Nach Sanierungsabschluss


Eigentümer zahlen Ausgleichsbetrag - je eher desto weniger


Hat jemand Besitz in einem sogenannten Sanierungsgebiet, so ist die jeweilige Kommune nach dem Baugesetzbuch (§ 154) verpflichtet, einen Ausgleichsbetrag von den Grundstücks- und Wohnungseigentümern zu erheben.

Was ist ein AUSGLEICHSBETRAG?
Ein Ausgleichsbetrag entspricht dem Wertzuwachs eines Grundstücks in einem Sanierungsgebiet, der durch die städtebauliche Erneuerung bewirkt wurde. Er ist ein anteiliger finanzieller Beitrag zu den hohen Kosten der Sanierung, die sonst von der Allgemeinheit zu tragen sind.

Wie wird der Wert ermittelt?
Die Sanierungsausgleichsbeträge werden anstelle der andernorts zu zahlenden Erschließungs- oder Straßenbaubeiträge erhoben, die im Sanierungsgebiet entfallen. Die Bemessung des Ausgleichsbetrages erfolgt auf der Grundlage einer Wertermittlung durch einen Gutachterausschuss. Der Ausgleichsbetrag ist durch die Gemeinde spätestens nach Abschluss der Sanierungsgesamtmaßnahme per Bescheid von den Eigentümern im Sanierungsgebiet zu erheben.

Alternativ besteht die Möglichkeit der freiwilligen, vorzeitigen Ablösung des Ausgleichsbetrags. Die vorzeitige Ablösung lohnt sich für den Grundstücks- oder Wohnungseigentümer: Je früher der Ausgleichsbetrag abgelöst wird, desto geringer fällt er aus.

Stralsund - Frankenvorstadt

Luftbild mit dem Sanierungsgebiet Frankenvorstadt (untere Bildhälfte) sowie darüber Franken- und Knieperteich und einem Teil der Altstadt (Foto: www.schoenes-foto.de)


Aktuell im Fokus: Sanierungsgebiet Frankenvorstadt
In Stralsund ist nicht nur die Altstadt ein Sanierungsgebiet, sondern es sind auch Teile der Frankenvorstadt. Für Mitte dieses Jahres erwartet die Hansestadt Stralsund hier die Nennung der Ausgleichsbeträge für dieses Areal durch den Gutachterausschuss des Landkreises. Danach können freiwillige Vereinbarungen zwischen den Eigentümern und der Hansestadt über die vorzeitige Zahlung des Ausgleichsbetrags abgeschlossen werden. In den ersten Monaten wird dabei ein Abschlag von 20 % auf den gutachterlich ermittelten Ausgleichsbetrag gewährt, der Abschlag reduziert sich danach alle drei Monate um 0,5 Prozentpunkte.

Praxis in der Altstadt
Im Sanierungsteilgebiet Altstadt ist der Abschluss freiwilliger Ablösevereinbarungen schon seit vielen Jahren übliche Praxis: Hier werden Ablösevereinbarungen seit Anfang 2011 angeboten, wovon zahlreiche Grundstückseigentümer Gebrauch gemacht haben.

Informationen und Kontakt
Grundstücks- und Wohnungseigentümer im Sanierungsteilgebiet Frankenvorstadt können sich ab sofort mit ihren Fragen an die Sanierungsstelle der Hansestadt Stralsund wenden, per E-Mail: LSchulz@stralsund.de bzw. per Telefon: 252 812.
Dort bekommen sie Informationen dazu, wie eine vorzeitige und damit kostengünstige Ablösung praktisch ablaufen kann.

Weitere Informationen gibt es außerdem hier: Kurzlink http://bit.ly/2FYnkYZ

Stralsund - 21.03.2018
Quelle: Pressestelle Hansestadt Stralsund