Tag des Gedenkens


Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus

Am 27. Januar 1945 wurde das Konzentrationslager Ausschwitz befreit und steht heute als Begriff für den nationalsozialistischen Rassenwahn. Von den Vereinten Nationen wurde im Jahr 2005 der 27. Januar zum Gedenktag erklärt. Inzwischen wird der Gedenktag auch in vielen Staaten Europas begangen. Mit der Trauerbeflaggung am Rathaus, gedenkt die Hansestadt Wismar am Donnerstag, den unzähligen Opfer des Nationalsozialismus. Mehrere Millionen Menschen wurden während der Schreckensherrschaft von 1933 bis 1945 von den Nationalsozialisten ermordet, darunter unter anderem etwa 6 Millionen europäische Juden. In Gedenken der Opfer werden am kommenden Donnerstag bereits verlegte Stolpersteine in der Altstadt und am Vogelsang von Paten sowie Unterstützerinnen und Unterstützern geputzt. Mit dabei sind unter anderem der Verein Kaso e.V. und Bewohnerinnen des Kunst- und Wohnprojektes Tiko in Wismar.

Stolperstein

Gedenkstein für Walter Mantow (Foto: Pressestelle Hansestadt Wismar)


In der Hansestadt Wismar liegen seit dem Jahr 2008 Stolpersteine. Mittlerweile sind es 31 Steine. In diesem Jahr werden am 24. Mai und 9. November weitere Steine verlegt, insgesamt 16 Stolpersteine. Auf 10 x 10 Zentimeter großen Pflastersteinen, die mit einer Messingplatte versehen sind, ist auf der Platte der Name, das Geburts- und Todesdatum eines Menschen, der während der Zeit von 1933 bis 1945 ermordet oder verfolgt wurde, eingraviert.

Die Steine werden vor dem letzten freiwilligen Wohnort verlegt, in denen jene Menschen gelebt oder gearbeitet haben. Es erinnert an die Vertreibung und Vernichtung der Juden, der Sinti und Roma, der politisch Verfolgten, der Homosexuellen, der Zeugen Jehovas und der Euthanasieopfer im Nationalsozialismus.

Wismar - 25.01.2022
Quelle: Pressestelle Hansestadt Wismar