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Landesbranchenkonferenz der Kultur- und Kreativwirtschaft

Am 23. November laden das Wirtschaftsministerium Mecklenburg-Vorpommern, das Landesnetzwerk Kreative MV und die IHK zu Rostock zur 3. Landesbranchenkonferenz der Kultur- und Kreativwirtschaft in die IHK ein. In einem unkonventionellen Konferenzformat werden von 10 bis 16 Uhr Vielfalt, Kreativität und das Innovationspotential der Kultur-und Kreativwirtschaft erlebbar. Kreativschaffende stellen ihre aktuellen Projekte vor, kreative Hotspots bieten interaktive Gestaltungsräume und laden zur Vernetzung von Kreativbranchen, anderen Wirtschaftszweigen und kommunalen Partnern ein.

Wirtschaftsminister Harry Glawe wird als Ehrengast die Siegerprojekte des 2. Ideenwettbewerbes der Kreativbranche auszeichnen, die 2018 starten sollen: „Die Kultur- und Kreativwirtschaft schafft Arbeitsplätze und Einkommen und trägt zur wirtschaftlichen Entwicklung im Land bei. Jetzt gilt es, die Potentiale der Branche noch besser zu erschließen“, sagte Glawe. Doch auch die kreativen Potentiale des Ministers werden auf den Prüfstand gestellt: Im „unnötig kreativen Interview“ mit dem Musiker Tobias Wolff alias Hannes Heartmann stehen Harry Glawe und IHK-Präsident Claus Ruhe Madsen Rede und Antwort.

Anschließend werden in drei Foren kreative Akteure und Branchenexperten debattieren, wie die Kultur- und Kreativbranche in MV wirtschaftliche und soziale Innovationen initiiert und entwickelt. „Wir haben 2017 erstmals eine branchenübergreifende Innovationswerkstatt mit Unternehmen anderer Wirtschaftszweige in Neustrelitz durchgeführt – ‚kreativprozesse. unternehmen. zukunft.‘, ein innovatives Format, das wir nun in einem EU-Projekt der Baltic Sea Region international anwenden“, erklärt Projektleiterin Veronika Schubring. Teilnehmende Unternehmen aus Mecklenburg-Vorpommern berichten, welche Prototypen in der Zusammenarbeit mit Künstlern und Kreativen mit der Design Thinking Methode entwickelt wurden.

Im zweiten Forum stellt Corinna Hesse vom Landesnetzwerk den neuen, vom Bundeslandwirtschaftsministerium geförderten Wettbewerb ‚Kreative für MV – MV für Kreative‘ vor: „Im ländlichen Raum sind es vor allem kreative Raumpioniere, von denen soziale Innovationen für die Regionalentwicklung ausgehen. Durch den Wettbewerb wollen wir diesen ‚hidden champions‘ mehr Sichtbarkeit geben. Aktuelle Studien aus MV und bundesweit zeigen, welche Wertschöpfungsketten und Impulse für andere Branchen wie den Tourismus gerade auch in dünn besiedelten Räumen von den Kreativen ausgehen.“

Im dritten Forum ‚Ohne Moos nix los‘ stellt Teresa Trabert aus dem Kreativquartier Warnow Valley in Rostock die Themen Räume, Vernetzung und Weiterbildung der Kreativen in den Mittelpunkt: „Im Gespräch mit Frank Sollmann, dem Immobilienansprechpartner im Kompetenzteam Kultur- und Kreativwirtschaft der Landeshauptstadt München, fragen wir: Wo stehen wir hier in MV im Vergleich zu anderen Bundesländern? Was haben wir erreicht und was sind unsere nächsten Ziele?“

Ein besonderer Workshop widmet sich der ‚Sichtbarkeit im Netz und innovativen Geschäftsmodellen im digitalen Zeitalter‘. „Die digitale Disruption bewirkt, dass viele klassische Geschäftsmodelle nicht mehr funktionieren“, erläutert Verlegerin Corinna Hesse, deren Branche sehr früh vom digitalen Wandel erfasst wurde. „Wir wollen fragen, wo die Reise der digitalen Nomaden in Zukunft hingeht: Welche Geschäftsmodelle funktionieren für Freelancer und Kleinunternehmer? Wie können klassische Unternehmen davon profitieren?“

Die Jahresbranchenkonferenz findet im Auftrag des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit statt und wird von der Kreative MV – dem Netzwerk für Kultur- und Kreativwirtschaft Mecklenburg-Vorpommern – durchgeführt.

Anmeldung und Vorschläge für Projektpräsentationen unter: www.kreativemv.wordpress.com/jahreskreativkonferenz/ | kontakt@kreative-mv.de

Rostock - 08.11.2017
Text: Kreative MV – Arbeitsgemeinschaft für Kultur- und Kreativwirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern