Covid19 in NWM - Freitag (26.2.)


Der Freitag brachte für Nordwestmecklenburg 20 gemeldete Neuinfektionen mit Covid19. 191 Menschen sind als infiziert in Quarantäne, inklusive Kontaktpersonen 780. Hinzu kommt leider auch ein weiterer Todesfall – eine Person die vorgestern im Krankenhaus verstarb.

Da heute in Nordwestmecklenburg weniger Fälle neu hinzukamen, als hinten aus der 7-Tages-Inzidenz herausfielen, sinkt selbige um 7,6 auf 80,1. Damit behält NWM die zweithöchste Inzidenz hinter Vorpommern-Greifswald mit ebenfalls gesunkenen 111,2. Auf Platz 3 ist der Landkreis Rostock mit 74,1. Relativ gleichauf liegen Ludwigslust-Parchim mit 68,5 und Schwerin mit 65,9. Knapp über 50 steht die Mecklenburgische Seenplatte mit 52,7. Die einzigen beiden Gebietskörperschaften unter der 50er- und sogar der 35er-Schwelle bleiben die Stadt Rostock mit 27,7 und der Landkreis Vorpommern-Rügen mit 13,8.

Rund drei Viertel des heutigen Fallgeschehens war bereits als Kontaktperson bekannt und in Quarantäne. Das Fallgeschehen um ein Büroumfeld in Boltenhagen hat sich heute auf 8 Fälle erhöht und betrifft nun auch einen damit verbundenen Reinigungsbetrieb mit einem Fall.

In einem Verwandtschaftsumfeld im Raum Wismar, in dem es anscheinend rege Kontakte gab, hat sich aus einem positiven Fall gestern heute ein Infektionsgeschehen mit weiteren 5 infizierten Personen ergeben.

Weil das Gesundheitsamt heute eine ganze Reihe von Verdachtsfällen zum Abstrichtest schicken musste, rechnen wir auch morgen nicht mit einem ruhigen Beginn des Wochenendes. So könnte ein positiver Fall nach einer Geburtstagsfeier noch bis zu 8 weitere Fälle nach sich ziehen. Sollten sich aus weiteren derzeit in Bearbeitung befindlichen Fällen noch am Wochenende weitere Allgemeinverfügungen ergeben, melden wir uns mit einem Zwischenbericht am Samstag oder Sonntag, ansonsten mit der Zusammenfassung des Geschehens am Montagabend.

Die Anzahl der identifizierten Fälle der „britischen“ Virusvariante B1.1.7. hat sich heute um weitere 20 auf 147 erhöht – unter anderem im Klützer Winkel ist die Mutation mittlerweile für einen großen Teil des Geschehens verantwortlich.

Zwei Allgemeinverfügungen erlassen

Das Gesundheitsamt musste heute auch wieder zwei Allgemeinverfügungen für eine Kita und eine Schule fertigen:

In Wismar werden damit 23 Schülerinnen Schüler und 2 Lehrkräfte der Klasse 4c der Rudolf-Tarnow-Grundschule in Quarantäne geschickt, die an mindestens einem Tag in dieser Woche den Unterricht besucht haben. Die Verfügung gilt zunächst bis 11.3.2021. Grund ist ein positiver Covid19-Test bei einem Schulkind der Klasse.

In der nach wie vor sehr stark von Infektionen betroffenen Region Klützer Winkel müssen einige Beschäftigte sowie 26 Kinder der Kindertagesstätte „Die Klützer Schloßspatzen“ in Quarantäne. Betroffen sind die Kindergartengruppen 3 und 4, sofern sie am 23. oder 24.2. in der Einrichtung waren. Grund ist eine Infektion bei einer dort arbeitenden Person. Die Quarantäne gilt bis zum 10.3.2021.

Impfen in Nordwestmecklenburg & Impfungen durch Kühlproblem nicht unwirksam

Hier ein paar aktuelle Impfzahlen: Seit Beginn der Impfungen wurden in Nordwestmecklenburg bislang (Stand Donnerstag) 10.215 Impfungen durchgeführt. Darunter 6.124 Erstimpfungen und 4.001 Zweitimpfungen.

Dazu noch eine Neuigkeit zum vorläufigen Impfstopp mit dem AstraZeneca-Impfstoff in der vergangenen Woche: Wie berichtet, gab es bei einigen Lieferungen des Impfstoffes Bedenken, weil sich herausgestellt hatte, dass dieser vor der Lieferung an die Landkreise zu niedrigen Temperaturen ausgesetzt gewesen war. Vorsorglich wurde deshalb ein zeitweiser Impfstopp angeordnet und der Fall eingehend untersucht. Seit Anfang Woche finden wieder Impfungen mit AstraZeneca-Impfstoff statt, bei dem die Kühlkette regulär eingehalten wurde.

Wie das Landesgesundheitsministerium meldet, hat das Paul-Ehrlich-Institut nach Untersuchung der zu kalt gelagerten Impfstoffe Entwarnung gegeben: Es gibt bislang keine Hinweise, dass die Wirksamkeit des Impfstoffes durch die niedrigen Temperaturen verringert wurde. Personen die in den Tagen bevor der Fehler in der Kühlkette entdeckt wurde eine Impfung mit AstraZeneca erhalten haben, können also zunächst beruhigt sein und werden ganz regulär ihre Zweitimpfung erhalten ohne dass weitere Maßnahmen notwendig sind.

Wismar - 26.02.2021
Quelle: Pressestelle Landkreis Nordwestmecklenburg