Nahverkehrsveranstaltung am vergangenen Montag


"Das Interesse war riesengroß"


Etwa 50 Bürgerinnen und Bürger waren am vergangenen Montag der Einladung der GRÜNEN Fraktionen im Kreistag Vorpommern-Rügen und der Stralsunder Bürgerschaft gefolgt, um Anregung und Kritik zum Bahn- und Busangebot im Landkreis zu äußern. Weit mehr als 60 Vorschläge wurden vorgetragen, die die Stralsunder Bürgerschaftsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen nun an Landrat Drescher herantragen wird.

Die Grünen - Bürgerdiskussion

(Foto: Kreistagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen)


„Die Gemeinden sind vom Landkreis ausdrücklich aufgefordert worden, bis zum 12. Februar Verbesserungsvorschläge zu unterbreiten, daher haben wir das öffentliche Bürgerforum am vergangenen Montag dazu genutzt, Bürgerinnen und Bürger einzubeziehen und offensichtlich ist das Interesse riesengroß“, begründete der Vorsitzende der Bürgerschaftsfraktion, Jürgen Suhr, die Initiative der GRÜNEN. Suhr forderte sowohl Landrat Drescher wie auch die Verkehrsgesellschaft Vorpommern-Rügen dazu auf, die Fahrplankonferenzen wieder einzurichten: „Das Interesse ist riesengroß und die Bürgerinnen und Bürger haben gute und konstruktive Vorschläge. Ich verstehe nicht, warum die Verkehrsgesellschaft und der Landkreis sich hier gegen die Einbeziehung der Menschen ausspricht, die den Nahverkehr auch nutzen.“

Die Grünen - Bürgerdiskussion

(Foto: Kreistagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen)


Dirk Niehaus von der Kreistagsfraktion der GRÜNEN, der den Abend moderierte, kündigte eine entsprechende politische Initiative seiner Fraktion an und verwies darauf, dass viele Vorschläge auch eine gute Grundlage für parlamentarische Initiativen der GRÜNEN Fraktionen werden könnten: „Es gibt zahlreiche Missstände. Bürgerinnen und Bürger, die über kein Auto verfügen, können das Theater oder andere kulturelle Veranstaltungen nicht besuchen, weil sie nicht mehr nach Hause kommen. Auszubildende oder Fachkräfte, die in Bereichen tätig sind, in denen die Arbeitszeiten auch einmal in den Abend hinein reichen, müssen unzumutbare Wartezeiten hinnehmen. Menschen, die die Bahn nutzen, müssen ein Extraticket kaufen, wenn sie einen Anschluss mit dem Bus brauchen, während das in anderen Städten wie etwa Rostock in der Bahnfahrkarte enthalten ist. Es sind so viele sinnvolle Verbesserungen vorgetragen worden, die vor allem auch dazu beitragen können, dass Bürger die öffentlichen Nahverkehrsmittel intensiver nutzen und das ist sinnvoll für Umwelt und Klimaschutz."

Stralsund - 08.02.2018
Quelle: Kreistagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen