IHK-Ausschuss für die Region Vorpommern-Rügen


Auftaktveranstaltung des IHK-Ausschusses für die Region Vorpommern-Rügen

Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU): Unternehmen investieren und schaffen neue Arbeitsplätze – Ministerium schafft Rahmenbedingungen für weiteres wirtschaftliches Vorankommen

Wirtschaftsminister Harry Glawe hat am Montag im Ausschuss für die Region Vorpommern-Rügen die wirtschaftliche Entwicklung des Landkreises gewürdigt. Der Ausschuss der Industrie- und Handelskammer zu Rostock (IHK) hat sich Ende Januar gegründet und verfolgt das Ziel, sich intensiv mit wirtschaftspolitischen und wirtschaftsstrukturellen Fragen der Region Vorpommern-Rügen zu befassen. „Die wirtschaftlichen Chancen und Perspektiven insgesamt in unserem Land und auch hier im Landkreis Vorpommern-Rügen haben sich weiter verbessert. Mit Unterstützung der Ausschussmitglieder wird das Wirtschaftsministerium weiter dafür Sorge tragen, dass die Rahmenbedingungen zur Stärkung der Wirtschaft stimmen, um weiteres Wachstum zu fördern und damit dauerhafte Arbeitsplätze zu schaffen“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe in Stralsund bei der Auftaktveranstaltung des Ausschusses.

Region bietet hervorragende Flächen für Ansiedlungsvorhaben – Wirtschaftsministerium fördert Ausbau der Infrastruktur

Seit 2007 wurden aus Mitteln der „Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) sowie des „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE), des „Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes“ (ELER) und außerhalb der Gemeinschaftsaufgabe im Landkreis Vorpommern-Rügen 126 Investitionsvorhaben bei einem Gesamtvolumen von knapp 200 Millionen Euro mit knapp 153 Millionen Euro gefördert. Darunter waren unter anderem das maritime Industrie- und Gewerbegebiet Franzenshöhe einschließlich Gleisanbindung Frankenhafen in Stralsund, der zweite Bauabschnitt zur Erschließung des Gewerbegebietes Pommerndreieck und die Errichtung eines barrierefreien Strandes in Altefähr. „In der Region Vorpommern-Rügen gibt es hervorragende Flächen für Ansiedlungsvorhaben. Vor allem die Gewerbegebiete direkt an der Kaikante sind ein entscheidender Standortvorteil. Unsere Hafenstandorte bieten einen idealen Zugang nach Skandinavien, in das Baltikum und insbesondere auch nach Osteuropa – das ist attraktiv für ansiedlungsinteressierte Unternehmen“, sagte Glawe.

In der Region liegen die Gewerbestandorte Fährhafen Sassnitz-Mukran (Mukran Port), das maritime Industrie- und Gewerbegebiet Franzenshöhe in Stralsund/Seehafen Stralsund und der Wirtschaftshafen Barth.

Wirtschaftsministerium unterstützt gewerbliche Wirtschaft im Landkreis Vorpommern-Rügen

Seit 2007 wurden im Landkreis Vorpommern-Rügen 220 Investitionsvorhaben in Höhe von rund 121 Millionen unterstützt, die ein Gesamtinvestitionsvolumen von rund 457 Millionen Euro aufwiesen. Die Förderung erfolgte unter anderem aus der GRW sowie aus dem EFRE. Mit den Investitionsvorhaben entstanden 2.327 neue Arbeitsplätze, weitere 4.127 wurden gesichert. In Mecklenburg-Vorpommern insgesamt sind im gleichen Zeitraum 1.809 Investitionsvorhaben in Höhe von rund 980 Millionen unterstützt worden, die ein Gesamtinvestitionsvolumen in Höhe von rund 4,8 Milliarden Euro aufwiesen. Mit den Investitionsvorhaben entstanden 19.863 neue Arbeitsplätze, weitere 61.728 wurden gesichert.

Jüngstes Beispiel für eine Unternehmensansiedlung in Vorpommern-Rügen ist die Deutsche BOGENN GmbH (Mir Technology Holding Co. Ltd.) in Sassnitz, die unter anderem Kunststoffrohre herstellt und vertreibt. Mit der Ansiedlung sollen mindestens 65 neue Arbeitsplätze entstehen. Die Störtebeker Braumanufaktur GmbH baut derzeit ihren Standort in Stralsund deutlich aus. Auf einer Fläche von 25.000 Quadratmetern wird unter anderem eine neue Abfüll-, Verpackungs- und Logistikhalle auf mehreren Etagen errichtet. Mit der Unternehmenserweiterung werden mehr als 20 neue Jobs geschaffen und 94 Arbeitsplätze gesichert. „Die Neuansiedlungen und Erweiterungen sind ein Beleg dafür, dass die Rahmenbedingungen bei uns im Land stimmen. Die Unternehmen vertrauen in die Attraktivität der einzelnen Regionen, wissen um das Fachkräftepotential im Land. So werden wir unsere wirtschaftspolitischen Schwerpunkte weiter auf die Unterstützung von Investitionen setzen. Das sichert und schafft Arbeitsplätze auf dem ersten Arbeitsmarkt“, sagte Glawe.

Neue Perspektiven für maritime Industrie in Mecklenburg-Vorpommern

Der Werftstandort Stralsund ist Bestandteil des Unternehmens MV WERFTEN der Genting-Gruppe, zu denen auch die Standorte Wismar und Rostock-Warnemünde gehören. In Stralsund entstehen künftig Luxusexpeditionskreuzfahrtschiffe der sogenannten „Endeavor Class“ gebaut werden. Die 20.000 BRZ (Bruttoraumzahl) großen Expeditionsyachten sollen ab Ende 2017 bei MV WERFTEN in Stralsund gefertigt und ab Frühjahr 2019 an die US-amerikanische Luxusreederei Crystal Cruises abgeliefert werden. „Das Engagement der Genting-Gruppe stärkt den maritimen Standort Mecklenburg-Vorpommern insgesamt und trägt dazu bei, dass die maritime Industrie neue wirtschaftliche Perspektiven bekommt“, sagte Glawe.

In Mecklenburg-Vorpommern nimmt die maritime Industrie (Schiff- und Bootsbau, maritime Zulieferer sowie Meeres- und Offshore-Technik) mit knapp 300 Unternehmen und insgesamt rund 10.000 Beschäftigten sowie einem Umsatz von rund 1,5 Milliarden Euro eine Schlüsselstellung ein. Zum Schiff- und Bootsbau zählen etwa 160 Unternehmen mit rund 5.000 Mitarbeitern. In den hiesigen sechs größeren Unternehmen - den MV Werften, der Neptun Werft in Rostock-Warnemünde, der Peene-Werft in Wolgast und der Tamsen Maritim in Rostock - sind derzeit rund 2.100 Mitarbeiter mit etwa 220 Auszubildenden beschäftigt. Der Schiffbau wird ergänzt durch maritime Zulieferer und Dienstleister, die sich auf die Entwicklung und Produktion innovativer Systemleistungen konzentrieren. Diese beziehen sich nicht nur auf das Finalprodukt Schiff, sondern auch auf maritime Anlagen und Systeme für die Hafenwirtschaft und -logistik, die maritime Umwelt- und Sicherheitstechnik sowie die Offshore-Technik und weitere Bereiche der Meerestechnik. Insgesamt umfassen die maritimen Zulieferer und Dienstleister etwa 120 Unternehmen mit rund 5.000 Arbeitsplätzen.

Informationen zum Tourismus in der Region

Im Landkreis Vorpommern-Rügen wurden in der Zeit von Januar bis November 2016 mehr als 2,1 Millionen Ankünfte (+3,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum) und mehr als 9,8 Millionen Übernachtungen (+4 Prozent) gezählt. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer der Gäste lag bei vier Nächten. Insgesamt sind in Mecklenburg-Vorpommern in der Zeit von Januar bis November 2016 mehr als 7,2 Millionen Ankünfte (+2,7 Prozent) und mehr als 29,1 Millionen Übernachtungen (+3,1 Prozent) registriert. Steigende Zahlen zeigen sich bei den ausländischen Gästen: mehr als 363.000 (+1,5 Prozent) ausländische Besucher verbrachten knapp 992.000 (+1,4 Prozent) Nächte im Land.

Schwerin - 20.02.2017
Text: Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit