Baumaßnahmen zur Sanierung der A20 beginnen


A 20: zusätzliche Haushaltsmittel für Planungsleistungen bestätigt

Die Instandsetzung der A 20 bei Tribsees einschließlich der umgesetzten und noch umzusetzenden Zwischenlösungen wird nach aktuellen Schätzungen der Straßenbauverwaltung des Landes über 100 Millionen Euro kosten. Der Bund hat bereits zugesagt, dem Land Mecklenburg-Vorpommern die Mittel für die Instandsetzung zur Verfügung zu stellen.

Das Land verwaltet die Bundesfernstraßen im Auftrag des Bundes. Der Bund trägt die Ausgaben aus der Wahrnehmung der Straßenbaulast. Das Land erbringt die erforderlichen Planungsleistungen für die Vorbereitung und Durchführung der Bauvorhaben.

Der Finanzausschuss des Landtages hat heute den erforderlichen Mehrausgaben für Planungsleistungen im Zusammenhang mit der A 20 in Höhe von vier Millionen Euro für das Jahr 2018 zugestimmt. Infrastrukturminister Christan Pegel zeigte sich erfreut: „Mein ausdrücklicher Dank gilt dem Finanzausschuss und den Regierungskoalitionsfraktionen für Ihr schnelles Mitwirken und ihre Hilfe. Wir haben das Ziel, den beschädigten Autobahnabschnitt so schnell wie möglich wieder befahrbar zu machen. Mit der nun bestätigten Verstärkung unseres Haushaltstitels sind die dafür notwendigen Planungsausgaben in diesem Jahr gesichert.“

Zur Vorbereitung und Durchführung der baulichen Maßnahmen muss das zuständige Landesamt für Straßenbau und Verkehr eine Vielzahl von Planungsaufträgen abschließen. Dazu zählen Vermessungsarbeiten, Baugrunduntersuchungen, Umweltuntersuchungen, Planungen für Verkehrsanlagen, Ingenieurbauwerke, Tragwerksplanungen sowie Leistung der Bauüberwachung. Aufgrund des unvorhergesehenen Auftretens der Schäden auf der A 20 und der nun notwendigen Baumaßnahmen sind diese Mehrbedarfe jedoch nicht im Haushalt 2018/2019 des Infrastrukturministeriums abgebildet. Die im Haushalt derzeit zur Verfügung stehenden Mittel für Planungen zur Vorbereitung und Durchführung von Baumaßnahmen an Autobahnen sind für andere, geplante Maßnahmen vorgesehen.

Das Infrastrukturministerium hatte daher das Finanzministerium um die Bereitstellung zusätzlicher Mittel in Höhe von vier Millionen Euro für das Jahr 2018 aus dem Landeshaushalt gebeten. Damit sollen die in diesem Jahr anfallenden zusätzlichen Ausgaben für Planungsleistungen abgedeckt werden. Aufgrund des Überschreitens der Grenze von drei Millionen Euro war hierfür gemäß Haushaltsgesetz des Landes die Zustimmung des Finanzausschusses des Landtages einzuholen. Dieser hat heute dem entsprechenden Antrag des Finanzministeriums auf Verstärkung des Ausgabetitels „Planungsleistungen für Bundesautobahnen“ in Höhe von vier Millionen Euro zugestimmt.

Insgesamt wird der zusätzliche Finanzbedarf in den Jahren 2018 bis 2020 für die Erbringung der Planungsleistungen für die Instandsetzung der A 20 einschließlich der Übergangslösung auf 9,8 Millionen Euro geschätzt.

Schwerin - 01.03.2018
Quelle: Ministerium für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung


Bund und Land Hand in Hand für schnelle Lösung an der A20 bei Tribsees

Der geschäftsführende Bundesverkehrsminister Christian Schmidt wird sich am kommenden Donnerstag (1. März 2018) gemeinsam mit Mecklenburg-Vorpommerns Infrastrukturminister Christian Pegel vor Ort ein Bild von der eingestürzten Autobahn bei Tribsees machen.

„Dieser Besuch zeigt, wie wichtig es auch dem Bund ist, die wichtigste Ost-West-Achse unseres Bundeslands möglichst schnell wieder befahrbar zu machen. Erste Gespräche gab es bereits im Oktober, als sich das Ausmaß der Setzungen abzuzeichnen begann“, sagt Christian Pegel. Das Ministerium in Berlin – in dessen Auftrag als Eigentümer das Land die Autobahn verwaltet – habe von diesem Zeitpunkt an konsequent jegliche fachliche und finanzielle Unterstützung nicht nur zugesagt, sondern auch gewährt.

Anfahrtshinweis: Aus Richtung Rostock kommend an der Behelfsabfahrt vor der Schadensstelle der Umleitung Richtung Stettin folgen bis zum Kreisverkehr, an dem der Verkehr wieder auf die A20 geleitet wird. Dort im Kreisel in Richtung Autobahnauffahrt Stettin/Stralsund fahren und bei der Auffahrt die gesperrte Spur, beschildert mit „Durchfahrtsverbot - für Baufahrzeuge frei“ benutzen. Mitarbeiter des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr werden dort den Weg weisen. Aus Richtung Stettin kommend ebenfalls auf den Kreisel abfahren und dann wie oben beschrieben.

Schwerin - 28.02.2018
Quelle: Ministerium für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung


Neue Übergangslösung für A20-Baustelle bei Tribsees


Die eingestürzte Autobahn bei Tribsees wird für die Dauer der Instandsetzung des Straßendamms provisorisch überbrückt. Mit Hilfe von Behelfsbrückenelementen soll der Straßendamm westlich der Trebeltalbrücke auf seiner gesamten Länge von ca. 700 Metern so wieder einspurig in jede Richtung befahrbar gemacht werden. Die Behelfsbrücke wird auf der südlichen Fahrbahn (Richtung Stettin) errichtet. Die Straßenbauverwaltung rechnet mit einer Realisierung noch im Verlauf dieses Jahres. Zur Zeit läuft die Ausschreibung für die Brückenelemente.

A 20 bei Tribsees

Visualisierung der Behehlfsbrücke

„Mit dem Rückführen des Verkehrs auf die Autobahntrasse werden nicht nur die Menschen an den bisherigen Umleitungsstrecken entlastet. Diese Lösung wird auch den Verkehrsfluss verbessern und trägt zudem schon zur endgültigen Instandsetzung des Autobahndamms bei“, sagt Infrastrukturminister Christian Pegel. Die Behelfsbrücke wird auf großen Bohrpfählen gegründet, auf denen später auch das zu erneuernde Autobahnteilstück ruhen soll. „Das spart Zeit und Kosten bei der endgültigen Instandsetzung. Und wir gehen davon aus, dass wir mit der Behelfsbrückenlösung deutlich früher fertig sein werden, als wir es mit dem Ableiter können“, fügt Pegel hinzu.

„Wir hatten ganz zu Beginn bereits auf eine Behelfsbrückenlösung im Bereich der Schadstelle gesetzt, konnten diese aber wegen der unzureichenden Stabilität des Damms nicht realisieren“, erläutert Pegel. Daraufhin rückte die Wiedereinrichtung der alten Baustraße, des so genannten Ableiters, in den Fokus. „Aufgrund der Schwierigkeiten beim Grundstückserwerb ist jedoch nach wie vor unklar, ob und wie schnell sich dieser realisieren ließe. Mittlerweile gehen wir davon aus, dass er nicht vor 2019 in Betrieb genommen werden könnte“, so der Minister.

Nach intensiven Untersuchungen und Recherchen ist es dem Landesamt für Straßenbau und Verkehr gelungen, ein machbares Konzept für eine neue Behelfsbrückenlösung, jetzt über die gesamte Dammlänge, zu entwickeln. „Die Ausschreibung der benötigten Brückenelemente ist bereits erfolgt. Die Angebote sollen Anfang März vorliegen.“ Bis Ende März sollen zudem die Angebote für die Gründung der Behelfsbrücke eingegangen sein. „Dieser Auftrag wird in den kommenden Tagen ausgeschrieben“, so Pegel.

Die Ergebnisse dieser Ausschreibungen werden zeigen, wie teuer diese Variante wird. „Ich gehe aber davon aus, dass diese Brückenlösung deutlich günstiger wird als der Bau des Ableiters, für den wir inzwischen bis zu 15 Millionen Baukosten einkalkuliert haben“, sagt Christian Pegel. „Hauptargument für unsere Entscheidung zugunsten dieser Variante ist aber die voraussichtlich schnellere Umsetzbarkeit sowie der bessere Verkehrsfluss.“

Zu den praktischen Auswirkungen für die Autobahnnutzer erläutert Ronald Normann, Leiter der Autobahnabteilung des Landesamtes: „Nach der Fertigstellung der Behelfsbrücke kann der Verkehr auf einer Spur je Richtung über die beschädigte A 20 rollen. Parallel wird die Richtungsfahrbahn Rostock mit Hilfe einer Brückenlösung instandgesetzt. Nach der Fertigstellung der ersten Brückenhälfte wird der Verkehr auf diese verlegt und dann die Richtungsfahrbahn Stettin in gleicher Weise instandgesetzt.“

Christian Pegel hofft, dass der Verkehr zum Ende dieses Sommers so wieder über die A 20 rollen kann. „Es gibt noch viele Unwägbarkeiten. Wir müssen vor allem die Ausschreibungsergebnisse für die Gründungsarbeiten abwarten. Aber wir wollen möglichst schnell vorankommen.“

Schwerin - 27.02.2018
Quelle: Ministerium für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung

 


Heute (19.02.2018) beginnen erste vorbereitende Baumaßnahmen im Bereich westlich der Trebeltalbrücke auf der A 20. Diese vorbereitenden Maßnahmen sollen Zufahrtsmöglichkeiten schaffen für die später folgenden Arbeiten zum Rückbau des in Teilbereichen abgesackten Damms.

Ein großer Kettenbagger beginnt mit dem Rückbau des Straßendamms am Widerlager der Trebeltalbrücke. Im Laufe der Woche wird ein weiterer Bagger hinzukommen. Auch werden ab heute im Bereich des Straßendamms die gesamten Schutzplanken abgebaut.

Bei diesen Maßnahmen handelt es sich um Bauarbeiten zur Vorbereitung des Rückbaus des gesamten Straßendamms, der auf CSV-Säulen gegründet ist. Die europaweite Ausschreibung für den Rückbau des Damms läuft zurzeit.

Verkehrsminister Christian Pegel wird heute Nachmittag um 15 Uhr vor Ort sein, um sich einen Überblick zu verschaffen.

Schwerin - 19.02.2018
Quelle: Ministerium für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung


A 20: Aufträge für Behelfsbrücke und Dammrückbau vergeben

Nach Ostern beginnt an der Autobahn 20 bei Tribsees der Rückbau des beschädigten Straßendamms. Zunächst wird die Baustelle eingerichtet. Voraussichtlich ab der zweiten Aprilwoche werden dann Asphalt- und darunterliegende Schichten abgetragen und auch die infolge des Grundbruchs gelösten Asphaltschollen geborgen. Der Auftrag wurde per Ausschreibung an eine Baufirma aus Grimmen vergeben. Das Auftragsvolumen beträgt 1,4 Millionen Euro.

Das Landesamt für Straßenbau und Verkehr hat auch den Auftrag für Lieferung, Aufbau, Miete und Abbau der Behelfsbrücke erteilt, die die Autobahn während der mehrjährigen Instandsetzung der A20 auf einer Spur pro Richtung befahrbar machen soll. Er wurde an das Tochterunternehmen einer niederländischen Firma vergeben, die ausschließlich Behelfsbrücken in Deutschland anbietet (Auftragsvolumen 12,2 Millionen Euro). Die Brückenelemente sollen voraussichtlich Mitte des Sommers geliefert und installiert werden.

„Damit sind wir unserem ehrgeizigen Ziel, bis Ende des Sommers die Behelfsbrücke in Betrieb nehmen zu können, ein ganzes Stück nähergekommen“, sagt Infrastrukturminister Christian Pegel, weist aber darauf hin: „Zuvor muss die Konstruktion für die Verankerung der Brücke im Boden mit Hilfe von Bohrpfählen installiert werden. Die EU-weite Ausschreibung für diesen Auftrag läuft noch bis 27. März 2018.“ Angestrebt ist, diesen Auftrag bis Ende April zu erteilen.

Außerdem wurde an eine Firma aus Schleswig-Holstein der Auftrag für Ausgleichsmaßnahmen vergeben. Sie wird als Kompensation für die Eingriffe in Folge des A20-Schadens Otterleiteinrichtungen an den Landesstraßen 19 und 23 installieren. Diese Maßnahme wurde mit den Naturschutzverbänden und der unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Vorpommern Rügen abgestimmt.

Schwerin - 23.03.2018
Quelle: Ministerium für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung