Randale im Grimmener Tierpark


Mitarbeiter entsetzt – Randale im Grimmener Tierpark

Was geht nur in den Köpfen einiger Mitmenschen vor?


Diese Frage stellte sich auch die stellvertretende Tierparkchefin, Heide Jahn, als sie heute morgen um 07.00 Uhr von Wollschwein Börsti begrüßt wurde. Der Eber stand allerdings nicht im Gehege, sondern machte sich auf dem Wirtschaftshof über Fressnäpfe her, dir gar nicht für ihn bestimmt waren. Zuerst dachte die engagierte Tierpflegerin, dass das Wollschwein mit anderen Artgenossen aus dem Gehege, vielleicht durch einen kaputten Zaun, ausgebüxt sei. Aber dem war nicht so, denn im Tierpark spazierten auch Ziegen, Alpakas, Esel und besagte Wollschweine umher.

Grimmen - Tierpark

Bürgermeister Marco Jahns schaut sich verletzte Ziege an (Foto: Pressestelle Stadt Grimmen)


Schnell war klar, hier musste jemand nachgeholfen haben. Bei einem Rundgang stelle Heide Jahn dann fest, dass Unbekannte über das Tor am Spielplatz in den Tierpark eingebrochen sind und mit einem Bolzenschneider die Schlösser und Ketten an den Tiergehegen durchtrennt und die Anlagen geöffnet haben. Auch am Haupteingang sind Spuren von Vandalismus zu finden.

Das alleine ist schon absolut unverständlich. Aber so richtig sauer ist Heide Jahn darüber, dass sich viele Tiere durch diese dummer Aktion und das freie Umherlaufen im Park verletzt haben. Bei den Ziegen und Eseln gab es sogar blutige Rangeleien. Und auch die Sachschäden sind nicht unerheblich. Alle Schlösser müssen erneuert werden, da im Tierpark mit einem Generalschlüssel gearbeitet wird und viele Rasenflächen und Beete sind durch die aufgescheuchten Tiere zertrampelt oder aufgewühlt worden.

Die Stadt hat den Vorfall der Polizei gemeldet und Strafanzeige gestellt. Für Grimmens Bürgermeister Marco Jahns ist das eine vorsätzliche Tat bei der billigend in Kauf genommen wurde, dass auch Tiere verletzt werden können. „Für mich sind das nicht nur Randalierer sondern auch Tierquäler. Ich hoffe, dass die Polizei die Täter ermitteln kann“, so Jahns.

Grimmen - 15.07.2021
Quelle: Pressestelle Stadt Grimmen