„Europa neu denken!?“ in Grimmen


Ministerin Birgit Hesse (SPD): An den Schulen soll es am Europa-Tag einen Projekttag geben

Der 11. Jahreskongress zur politischen Bildung in Mecklenburg-Vorpommern stand ganz im Zeichen von Europa. In Vorträgen und Workshops im Kulturhaus Treffpunkt Europas in Grimmen ging es um die Frage, ob wir immer noch dasselbe meinen, wenn wir von Europa sprechen. Veranstaltet wurde der Kongress von der Landeszentrale für politische Bildung und dem Landesverband der Deutschen Vereinigung für Politische Bildung. Bildungsministerin Birgit Hesse hat den Kongress eröffnet.

„Wenn es um die Werte und Errungenschaften geht, die Europa verkörpert, dann muss man gerade in Deutschland den Blick nicht allzu weit zurückwerfen: Denn die Wiedervereinigung von Ost und West 1990 war keine ausschließlich deutsch-deutsche Leistung, sondern wäre ohne den gleichzeitigen, vertieften europäischen Einigungsprozess nicht denkbar gewesen“, sagte Bildungsministerin Birgit Hesse. „Als bekennende Europäerin halte ich es für wichtig, sich selbst und anderen das hin und wieder bewusst zu machen. Dies ist einer positiven Grundhaltung gegenüber Europa sicherlich genauso zuträglich wie der Umstand, dass wir unter seinem Dach seit Jahrzehnten in Frieden, Demokratie und Wohlstand leben“, so Hesse.

Mit Blick auf das kommende Jahr machte Bildungsministerin Birgit Hesse auf die anstehenden Wahlen aufmerksam und warb schon heute um eine hohe Wahlbeteiligung. Im kommenden Jahr lägen Europa und die demokratischen Prozesse vor unserer Haustür dicht beieinander.

„Wenn am 26. Mai 2019 das Europaparlament gewählt wird, finden hier bei uns parallel die Kommunalwahlen und voraussichtlich auch die erste Volksbefragung zur Absenkung des Wahlalters auf 16 Jahre statt. An den Schulen soll es deshalb bereits am 9. Mai – dem Europa-Tag – einen landesweiten Projekttag geben, bei dem es vor allem um das Thema ‚Wählen ab 16‛ gehen soll“, erläuterte Ministerin Hesse. „Grundlage einer Wahlentscheidung sollte immer politische Bildung sein, die eben auch Kenntnisse über die Europäische Union vermittelt: zumal deren Politik durchaus spürbare Auswirkungen bis hinein in die regionale Entwicklung der einzelnen Bundesländer hat.“

Schwerin - 20.09.2018
Quelle: Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur