Covid19 in NWM - Mittwoch (7.4.)


Nach der kurzen Unterbrechung durch die Ostertage meldet das Gesundheitsamt heute 55 Neuinfektionen, womit sich der Trend der letzten Wochen zu relativ hohen Fallzahlen fortsetzt. 321 Menschen befinden sich mit einer Covid19-Infektion in Quarantäne, hinzu kommen 1281 weitere Personen.

Die Inzidenz in Nordwestmecklenburg steigt damit heute um 15,9 auf einen Wert von 84,5 mit 133 gemeldeten Fällen in den letzten 7 Tagen. Den höchsten Anstieg und zeitgleich die höchste Inzidenz meldet aber die Mecklenburgische Seenplatte mit 141,4 und damit einem Anstieg um 30,2. Über 100 liegen auch Ludwigslust-Parchim mit 109,1 und Vorpommern-Greifswald mit 100,6. Unterhalb von Nordwestmecklenburg liegen Schwerin mit 79,5, der Landkreis Rostock mit 73,7 und die Stadt Rostock mit 59,8. Vorpommern Rügen liegt mit 44,1 als einziges Gebiet im gelben Inzidenz-Bereich. Der landesweite Wert steigt heute um 12 auf 88,6.

Rund ein Drittel der heutigen Fälle war bereits als Kontaktperson bekannt und in Quarantäne. Unter den Neuinfektionen waren unter anderem eine Person, die im Bereich der Pflege in Wismar beschäftigt ist, 5 Krankenhausmitarbeiter aus Wismar als Kontaktpersonen zu einem Fall vom Osterwochenende, mehrere Mitarbeiter verschiedener Unternehmen im Landkreis, meistens in Verbindung zu bereits bekannten Fällen, und auch wieder eine Erziehungsperson und 2 Kinder in Verbindung mit bestehenden Quarantäne-Anordnungen für Einrichtungen.

Eine Allgemeinverfügung

Von einer Allgemeinverfügung sind heute 3 Krippengruppen der Kita Siebenschläfer in Wismar betroffen, insgesamt 21 Kinder und 7 Beschäftigte. Der Indexfall, ein Kind für das heute ein positives Testergebnis vorlag, war zuletzt am 31.3. in der Einrichtung, weshalb die Quarantäne auch nur bis zum 14.4. läuft.

Weitere Impfaktionen ohne Termin geplant

Nachdem es zur Impfaktion ohne Termin für über 60-Jährige am Ostermontag in Wismar trotz langer Wartezeiten und Aprilwetter fast nur positive Rückmeldungen gab, sind nun weitere Angebote für Impfungen mit dem AstraZeneca-Impfstoff geplant:

Das Impfzentrum Grevesmühlen wird am kommenden Freitag, den 9. April, von 8-18 Uhr Impfungen ohne Termin (für Personen über 60 Jahre mit Wohnsitz in Nordwestmecklenburg) anbieten (Am Ploggensee 4).

Wir weisen aber darauf hin, dass erneut mit langen Wartezeiten unter freiem Himmel zu rechnen ist. Das Impfzentrum Grevesmühlen kann aufgrund der baulichen Gegebenheiten nur mit zwei Impfstraßen betrieben werden, die Kapazität beträgt deshalb maximal 300 Impfungen am Tag. Das Impfteam wird im Laufe des Tages die Schlange beobachten und es Anstehenden rechtzeitig mitteilen, falls sie leider nicht mehr an diesem Tag berücksichtigt werden können.

Außerdem wird der bereits angekündigte Termin am Samstag dem 17. April von 8-18 Uhr nun nicht nur im Impfzentrum Wismar, sondern auch im Impfzentrum Grevesmühlen angeboten, wobei in Grevesmühlen natürlich ebenfalls wieder die Kapazitätsgrenze von 300 Impfungen bedacht werden sollte. Sollten sich weitere Informationen zum Termin am 17. April ergeben, wird der Landkreis im Laufe der kommenden Woche dazu informieren.

Wir appellieren an die Bewohner der Hansestadt Wismar und des östlichen Teils des Landkreises, das Impfangebot am 17.4. in Wismar zu nutzen und die Angebote in Grevesmühlen Personen aus dem westlichen Teil des Landkreises zu überlassen.

Landrätin Kerstin Weiss: „Durch diese Impfaktionen wird der Rückstau an AstraZeneca-Impfstoff abgebaut, der sich durch das Hin und Her in Bezug auf diesen Impfstoff gebildet hat. Die Impfungen erfolgen an Ü60-jährige im Rahmen der Freiwilligkeit. Impfdosen in den Kühlschränken helfen jedoch wenig und jede Impfung ist ein weiterer Schritt heraus aus der Pandemie. Das große Interesse am Ostermontag hat gezeigt, dass sich viele Bürger impfen lassen wollen.“

Wismar - 07.04.2021
Quelle: Pressestelle Landkreis Nordwestmecklenburg