Mehr als nur breite Türen ...


Nach dem Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung


Der vor wenigen Tagen begangene Europäische Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung gibt immer wieder neu Anlass, sich mit dem allgemeinen Selbstverständnis zu diesem Thema auseinanderzusetzen.

Petra Breuer

(Foto: Privat)

Die Zahlen und Fakten sprechen hierbei für sich: Mehr als 7,5 Millionen Menschen leben in Deutschland mit einer Schwerbehinderung, weitere 17 Millionen Erwachsene sind heute schon dauerhaft in ihrem Alltag eingeschränkt - Tendenz steigend. Die bundesweit anschaulichen Fakten spiegeln sich auch in der Anzahl von Schwerbehinderten in Mecklenburg-Vorpommern wieder. 215.000 Menschen im Land sind schwerbehindert, davon leben in unserer Hansestadt 7.700 Stralsunderinnen und Stralsunder.

"Demnach stellen körperlich, geistige und seelische Behinderte auch in unserer Stadt keine Randgruppe dar, sondern sie sind längst ein signifikanten Teil unserer Kommune", so die neue Behindertenbeauftragte für unsere Stadt, Petra Breuer. "Vor diesem Hintergrund erscheint es umso wichtiger, der Frage nachzugehen, ob und wie wir Menschen mit Behinderungen in Stralsund wahrnehmen und ob es uns gelingt, eine auf Respekt basierende inklusive Lebenswelt zu schaffen. Barrierefreiheit bedeutet mehr als breite Türen. Es braucht eine intensivere Reflexion zu möglichen Behinderungen und Barrieren, zu deren Abbau oder Vermeidung."
Allen Ratsuchenden bietet die Behindertenbeauftragte Petra Breuer deshalb jeden Donnerstag in der Zeit von 9:00 bis 12:00 Uhr die Möglichkeit der offenen Beratung an. Termine können vereinbart werden per Telefon 03831- 252 821 und per E-Mail an PBreuer@stralsund.de

Stralsund - 14.05.2018
Quelle: Pressestelle Hansestadt Stralsund