Grabkapelle auf St. Jürgen Friedhof wird gesichert


Am Montag (25. Juni) beginnen auf dem Stralsunder St. Jürgen Friedhof dringend notwendige Arbeiten zur Notsicherung einer Grabkapelle, die sich in einem dramatisch schlechten Zustand befindet. Fehlende Dächer über den Gewölben haben zu starken Feuchteschäden geführt, das Gewölbemauerwerk ist ebenfalls bereits geschädigt. Mit dieser Notsicherung soll ein weiteres Eindringen von Nässe in das Gebäude verhindert werden. Notdächer mit ausreichenden Dachüberständen über die Außenwände und die Schaufassade stellen sicher, dass eine kontrollierte Wasserableitung oberhalb der Gewölbe erfolgt.

Stralsund - St. Jürgen Friedhof

Grabkapelle (Foto: Pressestelle Hansestadt Stralsund)


Den bereits starken Pflanzenbewuchs kürzt eine beauftragte Firma behutsam ein, Schutt und Abfall werden aus der Kapelle entfernt. Aufgabe ist es zudem, den Zugang, Teile der Giebelflächen des Dachstuhls, der Seitendächer, die Fehlstelle im Gewölbemauerwerk sowie vorhandene obere Öffnungen zu verschließen.

Die Kapelle ist mit ca. 4 mal 8 Metern die größte Grabkapelle auf dem Friedhof St. Jürgen. Sie besitzt als einzige eine Schaufassade aus rotem Sandstein im Stil der spätgotischen Kathedralarchitektur Frankreichs. Mit eben dieser aufwändig gestalteten Schaufassade stellt die Grabkapelle ein bemerkenswertes Beispiel neogotischer Grabarchitektur in Vorpommern dar. Errichtet wurde die neogotische Grabkapelle der Schwestern Rieger und der Familie Brasch nach 1870. Der Baumeister ist nicht überliefert.

Die Gesamtkosten belaufen sich auf 48.000 Euro. Das Land Mecklenburg-Vorpommern unterstützt die Arbeiten im Rahmen einer Anteilsfinanzierung zur Erhaltung von Denkmalen mit fast 16.000 Euro.

Stralsund - 22.06.2018
Quelle: Pressestelle Hansestadt Stralsund