Transparenzinitiative der Freien Wohlfahrtspflege


Transparenzinitiative der Freien Wohlfahrtspflege in Mecklenburg-Vorpommern

Gemeinsame Pressemitteilung des Ministeriums für Soziales, Integration und Gleichstellung und der LIGA der Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege in Mecklenburg-Vorpommern e. V.


Am heutigen Freitag (09.03.2018) fand im Ministerium für Soziales, Integration und Gleichstellung ein Arbeitstreffen von Vertreterinnen und Vertreter der Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege in Mecklenburg-Vorpommern und des Sozialministeriums zur Transparenzinitiative statt.

Gast der Sitzung war die Geschäftsführerin von Transparency International Deutschland e.V., Dr. Anna-Maija Mertens, um die „Initiative Transparente Zivilgesellschaft“ detailliert vorzustellen.

Die „Initiative Transparente Zivilgesellschaft“ wurde im Jahr 2010 von Transparency International Deutschland e.V. ins Leben gerufen. Getragen wird die Initiative neben Transparency Deutschland u.a. vom Bundesverband deutscher Stiftungen, dem Deutschen Zentralinstitut für soziale Fragen DZI und dem Deutschen Fundraising Verband. Knapp 1.000 Organisationen der Zivilgesellschaft bundesweit haben sich der Initiative inzwischen angeschlossen.

Die Unterzeichner der „Initiative Transparente Zivilgesellschaft“ verpflichten sich, im Rahmen eines für alle Organisationen gleichen Formats offenzulegen, welche Ziele ihre Organisation verfolgt, woher die Mittel stammen, wie sie verwendet werden, und wer darüber entscheidet. Sie stellen diese Informationen klar strukturiert und leicht auffindbar ins Internet und versenden diese auf Anfrage.

Kernstück der Initiative ist eine Selbstverpflichtungserklärung mit zehn definierten Informationen, z.B. dem Datum des jüngsten Bescheids des Finanzamts über die Anerkennung als steuerbegünstigte (gemeinnützige) Körperschaft, Name und Funktion wesentlicher Entscheidungsträger, Bericht über die Tätigkeit der Organisation, Personalstruktur, Mittelherkunft und -verwendung sowie gesellschaftsrechtliche Verbundenheit mit Dritten (z. B. Mutter- oder Tochtergesellschaften).

Das Sozialministerium betonte im Rahmen der heutigen Sitzung nochmals die unverzichtbare Rolle der freien Wohlfahrtspflege für die soziale Arbeit im Land. Im Ergebnis bekräftigten Ministerium und die Spitzenverbände der LIGA, die vor wenigen Wochen vereinbarte Transparenzoffensive in der Wohlfahrtspflege zügig umzusetzen. Als ersten Schritt prüfen die in der LIGA zusammengeschlossenen Spitzenverbände der Wohlfahrtspflege der „Initiative Transparente Zivilgesellschaft“ beizutreten, soweit dies noch nicht geschehen ist.

Schwerin - 09.03.2018
Quelle: Ministerium für Soziales, Integration und Gleichstellung