren.

Das Glasfaserkonzept stellt die technischen und wirtschaftlichen Aspekte des Ausbaus und die damit verbundenen strategischen Möglichkeiten dar. Die Stadtwerke nutzen schon seit einigen Jahren die Chance, als Medienversorger für Strom, Gas, Wärme und Wasser, bei den Straßenbaumaßnahmen in der Stadt, Leerrohre für die Glasfaserschließung mitzuverlegen. Daraus entstehen erhebliche Synergien, denn 80 Prozent der Kosten bei der Glasfasererschließung sind Tiefbaukosten.

Glasfaser

Solche Leerrohrsysteme werden bei Tiefbauarbeiten von den Stadtwerken mit verlegt, um Haushalte, Unternehmen und Schulen an das Glasfasernetz anzuschließen. © SWS GmbH


„Eine gut funktionierende Breitbandversorgung hat heute den gleichen Stellenwert wie die Elektrizität oder Schienennetze vor einem Jahrhundert. Schnelles Internet ist derzeit und auch zukünftig ein enorm wichtiger Standortfaktor für Schwerin und die Region“, betont Stadtwerke-Geschäftsführer Dr. Joseph Wolf.

Bund und Land haben viel Geld in die Hand genommen, um das Glasfasernetz im ländlichen Raum zu entwickeln. Gefördert werden dort aber nur die Gebiete, die nicht mit den von der Breitbandinitiative des Bundesverkehrsministeriums versprochenen 50 Megabit versorgt werden können. Das ist in den Städten nur selten notwendig. Hier sichert die bestehende Netzstruktur aus Kupferkabeln dieses bescheidene Minimalziel. Dies bedeutet aber auch, dass der innerstädtische Breitbandausbau nicht mit Fördermitteln unterstützt wird.

In den vergangenen Jahren wurde von den Stadtwerken bereits unter der Marke city.kom vor allem in den Neubaugebieten das Glasfasernetz bis in die Häuser verlegt. Die Anschlussquote von anfänglich rund 50 Prozent in diesen Gebieten ist derzeit schon auf rund 80 Prozent gestiegen und zeigt, dass die Nachfrage nach qualitativ hochwertiger Bandbreite bereits heute schon enorm ist.
Die Stadtwerke werden in den kommenden drei Jahren 10 Mio. Euro in den Ausbau eines gigabit-fähigen Glasfasernetzes in Schwerin investieren, damit Unternehmen und auch private Haushalte nicht den Anschluss an die Gigabit-Gesellschaft verpassen.

Der Schwerpunkt liegt neben den Erschließungsgebieten im Innenstadtbereich, wo bei den Straßensanierungen der vergangenen Jahre bereits die erforderlichen Leerrohre bis ins Haus oder an die Grundstücksgrenze verlegt wurden. Damit Glasfaser nun auch bis in jede einzelne Wohnung gelangt, haben die Stadtwerke Schwerin den Hauseigentümern in ersten Straßen der Werdervorstadt und der Schelfstadt attraktive Angebote unterbreitet.

Auch das öffentliche city.WLAN, welches die Stadtwerke nun seit über einem Jahr im Schweriner Innenstadtbereich betreiben, wird seine Antennenstandorte verdoppeln. Hier hat jeder die Möglichkeit eine Stunde pro Tag im Internet zu surfen. city.kom-Kunden der Schweriner Stadtwerke werden in Kürze das city.WLAN unbegrenzt mit bis zu fünf Geräten, also mit der ganzen Familie, nutzen können. Hierfür richten die Stadtwerke Schwerin gerade ein extra gesichertes Netz mit separatem Zugang ein.

Schwerin - 21.02.2018
Quelle: Pressestelle Landeshauptstadt Schwerin