Rodungsarbeiten am Schiffbauerdamm


Rodungsarbeiten am Schiffbauerdamm in der dieser Woche

Seit langer Zeit beobachtet das Bauamt die Bäume am Schiffbauerdamm mit Sorge. Sie wurden vor 15 Jahren gepflanzt und haben sich in den letzten Jahren nicht wie gewünscht entwickelt. Die Bäume sind neben den Überschwemmungen, die durch das Ostseehochwasser entstehen, dem Wind und den Tausalzen ausgesetzt. Die Baumscheiben sind, wie bei vielen Standorten im Straßenbegleitgrün, durch die angrenzende Fahrbahn und Fuß/Radwege sehr begrenzt. Die Folge solcher Standorte: Die Bäume können weder einen artgerechten Zuwachs noch eine entsprechende Wurzelverankerung im Boden ausbilden.

Für die fachliche Beurteilung der Bäume am Schiffbauerdamm wurde zusätzlich ein Gutachter um Einschätzung und Stellungnahme gebeten. Diese Einschätzung liegt dem Bauamt nun vor und beinhaltet die Bestätigung der bisherigen Annahmen und Beobachtungen mit der Empfehlung, die Bäume schnellstmöglich zu roden. Durch die zunehmenden Stürme liegt die Gefahr nahe, das die durch ausbleibendes Wurzelwachstum nicht genug verankerten Bäume leicht umkippen könnten. Daher wird der Entsorgungs- und Verkehrsbetrieb in dieser Woche die Entnahme/Rodung der Bäume vornehmen.

Wismar - Schiffbauerdamm

(Foto: Pressestelle Hansestadt Wismar)


Eine sinnvolle Nachpflanzung wird derzeit geprüft und bedarf einer umfangreichen Abstimmung mit den Fachbereichen Grün, Verkehr, Stadtentwicklung, Denkmalpflege und den unterschiedlichen Versorgungsträgern. (Abwasser, Wasser, Gas, Elektro, Telekom, Straßenbeleuchtung etc.) Den Anforderungen an standortgerechte Baumpflanzungen muss ebenso entsprochen werden, wie den verkehrssicherheitstechnischen Anforderungen an den Auto- / Liefer-/ ÖPNV- / Rad- und Fußgängerverkehr unter Aufrechterhaltung aller Versorgungseinrichtungen im unterirdischen Raum.

Maßgeblich wird es sein, sich über den verfügbaren Wurzelraum mit allen Beteiligten abzustimmen, so dass eine zukünftige Neupflanzung an diesem Standort von Dauer ist.

Wismar - 22.02.2022
Quelle: Pressestelle Hansestadt Wismar