Frisch gedruckt: "Stralsunder Denkmale" Heft Nr. 5


Lebens- und Wohnverhältnisse in sieben Jahrhunderten


Mit dem nunmehr fünften Heft aus der Reihe Stralsunder Denkmale stellt die Untere Denkmalschutzbehörde der Hansestadt Stralsund jetzt ein wichtiges Kapitel der Stralsunder Baugeschichte vor.

In Text und Bild erhält der Leser dabei einen Einblick in die Lebens- und Wohnverhältnisse Stralsunder Bürger aus den verschiedenen Epochen der Stadtgeschichte vom 14. bis zum frühen 20. Jahrhundert. Die unterschiedlichsten Wand- und Deckendekorationen wie Malereien, Tapeten oder Stuck berichten vielfältig nicht nur über den persönlichen Geschmack, sondern auch über den sozialen Status, die Bildung und mitunter die Glaubensvorstellungen der Auftraggeber derartiger Raumgestaltungen. Außerdem werden mit den überlieferten Arbeiten auch das Können und die beruflichen Fähigkeiten der damaligen Handwerker und die die sich wandelnden Moden fassbar.

Stralsunder Denkmale

Das neueste Heft aus der Schriftenreihe "Stralsunder Denkmale" ist das inzwischen fünfte. (Foto: Pressestelle Hansestadt Stralsund)


Die vorliegende Publikation entstand im Ergebnis der Auswertung einer fast zwanzigjährigen Erfassung der altstädtischen Hausinterieurs im Auftrag der Stralsunder Denkmalschutzbehörde. Fast 300 Häuser wurden durch die Kunsthistorikerinnen Sabine Kahle und Friederike Thomas auf ihre Ausstattungselemente hin untersucht und diese in Schrift und Bild dokumentiert. Umfassende Auswertungen der reichen archivalischen Nachrichten runden das Bild der Stralsunder Wand- und Deckendekorationen ab.

Das im Stralsunder Druck- und Verlagshaus Kruse erschienene neue Heft aus der Denkmalreihe gliedert sich im Wesentlichen in die Bereiche Raumdekorationen bis ca. 1700, Wanddekorationen des 18. bis frühen 20. Jahrhunderts (inklusiver Anmerkungen zu damaligen Malern und Tapetenmanufakturen in Stralsund) und stellt eine Auswahl entsprechender Wandfassungen in Bürgerhäusern auf der Altstadtinsel vor. Weiterhin wird in einem Exkurs eine erste Zusammenfassung zum Stralsunder Maleramt des 14. bis Ende des 17. Jahrhunderts gegeben.

Die drei Autoren Sabine Kahle, Gunnar Möller und Friederike Thomas möchten mit der vorliegenden Publikation, die erstmalig für Mecklenburg- Vorpommern die Zeugnisse der historischen Wohnkultur einer ganzen Stadt vorstellt, sowohl interessierte Einwohner und Gäste als auch Fachleute auf den reichhaltigen Bestand an Raumgestaltungen in der Welterbestadt Stralsund aufmerksam machen.

"Diesmal haben wir etwas anders gemacht. Neben den Fußnoten sind jetzt auch Quellenangaben aufgezeigt, sodass sich auch Fachleute einen Überblick verschaffen können", sagt Autor Gunnar Möller.

Das 126 Seite umfassende und reich bebilderte Heft ist ab sofort für 12,90 Euro direkt im Stralsunder Druck- und Verlagshaus Kruse, Frankenstraße 53, zu bekommen, per Email dort zu bestellen: bestellung@mv-druck.de oder auch im Buchhandel zu bekommen - die ISBN-Nummer lautet 978-3-95872-049-7.


Präsentation der neuen Ausgabe der „Stralsunder Hefte“


Am 11. September um 19 Uhr präsentieren das Stadtarchiv Stralsund, die Kreisvolkshochschule Vorpommern-Rügen und das Druckhaus Kruse die neue Ausgabe der "Stralsunder Hefte für Geschichte, Kultur und Alltag". Im Rahmen der Präsentation spricht Dr. Gaby Huch aus Berlin zum Thema: „Rügen, Putbus, Stubbenkammer und Arkona sind herrliche Punkte. Der Besuch des Preußenkönigs Friedrich Wilhelm III. in Neuvorpommern 1820“. Die Herausgeber feiern dieses Jahr ein kleines Jubiläum, denn es ist die 10. Ausgabe der Publikation. Deshalb erscheint in diesem Jahr ein Doppelheft. Die Veranstaltung findet in der Kreisvolkshochschule am Tribseer Damm 76 statt. Alle Interessenten sind dazu recht herzlich eingeladen.

Band 1 der Jubiläumsausgabe:
A4 Hochformat, 90 Seiten Inhalt
ISBN: 978-3-95872-061-9
Preis: 9,50 €

Band 2 der Jubiläumsausgabe:
A4 Hochformat, 74 Seiten Inhalt
ISBN: 978-3-95872-062-6
Preis: 9,50 €

Stralsund - 30.08.2018
Quelle: Pressestelle Hansestadt Stralsund