Hoffnungsträger oder Staatsfeind?


Ausstellung "Hoffnungsträger oder Staatsfeind? DDR-Jugend und Stasi an der Ostsee“

Noch bis zum 30. November präsentiert die Heinrich-Böll-Stiftung im Grünen Büro am Alten Markt 7 die von der Stasi-Unterlagenbehörde gestaltete Ausstellung "Hoffnungsträger oder Staatsfeind? DDR-Jugend und Stasi an der Ostsee“.

Auf 12 Roll Ups wird die Zerrissenheit vieler junger Menschen in der DDR zwischen Mitmachen, Anpassen und Aufbegehren dokumentiert. Die Jugend galt als Hoffnungsträger einer sozialistischen Zukunft. Ideologische Erziehung und die Einbindung in den sozialistischen Staat gehörten zum Alltag. Schulen sowie Kinder- und Jugendorganisationen spielten dabei eine wichtige Rolle. Aber nicht alle Jugendlichen ließen sich vereinnahmen. Verstießen sie gegen die staatlichen Normen, trat oft die Geheimpolizei in Aktion. Im Auftrag der SED überwachte die Stasi unangepasste Jugendliche und verfolgte sie als "Staatsfeinde".

An zahlreichen Beispielen aus dem ehemaligen Ostseebezirk Rostock wird in der Ausstellung gezeigt, warum und mit welchen Methoden die Stasi unangepasste Jugendliche verfolgte. Auch die zielgerichtete Werbung Minderjähriger als Stasi-Informanten wird thematisiert. Die Ausstellung ist noch bis Ende November im GRÜNEN Büro von Montag bis Freitag in der Zeit zwischen 9:30 Uhr und 14:30 Uhr zu sehen.

Stralsund - 19.10.2017
Text: Bündnis 90/Die Grünen, Kreisverband Vorpommern-Rügen