Architektenwettbewerb: Gerhart-Hauptmann-Gymnasium


Architektenwettbewerb zum Gerhart-Hauptmann-Gymnasium abgeschlossen – Ergebnisse ab Dienstag im Zeughaus zu sehen

Der im Oktober 2021 durch den Landkreis Nordwestmecklenburg ausgelobte nichtoffene Realisierungswettbewerb für Bewerbergemeinschaften aus Architekten/innen und Landschaftsarchitekten/innen „Sanierung und Erweiterung Gerhart-Hauptmann-Gymnasium Wismar“ wurde nach eintägiger Sitzung des Preisgerichts in der Sporthalle des Gymnasiums am 2. Februar entschieden.

Gegenstand des Wettbewerbes war die Sanierung des denkmalgeschützten Hauptgebäudes sowie der Entwurf für einen Erweiterungsbau, um die erforderlichen Raumkapazitäten für den aktuellen und künftigen Bedarf der Schule mit einer Gesamtnutzfläche von rund 3.600 m2 zu schaffen. Die Aufgabe für die Einreichenden war eine bauliche Neustrukturierung und räumliche Qualifizierung des Schulstandortes, um neue Lernkonzepte im Schulbetrieb umsetzen zu können.

Um das derzeit mangelhafte Angebot an Schul- und Pausenfreiflächen zu erweitern, beabsichtigt der Landkreis, ein etwa 3.000 m2 großes Teilgrundstück des südwestlich angrenzenden Flurstücks zu erwerben.

Ziel des Wettbewerbs war es, auf dem Grundstück Dahlmannstraße 40 in Wismar ein funktional und gestalterisch überzeugendes Schulensemble aus denkmalgeschütztem Hauptgebäude, Erweiterungsbau und bestehender Sporthalle mit einer sinnvollen Integration der Schulfreiflächen zu entwickeln. Von den Wettbewerbsteilnehmern wurden überzeugende Entwürfe erwartet, die sich mit dem besonderen städtebaulichen Umfeld ebenso wie dem denkmalgeschützten Bestand auseinandersetzen und planerische Aspekte des energieoptimierten Bauens im Sinne eines energie- und kosteneffizienten Gebäudekonzepts berücksichtigen. Insgesamt wurden 15 Beiträge für den Wettbewerb eingereicht unter denen ein Preisgericht unter Vorsitz des Lübecker Architekten Klaus-H. Petersen nach ausführlicher Diskussion einstimmig folgende Sieger kürte:

1. Preis | 55.000,- Euro
Architekt/innen:
Gössler Kinz Kerber Schippmann Architekten PartGmbh, Hamburg
Landschaftsarchitekt/innen:
BHF Bendfeldt Herrmann Franke, Landschaftsarchitekten GmbH, Schwerin

2. Preis | 25.000,- Euro
Architekt/innen:
Bewerbergemeinschaft JBSK, Dresden
JORDAN BALZER SCHUBERT Architekten PartGmbH & Kroll Architekten
Landschaftsarchitekt/innen:
Storch.Landschaftsarchitektur, Dresden

3. Preis. | 15.000,- Euro
Architekt/innen:
Atelier . Schmelzer . Weber, Architekten PartGmbH, Dresden
Landschaftsarchitekt/innen:
Querfeld Eins Landschaft | Architektur | Städtebau, Dresden

Sowie zwei gleichwertige Anerkennungen à 5.000,- Euro
Architekt/innen:
W&V Architekten GmbH, Berlin
Landschaftsarchitekt/innen:
bbz landschaftsarchitekten berlin gmbH, Berlin

Architekt/innen:
huber staudt architekten bda, Berlin
Landschaftsarchitekt/innen:
hutterreimann Landschaftsarchitektur GmbH, Berlin

Die Jury würdigt die städtebaulichen und freiräumlichen Qualitäten des Entwurfs ebenso wie die funktionale Organisation des Schulensembles, die eine sehr gute Umsetzung zukunftsfähiger pädagogischer Konzepte ermöglicht. Die Jury empfiehlt dem Auslober, die mit dem 1. Preis ausgezeichnete Arbeit zur weiteren Bearbeitung und Realisierung. Der Landkreis wird nun als Bauherr in weitere Verhandlungen mit den Preisträgern eintreten und dann dem Kreistag einen Entwurf zur Entscheidung vorlegen.

Die veranschlagten Preisgelder richten sich nach den Wettbewerbsrichtlinien der Architektenkammer MV. Bei den Preisträgern, die am Ende tatsächlich den Zuschlag erhalten, wird das Preisgeld mit der Honorarsumme verrechnet.

Entwürfe im Zeughaus zu sehen

Wer jetzt schon sehen will, kann dies in der ersten Woche der Winterferien im Wismarer Zeughaus. Vom 8. bis zum 11. Februar sind die drei Sieger-Entwürfe inklusive Modellen im Dachgeschoss der Stadtbibliothek Wismar zu den Öffnungszeiten zu sehen:

Ausstellung: Architektenwettbewerb zum Gerhart-Hauptmann-Gymnasium
8.-11. Februar

Zeughaus Wismar, Ulmenstraße 15
Di, 8.2. 10-18 Uhr
Mi, geschlossen
Do, 10.2. 10-18 Uhr
Fr 11.2. 10-18 Uhr


Wismar - 04.02.2022
Quelle: Pressestelle Landkreis Nordwestmecklenburg