Delegationsreise in die Partnerstadt Pogradec


Delegationsreise der Hansestadt Wismar in die Partnerstadt Pogradec (Albanien).

Vom 6. bis zum 10. Mai reist eine Delegation der Hansestadt Wismar in die albanische Partnerstadt Pogradec. Es nehmen Bürgermeister Thomas Beyer, Bürgerschaftsmitglied Frieder Weinhold, Dr. Karen Hammer vom Stadtgeschichtlichen Museum „Schabbell“ und der Beauftragte für Internationale Beziehungen und Repräsentation Andreas Nielsen teil. Die Reise erfolgt aus zweierlei Gründen. Zum einen möchte Thomas Beyer den Bürgermeister von Pogradec Ilir Xhakolli kennenlernen und Möglichkeiten der Kooperation etwa im kulturellen Bereich besprechen und zum anderen soll 30 Jahre Christlicher Hilfsverein gefeiert werden. Der Christliche Hilfsverein hilft in Albanien seit 1992, unter anderem mit dem Bau von Schulen und betreibt ein Büro in Pogradec sowie ein Internat in Bishnica, einem zur Stadt Pogradec gehörenden Dorf. So ermöglicht er Kindern und Jugendlichen, die sonst kaum eine Chance auf gute Bildung hätten, von der 1. bis zur 9. Klasse zur Schule zu gehen. Die Städtepartnerschaft mit Pogradec besteht seit dem 25.04.2019.

„Ich freue mich sehr auf diese Reise und bin schon gespannt, meinen Amtskollegen Ilir Xhakolli kennenzulernen, und natürlich wollen wir auch das dreißigjährige Jubiläum des Christlichen Hilfsvereins gebührend feiern. Das große zivilgesellschaftliche Engagement ist beeindruckend, ohne dieses und ohne Frieder Weinhold wäre auch die Städtepartnerschaft nicht zustande gekommen“, so Bürgermeister Thomas Beyer.

Pogradec (Albanien)

Ankunft am Flughafen in Tirana (Hauptstadt von Albanien). Foto aufgenommen vor einem historischen Flugzeug. Von links nach rechts: Thomas Beyer Frieder Weinhold, Dr. Karen Hammer, Andreas Nielsen. (Foto: Pressestelle Hansestadt Wismar)


Wismar - 06.05.2022
Quelle: Pressestelle Hansestadt Wismar


Delegationsreise der Hansestadt Wismar in die Partnerstadt Pogradec (Albanien)

Partnerstädte vereinbaren eine Ausweitung der Zusammenarbeit

Vom 6. bis zum 10. Mai reiste eine Delegation der Hansestadt Wismar in die albanische Partnerstadt Wismars, nach Pogradec am Ohridsee. An der Reise nahmen teil Bürgermeister Thomas Beyer, das Mitglied der Bürgerschaft Frieder Weinhold (CDU-Fraktion) und Vorsitzender des Christlichen Hilfsvereins Wismar e.V., Dr. Karen Hammer, Stellvertretende Leiterin und Sammlungsleiterin des Stadtgeschichtlichen Museums „Schabbell“ und Andreas Nielsen, Beauftragter der HWI für Internationale Beziehungen und Repräsentation.

Die Reise diente zum einen dazu, mit der Stadtverwaltung Pogradec die weitere Zusammenarbeit im Rahmen der am 25.04.2019 geschlossenen Städtepartnerschaft zu besprechen und, zum anderen, an der Feier zum Doppeljubiläum „30 Jahre Christlicher Hilfsverein Wismar“ und „10 Jahre Diakonia Albania“ teilzunehmen.

Der Christliche Hilfsverein hilft in Albanien seit 1992, unter anderem mit dem Bau von Schulen und betreibt ein Büro in Pogradec sowie ein Internat in Bishnica, einem zur Stadt Pogradec gehörenden Dorf. So ermöglicht er Kindern und Jugendlichen, die sonst kaum eine Chance auf gute Bildung hätten, von der 1. bis zur 9. Klasse zur Schule zu gehen.

Auf der Konferenz zum 30-jährigen Jubiläum würdigte Bürgermeister Thomas Beyer die beispielhafte Arbeit des Christlichen Hilfsvereins (CHW) und der vom CHW vor 10 Jahren gegründeten Diakonia Albania. Angefangen hatte alles im Jahr 1992 mit Hilfstransporten von Wismar in das nach jahrzehntelanger Selbstisolation unter einem stalinistisch-kommunistischen Regime völlig verarmten Albanien. Daraus erwuchs im Laufe der Jahre eine nachhaltige Entwicklungszusammenarbeit mit der Gründung von Schulen und einem Internat in mehreren der auch heute noch schlecht erreichbaren Bergdörfer um Pogradec herum (seit einigen Jahren Ortsteile von Pogradec).

Pogradec - Gruppenfoto im Rathaus

In der Mitte die Bürgermeister Thomas Beyer (Wismar) und Ilir Xhakolli (Pogradec), jeweils mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Pogradecer Bürgermeisterbüro. Datum der Aufnahme: 09.05.2022. Copyright: Herr Artin Halili, Stadt Pogradec


Bürgermeister Beyer sprach auf der Konferenz zum Thema „Bürgerschaftliches Engagement schafft Partnerschaft“. Das bürgerschaftliche Engagement des christlichen Hilfsvereins war ganz wesentlich für die daraus erwachsenen Kontakte auch zwischen den Städten Wismar und Pogradec, die schließlich am 24.04.2019 in den Abschluss einer Vereinbarung über eine Städtepartnerschaft mündeten.

Im Anschluss an die Jubiläumskonferenz gab es eine Exkursion in die Pogradecer Bergdörfer Proptisht und Bishnica, wo der CHW bzw. die Diakonia Albania jeweils Schulen aufgebaut hat, in Bishnica sogar mit Internat; und dort auch eine kleine Kirche.

Ermöglicht wurde all dies ausschließlich durch Spenden und Förderungen. Es wurde bisher viel erreicht – es bleibt aber auch noch viel zu tun!

Bei Gesprächen im Rathaus der Stadt Pogradec vereinbarten die Bürgermeister Ilir Xhakolli (Pogradec) und Thomas Beyer (Wismar) eine Ausweitung und Vertiefung der Zusammenarbeit beider Städte. Schon mit Abschluss des Vertrages über die Städtepartnerschaft von Wismar und Pogradec am 24.04.2019 war eine Zusammenarbeit auf Gebieten wie Kultur, Jugend, Sport, Tourismus und Soziales vereinbart worden, jedoch verhinderte die COVID-19-Pandemie in den letzten zwei Jahren zahlreiche Kontakte.

Für die nahe Zukunft soll nun insbesondere ein Austausch in den Bereichen Tourismus und Kultur sowie Jugend und Sport angestrebt werden. Pogradec liegt malerisch am Ohrid-See (UNESCO-Welterbe) und ist ein beliebtes Reiseziel und gefragter Urlaubsort in Albanien. Dennoch gibt es viele Ideen und Möglichkeiten für eine Verlängerung der Urlaubssaison, die gemeinsam untersucht werden sollen. Auch gibt es Raum für Gedanken- und Erfahrungsaustausch zum Thema UNESCO-Welterbe, das Wismar und Pogradec ebenfalls verbindet.

Ein Austausch von Jugendlichen und Sportlern zum gemeinsamen Sport und Spiel wird ebenfalls angestrebt. Dazu wird es in sehr naher Zukunft Gespräche mit den Sportverbänden und -vereinen geben.

Schließlich wurde vereinbart, die gemeinsame Teilnahme an von der Europäischen Union geförderten Projekten zu untersuchen. Wismar hat hier schon eine Menge Erfahrungen, die es gerne an Pogradec weitergeben will. In Betracht kommen hier insbesondere Projekte zur touristischen Entwicklung und UNESCO-Welterbe. Da Albanien bereits seit einigen Jahren EU-Beitrittskandidat ist, sind solche gemeinsamen Projekte möglich.

Zu einer Ausstellung in Wismar lud Bürgermeister Thomas Beyer den in Albanien seit Jahrzehnten bekannten und erfolgreichen Künstler Taso ein. Bei einem Besuch in Tasos Atelier in der Altstadt von Pogradec fanden hierzu erste Gespräche mit dem Künstler statt, der die Einladung nach Wismar gerne annahm.

„Wir haben gute Gespräche mit Bürgermeister Ilir Xhakolli und seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern geführt und konnten einen Eindruck davon bekommen, wie durchaus positiv sich die Stadt Pogradec in den letzten Jahren entwickelt hat, aber auch welch großen Herausforderungen sich die Stadt noch gegenübersieht. Es ist beeindruckend, mit welchem Engagement vor Ort gearbeitet wird. Ich freue mich auf die zukünftige Zusammenarbeit und intensive Austausche der beiden Städte und Ihrer Bürgerinnen und Bürger“, so Bürgermeister Thomas Beyer.

Wismar - 12.05.2022
Quelle: Pressestelle Hansestadt Wismar