Varianten zum Inselhafen Prerow


Minister informiert Bürger über Varianten zum Inselhafen Prerow

Landwirtschafts- und Umweltminister Dr. Till Backhaus wird am Freitag im Ostseebad Prerow die Ergebnisse der Untersuchungen zu verschiedenen Nutzungsvarianten für das Vorhaben „Inselhafen Prerow – Ersatzhafen für den Nothafen Darßer Ort“ vorstellen.

Der Inselhafen soll als Ersatzhafen für den Nothafen am Darßer Ort errichtet werden, um die Seenotrettung im Seegebiet mit kurzen Einsatzzeiten sicherzustellen und Schutz für Wassersportler zu bieten. In der Vergangenheit war es wiederholt zu Problemen bei den erforderlichen Unterhaltungsbaggerungen in der Hafenzufahrt gekommen, da sich der Hafen in der Kernzone des Nationalparks Vorpommersche Boddenlandschaft befindet. „Ich freue mich, den Prerower Bürgern nun die Ergebnisse der Vorplanung und Variantenuntersuchung vorstellen zu können. Die Varianten weisen eine unterschiedliche Anzahl an Sportbootliegeplätzen und verschiedene Liegeplatzmöglichkeiten für ein Fahrgastschiff auf“, sagte Minister Dr. Backhaus. Die Anzahl der Liegeplätze im Inselhafen und die Wiederbelebung des Fahrgastschiffsbetriebes auf der Ostsee vor Prerow waren der Gemeinde dabei besonders wichtig. Die Kosten für die verschiedenen Nutzungsvarianten liegen zwischen ca. 20 Mio. und 28 Mio. Euro.

Prerow - Ersatzhafen

Visualisierung Inselhafen Prerow © produktionsbüro TINUS


Die Bürgerinformationsveranstaltung beginnt am 5. Januar 2018 um 18 Uhr im „Kiek In" in der Waldstraße 42 im Ostseebad Prerow, wozu alle interessierten Bürgerinnen und Bürger sowie die Vertreter der Medien herzlich eingeladen sind.

Informationen sind unter http://www.ersatzhafen-mv.de/ zu finden (aktualisiert ab dem 04.01.2017 auch unter http://www.inselhafen-prerow.de).

Schwerin - 03.01.2018
Quelle: Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt

Prerow - Inselhafen

Ansicht des Hafen von West-Süd-West. Quelle Tinus Medien Schwerin, Visualisierung und Bild Lars Tiepolt.


Inselhafen Prerow – längste Brücke im Ostseeraum soll entstehen

Im Ostseebad Prerow hat Dr. Till Backhaus, Minister für Landwirtschaft und Umwelt interessierten Bürgerinnen und Bürgern die Ergebnisse der Variantenuntersuchung und die bevorzugte Nutzungsvariante für das Vorhaben „Inselhafen Prerow – Ersatzhafen für den Nothafen Darßer Ort“ vorgestellt.

„Mir ist wichtig zu betonen, dass sich Koalition, Landtag, Kabinett und die Prerower Bürger gemeinsam für den Neubau und den Betrieb des Hafens ausgesprochen haben. Zum Schutz und der Rettung der Menschen, die in Prerow eine lange Tradition hat, aber auch zur touristischen sowie wirtschaftlichen Aufwertung bringt das Vorhaben viele positive Effekte für Prerow und die Region mit. Das hat ein Gutachten zum wirtschaftlichen Effekt unterstrichen“, betonte der Minister.

Das Gutachten ergab, dass ein Fahrgastschiffbetrieb an bis zu 75 Tagen im Jahr wirtschaftlich erfolgreich sein kann. Es sind insgesamt regionalwirtschaftliche Effekte bis zu 380.000 € im Jahr, die zu 45 % aus den Sportliegeplätzen erwirtschaftet werden, möglich.

Im Rahmen der Vorplanung wurden 5 Nutzungsvarianten untersucht. Alle enthalten Liegeplätze für die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (Havaristenliegeplatz und Tochterboot), einen Liegeplatz für die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft und Liegeplätze für die örtlichen Fischer. Die Unterschiede zwischen den Varianten ergeben sich aus der Anzahl der Liegeplätze für Sportboote, den Möglichkeiten für Fahrgastschiffanleger und Liegeplatz sowie der Ausstattung des Hafens. Die Kosten der einzelnen Varianten liegen zwischen ca. 20 und ca. 28,8 Mio. €. Dazu kommen Kosten für den Betrieb und die Instandhaltung.

Die an der Finanzierung beteiligten Ministerien haben sich auf eine Variante verständigt. „Doch erst das Kabinett des Landes wird über die endgültige Variante entscheiden“, so Backhaus.

Die Vorzugsvariante beinhaltet:

Die Gemeinde hat am Planungsprozess mit einer Hafengruppe mitgewirkt, die sich mit konkreten Hinweisen zur Planung beschäftigt hat. „Mir ist diese Zusammenarbeit wichtig, weshalb die Gemeinde weiterhin in die Planungen einbezogen werden soll. Ich erwarte beispielsweise eine Stellungnahme der Gemeinde und des Amtes zum Variantenvorschlag. Zudem werden die Bürger, die Gemeinde und Träger öffentlicher Belange im Planfeststellungsverfahren, das in diesem Jahr beginnt, die Möglichkeit haben ihre Belange einzubringen“, sagte Backhaus. Die Vorplanung und die Variantenuntersuchungen sind nun abgeschlossen.

„Nach der Kabinettsentscheidung wird die Entwurfs- und Genehmigungsplanung abgeschlossen. Ich gehe davon aus, dass der Inselhafen 2021 in Betrieb gehen kann. Damit kommen wir nach 30 Jahren Diskussion über eine mögliche sinnvolle Alternative zum Nothafen am Darßer Ort, der immer wieder versandet, endlich zu einer sinnvollen Lösung“, äußerte sich der Minister.

Weitere Informationen finden Sie unter http://www.inselhafen-prerow.de/.

Schwerin - 05.01.2018
Quelle: Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt