Hauptausschusssitzung des Sportbundes


Ergebnisse der Tagung des Hauptausschusses des Sportbundes der Hansestadt Stralsund

Die Hauptausschusssitzung des Sportbundes der Hansestadt Stralsund fand erstmalig im Löwenschen Saal des Rathaus statt. Hier konnten, gegenüber dem bisherigen Veranstaltungsort im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie die Mindestabstände der Teilnehmer garantiert werden.

Der Präsident des Sportbundes, Maik Hofmann konnte vor den Vertretern der Sportvereine der Stadt eine positive Bilanz der Arbeit des Präsidiums präsentieren. Dieses Präsidium wurde am 12. April 2018 gewählt und übernahm die Leitung der traditionelle Arbeit des Sportbundes, der im April seinen 30. Geburtstag beging. Im Rückblick berichtete Maik Hofmann über die Aktivitäten des Präsidiums im Berichtsjahr 2019. Das Präsidium tagte einmal monatlich und bearbeite dabei umfangreiche Themenkomplexe.

So ist der Rügenbrückenlauf fast in jeder Sitzung ein Thema, denn nach dem Rügenbrückenlauf ist vor dem Rügenbrückenlauf. Im Vorjahr gab es dafür 6.000 Anmeldungen und es gab 5.231 Finisher. Eine Zahl, die stolz macht, die aber auch zusätzliche Planungen für die Zukunft mit sich bringt, denn gerade im Start- und Zielbereich stößt diese Teilnehmerzahl auf Probleme. Hinzu kam für den Rügenbrückenlauf 2020 die Problematik, dass am traditionellem Start-/Zielort im Stralsunder Nordhafen bekanntlich Bauarbeiten anstehen und die abgesperrte Kaikante Flächen in Anspruch nahm.

Erstmalig fand im Jahr 2019 der Stralsund Triathlon statt. Am 31. August gingen die Einzelstarter und Staffeln auf die Strecke, die sich über eine 1,5 Kilometer lange Schwimm- und eine 40 Kilometer lange Radstrecke, und eine zehn Kilometer Laufstrecke im Norden der Hansestadt und die Gemeinde Kramerhof erstreckte. Doch bevor es soweit war gab es einen riesigen Berg an Organisationsarbeit abzuarbeiten. Die riesige Resonanz bei den Sportlern, die nicht nur aus der Umgebung oder aus unserem Bundesland kamen, zeigte das große Interesse an diesem Sport und an der Region. Neben dem Sundschwimmen und dem Rügenbrückenlauf, soll sich der Stralsund Triathlon als sportliche Großveranstaltung etablieren.
So starteten die Vorbereitungen für diese Veranstaltungen für das Jahr 2020 bereits im Vorjahr. Doch 2020 ist das Corona-Jahr und trotz aller Wünsche und Hoffnungen mussten alle Großveranstaltungen abgesagt werden. Aber die Vorbereitungen waren nicht umsonst, sondern sie werden für das Nachholen der Veranstaltungen im Jahr 2021 genutzt.

Im Bericht des Präsidiums an den Hauptausschuss berichtete Maik Hofmann über die neue Sportförderrichtlinie, die erarbeitet wurde und die den Sportbund befähigt, allen Sportvereinen eine finanzielle Unterstützung zu gewähren und die auch noch mehr Transparenz in die Umsetzung der Förderungen ermöglicht.

Im Bericht des Präsidiums nahm auch die Zusammenarbeit des Sportbundes der Hansestadt mit der Stadtverwaltung einen breiten Raum ein. So konnte die neue Leiterin des Amtes für Amt für Schule und Sport, Dr. Sonja Gelinek, zu einer Präsidiumssitzung begrüßt werden. Dieses Treffen diente nicht nur zum Kennenlernen, sondern es wurden verschiedenen Themen angesprochen, bei denen eine gute Zusammenarbeit zwischen Sportbund und Stadt unablässig ist.

Diese Zusammenarbeit hatte dann am 4. Februar diesen Jahres einen ersten Höhepunkt. Im Rathaus fand die 1. große Runde des Sports statt. Hier ging es in erster Linie um den Austausch und die Kommunikation zwischen allen Vereinen und Sporttreibenden untereinander sowie mit der Stadtverwaltung zu ermöglichen, die Beteiligung zu fördern und über die aktuellen Planungen und Projekte zu informieren. Diese Veranstaltung fang großen Anklang. Es wurden in der Diskussion zahlreiche Fragen erörtert und Lösungen bei Problemen entweder gleich aufgezeigt bzw. in die Bearbeitung gegeben. Die Teilnehmer waren sich einig, dass die große Runde des Sports eine Regelmäßigkeit erfahren sollte.

Nachdem Präsidiumsmitglied Elke Glasow den Finanzbericht während der Hauptausschusssitzung vorgestellt hat und dieser auch bestätigt wurde, wurden zwei Anträge des Präsidiums an den Hauptausschuss gestellt.

Für die Vereine der Stadt heißt es zu Wettkämpfen an Wochenenden, vielfach auswärts anzutreten und die Problematik des Transfers rückt immer in den Mittelpunkt. Hochachtung gilt diesbezüglich vielen Eltern und Übungsleitern, die mit Privat-Pkw den Transport der Sportlerinnen und Sportler ehrenamtlich organisieren. Doch nicht immer ist dies möglich, und nun wurde die Idee geboren, dass der Sportbund einen Kleinbus anschafft und dieser dann von den Vereinen für ihre Fahrten gemietet werden kann. In der Diskussion zu diesem Thema wurde Bedenken über finanzielle Risiken und dem Ablauf des Nutzungsmanagement geäußert. In der Abstimmung wurde sich gegen die Anschaffung eines solchen Busses entschieden.

Anders hingegen beim zweiten Antrag. Hier geht es um die möglich Zukunft der Jahn-Sportstätte als Haus des Sports. Mit der Zustimmung zum Antrag wurde das Präsidium beauftragt, mit der Verwaltung der Hansestadt Stralsund Gespräche aufzunehmen, wie eine mögliche Verwaltung und Organisation eines solchen Hauses künftig aussehen könnte.

Sportbundpräsident Hofmann benannte diesen Punkt auch als einen zentralen in Bezug auf die bevorstehende Arbeit des Vorstandes im Jahr 2020/2021. Des Weiteren sind natürlich die Vorbereitungen für die eingangs erwähnten Großveranstaltungen ein Arbeitsschwerpunkt. Auch Überlegungen und Konzepte zu Sportklassen und Sportschulen ähnlichen Strukturen sollen in die Präsidiumsarbeit einfließen. Die Schaffung einer Übungsleiterplattform und die weitere Konkretisierung der Sportstättenentwicklungsplanung sind ebenfalls zentrale Punkte in der künftigen Präsidiumsarbeit.

Stralsund - 10.07.2020
Quelle: Sportbund der Hansestadt Stralsund