Veranstaltungen zum Welterbe


Im Monat Oktober fanden zwei Veranstaltungen von deutschlandweiten Netzwerken zum Thema Welterbe statt, an denen die Hansestadt Wismar teilgenommen hat.

Vom 12. bis 14. Oktober 2021 trafen sich Fachleute aus dem gesamten Bundesgebiet zur Mitgliederversammlung und Jahrestagung der UNESCO-Welterbestätten Deutschland e.V. im Bergwerk Rammelsberg in Goslar. Zum Thema „Welterbe nachhaltig gestalten“ referierten u.a. der Vorsitzende der Possehl-Stiftung, Herr Max Schön, über die Globalen Nachhaltigkeitsziele sowie die Vizepräsidentin der Hanse, Frau Inger Harlevi, über die Kulturrouten des Europarates. Intensiv wurde über nachhaltigen Tourismus und die Beteiligung der jungen Generation an der Welterbevermittlung und der Zukunftsgestaltung in Welterbestätten diskutiert. Die Mitglieder wählten zudem Wismars Welterbe-Manager Norbert Huschner wieder als stellvertretenden Vorsitzenden in den Vorstand der deutschen UNESCO-Welterbestätten.

Vom 29. bis 30. Oktober 2021 fand die Jahresmitgliederversammlung von ICOMOS Deutschland (International Council On Monuments And Sites) in Würzburg statt. Der Präsident, Prof. Dr. Haspel, berichtete über die Initiativen des letzten Jahres, insbesondere für die Welterbestätte in Not, das Bamiyan-Tal in Afghanistan, sowie die Sicherungsarbeiten in Buzluzka als Ikone der Ostmoderne in Bulgarien. Bei der Vorstellung der drei wichtigsten Veranstaltungen im Jahr 2022 hob er das Festjahr „20 Jahre UNESCO-Welterbe Historische Altstädte Stralsund und Wismar“ im Jahr 2022 und hier insbesondere das Wirken der von beiden Städten gegründeten Deutschen Stiftung Welterbe hervor. Die Vizepräsidentin, Frau Prof. Dr. Brandt, stellte die Aktivitäten von ICOMOS in Görlitz dar. Dort gibt es nun endlich einen Investor für das berühmte Jugendstil-Kaufhaus (Hollywood-Kulisse für „Grand Budapest Hotel“). Dieser fordert allerdings ein angebautes Parkhaus, für welches zwei klassizistische Stadthäuser abgerissen werden müssten. Frau Prof. Dr. Brandt hob hervor, dass es in den Welterbestätten Stralsund und Wismar beispielhafte Parkraumkonzepte ohne große Parkhäuser in den historischen Innenstädten, dafür aber PKW-Stellplätze am Altstadtrand, gäbe.

Wismar - 02.11.2021
Quelle: Pressestelle Hansestadt Wismar