Kleines Unternehmen mit großen Herausforderungen


Unternehmensbesuch des Oberbürgermeisters


„Eigentlich habe ich nur ein neues Büro gesucht und plötzlich war ich mittendrin bei der Verschönerung der Straße und des Stadtteils.“ Der das sagt, ist Thomas Ziegenhagen, Chef seines eigenen Bauunternehmens am Tribseer Damm. Genau dorthin führte Oberbürgermeister Alexander Badrow der jüngste Unternehmensbesuch. Ziegenhagen gründete das Unternehmen 1995, zunächst mit einem Partner, hat es dann 1997 in ein Einzelunternehmen umgewandelt. Aktuell hat es sieben Mitarbeiter.

Mit Blick auf die Auftragslage sagte Firmenchef Ziegenhagen, dass die gut sei, er gar nicht alle Aufträge annehmen könne, weil einfach das Personal fehlt, vor allem der Nachwuchs im Maurergewerbe. Er wünscht sich, "dass das Maurerhandwerk hinsichtlich der Berufswahl von Jugendlichen wieder eine größere Lobby bekommt."

Neben großen und kleinen Aufträgen hat sich sein Unternehmen vor Jahren auch ein eigenes großes Bauprojekt gesucht - seinen heutigen Wohnkomplex am Tribseer Damm. Die Gewerbeeinheit, früher als Fleischer und Milchladen bekannt, sollte aus Gründen des Denkmalschutzes erhalten werden und wird nun als Büro genutzt. Beide Häuser, 1909 bzw. 1917 erbaut, waren zum Teil in besorgniserregendem Zustand. Dennoch hat er dieses Großprojekt angefasst und auch als erfahrener Bauunternehmer einige schlaflose Nächte verbracht.
Oberbürgermeister Badrow sagte beim Betrachten der alten Bilder: „Da braucht man ganz schön viel Fantasie, um zu sehen, dass daraus was werden kann." Thomas Ziegenhagen stimmt zu, man "braucht nicht nur eine Idee sondern auch ganz viel Mut, um solche Objekte anzupacken". Beide Häuser sind inzwischen fertiggestellt, das Büro ist eingerichtet und die Wohnungen sind alle vermietet.

Stralsund - Fa. Ziegenhagen

Auf dem Hof zwischen Stadtscheune und beiden sanierten Häusern am Tribseer Damm v.l.n.r.: Peter Fürst, Leiter der Wirtschaftsförderung, Annette und Thomas Ziegenhagen sowie Oberbürgermeister Alexander Badrow. (Foto: Pressestelle Hansestadt Stralsund)


Eine nicht weniger anspruchsvolle Baustelle befand sich gleich hinter den sanierten Häusern - eine frühere Scheune, die eigentlich abgerissen werden sollte. Auch hier schreckte das Ehepaar nicht zurück, sondern begann 2015 mit der Komplettsanierung des Gebäudes. Heute hat es sich in der Stadt als Veranstaltungslocation bereits einen Namen gemacht unter dem Titel "Stadt-Scheune". Aktuell ist das Obergeschoss der Scheune zu Büroräumen ausgebaut, die anschließend sofort vermietet waren.

Oberbürgermeister Badrow weist darauf hin, dass die Tribseer Vorstadt Sanierungsgebiet wird. "Sie hat eine zentrale Lage und wird sich zu einem attraktiven Stadteingang von Westen entwickeln", schaut er in die Zukunft des Stadtteils mit ca. 5.500 Einwohnern. Dabei sind schon jetzt sanierte Häuser praktisch die Vorreiter.

Stralsund - 18.10.2018
Quelle: Pressestelle Hansestadt Stralsund