Kostenloser ÖPNV


Auch für alle Schüler - für Vorpommern-Rügen


Landratskandidat Dr. Stefan Kerth fordert in der aktuellen Diskussion um den Vorschlag der Bundesregierung eines kostenlosen Nahverkehrs, diese auch auf ländliche Regionen auszuweiten und schlägt den Landkreis Vorpommern-Rügen als Modellregion vor.

Der Vorschlag aus dem Bund soll akuten Umweltbelastungen in den Großstädten entgegenwirken. Kerth hält das für richtig, wirft dem Bund aber vor, Symptome zu heilen, anstatt über Ursachen nachzudenken. Das Problem liege in der ungleichmäßigen Entwicklung städtische und ländlicher Gebiete.

Anstatt das ungebremste Wachstum der Metropolen zu fördern, müssen praktische Schritte unternommen werden, die die Flucht in die Metropolen zu einer Bewegung in die Fläche umkehren:

„Ich trete dafür ein, dass mehr darüber nachgedacht wird, wie man die Klein- und Mittelstädte mit den ländlichen Umlandräumen attraktiver machen kann. In die Metropolen fließen Milliarden, um die vielfältigen Probleme in den Griff zu bekommen. Kaum erwogen wird, sich die ländlichen Räume Milliarden kosten zu lassen, damit der Druck auf die Zentren mit all den dadurch auftretenden Problemen wie Umweltbelastungen und Wohnungsnot gar nicht entstehen oder gemildert werden. Anstatt lösbare Probleme in ländlichen Umlandräumen zu lösen (bezahlbare Wohnungen etc.), verstärken sich unlösbare Probleme in den Metropolen.“

Die Mobilität im ländlichen Raum sei dafür ein wesentlicher Faktor. Daher müsse der Bund seine Strategie überdenken.

„Ein kostenloses oder sehr günstiges Ticket würde unseren Landkreis in gesellschaftlicher, gäste- und umweltfreundlicher Hinsicht nach vorne katapultieren“, so Kerth. „Allerdings ist mir bewusst, dass es bei uns vorrangig um den Ausbau eines Nahverkehrsnetzes und engere Taktzeiten geht. Mit finanzieller Unterstützung des Bundes sehe ich da eine echte Chance.“

Damit wäre auch die langwierige Debatte um die kostenlose Schülerbeförderung vom Tisch.

Barth - 16.02.2018
Quelle: SPD Kreisverband Vorpommern-Rügen