Internationale Fachkräfte-Ausstellung


Wirtschafts- und Arbeitsminister Glawe hat Internationale Fachkräfte-Ausstellung eröffnet


Wirtschafts- und Arbeitsminister Harry Glawe hat am Montag gemeinsam mit dem Landeskoordinator des IQ Netzwerkes Dr. Maher Fakhouri im Wirtschaftsministerium die neue Ausstellung zum Thema „Ein neuer Anfang: Internationale Fachkräfte in Mecklenburg-Vorpommern“ eröffnet. „Die Ausstellung stellt auf großen Tafeln zehn Frauen und Männer aus neun Ländern vor, die sich mit viel Mut und Anstrengungen eine berufliche Zukunft in unserem Land aufgebaut haben. Sie stehen symbolisch dafür, dass ein Neuanfang möglich ist“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe in Schwerin. Die Ausstellung ist im Foyer des Wirtschaftsministeriums bis zum 20.Juli zu sehen.

Jede Tafel erzählt eine persönliche Geschichte

Die Ausstellung entstand in der Koordination des IQ Netzwerks MV unter Mitarbeit der Rostocker Fotografin Silke Paustian. „Von der Apothekerin über den Chemiker bis zur Erzieherin - jede Tafel erzählt eine Geschichte, die exemplarisch einen persönlichen Beitrag zur Integration leistet“, so Glawe weiter. „Anhand kurzer Lebensläufe erfahren die Besucher, welche Hürden die Frauen und Männer überwinden mussten und wie Beratung und Kurse geholfen haben, den beruflichen Weg in Mecklenburg-Vorpommern zu finden.“ Die Fotografien zeigen die Porträtierten während ihrer Weiterbildung, an ihren Praktikumsplätzen oder bei ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit. Alle in der Ausstellung vorgestellten Personen wurden intensiv durch das IQ Netzwerk Mecklenburg-Vorpommern unterstützt.

Unterstützung bei der beruflichen Integration - Möglichkeit für beruflichen Neuanfang geben

Glawe forderte die Unternehmer im Land auf, auch Geflüchteten in ihren Betrieben eine berufliche Chance zu geben. „Wichtig ist es Barrieren abzubauen. Hier können Treffen von Unternehmern und Geflüchteten, wo man sich in lockerer Atmosphäre kennenlernt, helfen. Darüber hinaus sind Praktika in den Unternehmen erste wichtige Schritte, um beruflich Fuß fassen zu können“, so Wirtschafts- und Arbeitsminister Glawe. Ein Potential sind die knapp 8.000 Personen, die als Geflüchtete nach Mecklenburg-Vorpommern gekommen sind. Davon sind knapp 5.000 Frauen und Männer unter 35 Jahren.

Unterstützung bei der beruflichen Integration erhalten Migrantinnen und Migranten bei den vom Wirtschaftsministerium geförderten Integrationsfachdiensten Migration migra e.V., genres e.V. und VSP gGmbH, die an fast 30 Standorten im Land Sprechzeiten anbieten. Außerdem betreuen 22 vom Wirtschaftsministerium finanzierte Joblotsen besonders arbeitsmarktnahe Geflüchtete intensiv bei der Arbeitsplatzsuche und bei Fragen rund um die Arbeitsaufnahme. Zusätzlich stehen mit dem im Projekt „Berufliche Integration von Migrantinnen und Migranten“ beschäftigten Landes- und Regionalkoordinatoren seit Ende 2017 Ansprechpartner besonders für Arbeitgeber für Fragen der Beschäftigung von geflüchteten Menschen zur Verfügung.

Förderprogramm „Integration durch Qualifizierung“

Das Förderprogramm „Integration durch Qualifizierung“ (IQ) ist auf die nachhaltige Verbesserung der Arbeitsmarktintegration von Erwachsenen mit Migrationshintergrund ausgerichtet. Partner in der Umsetzung sind das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und die Bundesagentur für Arbeit (BA). In jedem Bundesland gibt es ein Netzwerk von operativen Partnern für die Durchführung von Maßnahmen und die Anerkennungsberatung sowie eine koordinierende Stelle. Der IQ-Koordinator für Mecklenburg-Vorpommern ist Dr. Maher Fakhouri vom migra e.V. in Rostock. Operative Partner im IQ Netzwerk sind: AFZ Aus- und Fortbildungszentrum Rostock GmbH, Agentur der Wirtschaft Schwerin, Ärztekammer MV, Fabro e.V., Flüchtlingsrat MV, genres e.V., Gesellschaft für Gesundheitsfachberufe (gfg), Robert-Schmidt-Institut der Hochschule Wismar, Volkshochschulverband MV e.V., migra e.V., Verbund für soziale Projekte (VSP). Das Programm wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) und des Europäischen Sozialfonds (ESF) gefördert.

Schwerin - 25.06.2018
Quelle: Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit