Schutzmaßnahmen gegen Geflügelpest


Der Fachdienst Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt des Landkreises Nordwestmecklenburg informiert:

Schutzmaßnahmen für Hausgeflügelbestände gegen die Geflügelpest bei Wildvögeln: Hofteiche auszäunen

In den letzten Wochen gab es vermehrte Nachweise der Geflügelpest bei Wildvögeln in Europa und seit Ende Oktober zunehmend auch in Deutschland. Dabei kam es zu Nachweisen der hochansteckenden Variante der Geflügelpest vom Subtyp H5N1 bei verendeten Wildenten, Wildgänsen, Möwen und Greifvögeln vornehmlich im Bereich der Nordseeküste in Schleswig Holstein und auf der Insel Koos im Landkreis Vorpommern-Greifswald. Somit sind überwiegend Wasservögel und Vogelarten, die sich auch von Aas ernähren, betroffen. Hingegen sind andere Wildvögel wie z.B. Tauben und Spatzen nicht betroffen.

Darüber hinaus wurde die Geflügelpest in einer Gänsehaltung in SH und im Tierpark in Greifswald festgestellt. Aufgrund der aktuellen Funde und Nachweise muss mit einer weiten Verbreitung des Geflügelpestvirus in der Wildvogelpopulation gerechnet werden.

Zoo - Lockengänse

Ein Bild aus besseren Tagen zeigt die im vergangenen Jahr im Zoo aufgezogenen Ungarischen Lockengänse (Foto: Zoo)


Zum gegenwärtigen Zeitpunkt hat die Einhaltung der Biosicherheitsmaßnahmen die überragende Bedeutung. Dabei geht es darum, den direkten Kontakt und den indirekten Kontakt mit infizierten Wildvögeln bzw. kontaminierten Materialien zum Hausgeflügel sicher zu vermeiden. Daher gilt:Hofteiche sind besonders attraktiv für Wildvögel und stellen die größte Risikoquelle für Infektionen dar. Hier reicht dann nicht selten ein Stockentenpärchen als Infektionsquelle für den eigenen Hausgeflügelbestand aus. Daher sind Hofteiche weiträumig auszuzäunen, so dass die eigenen Tiere keinen direkten und indirekten Kontakt zu Wildvögeln haben können.Tränken sie ihr Geflügel nicht mit Oberflächenwasser, zu dem Wildvögel Zugang haben. Füttern sie ihr Geflügel nur an Stellen, die für Wildvögel unzugänglich sind.Bewahren Sie Futter, Einstreu und sonstige Gegenstände, die mit Geflügel in Berührung kommen können, für Wildvögel unzugänglich auf.Trennen sie strikt zwischen Straßen- und Stallkleidung, insbesondere das Schuhzeug. Lassen sie plötzliche erhöhte Tierverluste durch einen Tierarzt abklären bzw. informieren Sie uns.
Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage der Landkreises unter https://www.nordwestmecklenburg.de/de/tiere.html

Bei fachspezifischen Fragen stehen Ihnen die Mitarbeiter des Veterinäramtes zur Verfügung (03841- 3040 3901). In Notfällen ist über die Leitstelle Westmecklenburg 0385-50000 der Bereitschaftsdienst der Amtstierärzte erreichbar.

Wismar - 28.10.2021
Quelle: Pressestelle Landkreis Nordwestmecklenburg