Kunstmuseum in Plüschow geplant


Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Landkreises Nordwestmecklenburg begleitet Investition über EU-Förderprojekt

Im Ortsteil Plüschow der Gemeinde Upahl soll ein privates Kunstmuseum entstehen. Initiatoren sind Dr. Jens Ehrhardt und seine Frau Elke Weicht-Ehrhardt. Das Ehepaar plant, das Kunstmuseum auf dem Schlosshof Plüschow gegenüber dem ehemaligen Speicher zu bauen. Bereits am 11. November beschloss hierzu die Gemeinde Upahl unter Leitung von Bürgermeister Steve Springer die Aufstellung eines Bebauungsplanes zur Errichtung des Kunstmuseums sowie den Verkauf entsprechender Grundstücke und machte damit den Weg frei. Ein Architekturentwurf wird zurzeit erarbeitet. „Im Kern sollen Werke meines Vaters Alfred Ehrhardt im Museum ausgestellt werden. Wir arbeiten derzeit in einem interdisziplinären Team daran, einen innovativen Kunst- und Kulturort zu erschaffen, der internationale Strahlkraft haben wird“, ist Dr. Jens Ehrhardt überzeugt. Und seine Frau Elke Weicht-Ehrhardt ergänzt „Bei der Planung und Realisierung werden besonders Aspekte der Nachhaltigkeit eine Rolle spielen. Das beginnt bei den gewählten Baustoffen und hört bei dem Betriebskonzept auf“. Baustart soll im ersten Halbjahr 2024 sein. Die Fertigstellung des Museums ist für Ende 2025 geplant.

Grevesmühlen / Upahl - Kunstmuseum

Im Bebauungsplan Nummer 8 legte die Gemeindevertretersitzung der Gemeinde Upahl die neue Bebauung fest.


Der landesweit bekannte Kunstförderverein mit Sitz im Schloss Plüschow hat den Ort bereits seit vielen Jahren künstlerisch geprägt, und im vergangenen Jahr ist mit der Galerie „Basislager“ des Künstlers Matthias Kanter eine weitere Attraktion für Kunstliebhaber hinzugekommen. Das beeindruckend große Speichergebäude enthält neben der Galerie auch das Maleratelier des Künstlers. Mit dieser entwicklungsfähigen Immobilie, dem noch zu entwickelnden Parkgelände und weiteren Gebäuden und Flächen ist der Ort auch für weitere Projekte im Rahmen von Kunst, Kultur, Nachhaltigkeit und Ökologie zukunftsfähig. Auch Gastronomie und Entfaltungsmöglichkeiten für weitere Künstler sind im Gespräch. Die Gemeinde, die Bauherren und die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Nordwestmecklenburg (WFG NWM) bringen damit für den Ort eine seit Jahren positive Entwicklung voran.

Über ein EU-Förderprojekt begleitet die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Nordwestmecklenburg den Bau eines Kunstmuseums und die Entwicklung eines Kunst- und Kulturzentrums im zur Gemeinde Upahl gehörenden Ortsteil Plüschow. „Das geplante Kunst- und Kulturzentrum in Plüschow ist ein wichtiger wirtschaftlicher Faktor für die Kunst- und Kulturwirtschaft in Nordwestmecklenburg und stellt auch einen Standortvorteil für andere Branchen wie zum Beispiel den Tourismus dar“, betont WFG-Geschäftsführer Martin Kopp und ergänzt: „So können wir die Attraktivität des Landkreises sowohl für kulturaffine Touristen als auch für Einheimische erhöhen.“

Das Projekt ist eines der zentralen Tätigkeitsfelder der Wirtschaftsförderung in 2022, deren alleiniger Gesellschafter der Landkreis Nordwestmecklenburg ist. „Das Projekt zeigt, dass Wirtschaftsförderung heute neu gedacht werden muss“, so Landrat Tino Schomann. „Im Rahmen des Projektes werden hochwertige Arbeitsplätze im ländlichen Raum und neue Möglichkeiten für Gewerbetreibende geschaffen. Es ist wichtig, dass die Wirtschaftsförderungsgesellschaft auch im Bereich Kunst und Kultur als Prozessbegleiter und Moderator tätig ist“.

Dieses Projekt „Kunst- und Kulturplattform Plüschow (KuK)“ wird vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Mecklenburg-Vorpommern aus den Mitteln des Europäischen Sozialfonds gefördert.

Wismar - 28.01.2022
Quelle: Pressestelle Landkreis Nordwestmecklenburg