Tischler-Meisterstücke im Wirtschaftsministerium


Ausstellung: Tischler-Meisterstücke im Wirtschaftsministerium

Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU): Absolventen haben außergewöhnliche, individuelle und handwerklich herausragende Stücke gefertigt - Meisterbrief ist Basis für ein nachhaltiges und erfolgreiches Unternehmertum

Ausstellungseröffnung im Wirtschaftsministerium

Tischler präsentieren ihre Meisterstücke. Das Foto zeigt das Meisterstück „Treppe“ von Philip Gerlach aus Schwerin. (Ganz unten von links nach rechts: Uwe Lange - Vize-Präsident der Handwerkskammer Schwerin; Markus Boeck – Ausbilder in der Meisterklasse; Philip Gerlach – Meisterschüler „Treppe“, Wirtschaftsminister Harry Glawe) Foto: WM

Im Wirtschaftsministerium ist am Montag (09.10.) eine Ausstellung mit Tischler-Meisterstücken eröffnet worden. „Die Präsentation der Meisterstücke zeigt Handwerk auf höchstem Niveau. In nur 18 Arbeitstagen haben die Tischler außergewöhnliche, individuelle und handwerklich herausragende Stücke gefertigt. Mit der Ausstellung wollen wir die Leistungen der Absolventen würdigen und einer breiten Öffentlichkeit zugänglich machen. Die Tischler haben mit ihren Meisterstücken den Grundstein für einen weiterhin erfolgreichen beruflichen Karriereweg gelegt“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe bei der Eröffnung in Schwerin. Die Tischlermeister haben bei der Handwerkskammer Schwerin über 24 Monate die Meisterschule in Teilzeit besucht. Fester Bestandteil der Abschlussprüfung ist die eigenverantwortliche Planung und Erstellung eines Meisterstücks.

„Besser ein Meister“ – Ausstellung wirbt für Meistertitel als Premium-Marke

Die Ausstellung ist Bestandteil der landesweiten Imagekampagne „Besser ein Meister“, die das Wirtschaftsministerium gemeinsam mit den Handwerkskammern Mecklenburg-Vorpommerns initiiert hat. „Ziel ist es, den Meistertitel als Premium-Marke zu positionieren und für ein modernes, positives Bild des Handwerks zu werben, um Fachkräfte für den Wirtschaftszweig zu gewinnen und zu sichern. Der hohe Qualitätsstandard im Handwerk muss auch dauerhaft gewährleistet sein, damit die Branche weiterhin als Wirtschaftsmotor für Mecklenburg-Vorpommern agiert. Deshalb ist es notwendig, Schulabgänger für eine Ausbildung im Handwerk zu gewinnen, Gesellen für Qualifizierungen wie den Meistertitel zu begeistern und Interessierte bei der Übernahme oder Gründung eines Betriebes zu begleiten. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Handwerk dabei auf vielfältige Weise“, sagte Glawe.

Der Wirtschaftsminister machte auch auf die Bedeutung der Fachkräftesicherung im Handwerk aufmerksam. „Eine abwechslungsreiche Berufsorientierung, eine wachsende Attraktivität und Konkurrenzfähigkeit angebotener Ausbildungs- und Arbeitsplätze sowie eine verbesserte Wettbewerbsfähigkeit sind wichtige Voraussetzungen für eine erfolgreiche Fachkräftesicherung heimischer Unternehmen“, erläuterte Glawe. Das Wirtschaftsministerium unterstützt Handwerksmeister unter anderem durch das „Meister-Extra“ in Höhe von 1.000 Euro als Anerkennung für ihren Abschluss. Existenzgründern im Handwerk wird zudem die Unternehmensnachfolge durch die „Meisterprämie“ in Höhe von 7.500 Euro erleichtert. Wirtschaftsminister Glawe hat abschließend für den Meistertitel im Handwerk geworben. „Der Meisterbrief ist die ideale Basis für ein nachhaltiges und erfolgreiches Unternehmertum und gelebter Verbraucherschutz“, sagte Glawe abschließend.

Die Ausstellungstücke - eine Treppe, zwei Haustüren, ein Schreibtisch, zwei Barschränke, eine Truhe und ein Lowboard – sind noch bis zum 20. Oktober 2017 im Wirtschaftsministerium zu sehen (täglich von 09.00 bis 16.00 Uhr).

Das Handwerk in Zahlen

Derzeit sind über 20.200 Betriebe bei den Handwerkskammern verzeichnet. Diese beschäftigen über 112.000 Menschen und 4.958 Lehrlinge und erwirtschaften einen jährlichen Umsatz von neun Milliarden Euro. Gemessen an den gesamtwirtschaftlichen Eckdaten können dem Handwerk in Mecklenburg-Vorpommern etwa zehn Prozent der Bruttowertschöpfung, rund 14 Prozent der Erwerbstätigen und etwa 25 Prozent des Ausbildungsmarktes zugerechnet werden. Mit 12,4 Handwerksbetrieben je 1.000 Einwohner wird der deutsche Durchschnitt von 11,8 Betrieben pro 1.000 Einwohnern deutlich übertroffen. In Mecklenburg-Vorpommern sind 724 Tischlereibetriebe in den Handwerksrollen der Kammern verzeichnet. Derzeit absolvieren 225 Jugendliche im Land eine Ausbildung zum Tischler.

Schwerin - 09.10.2017
Text: Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit