Anti-Graffiti-Projekt


10. Aktionstag am 22. Juli am Schröderplatz


Für die Einen sind Graffiti urbane Kunst, für die Anderen sind es Schmierereien und Sachbeschädigung. Etwa 700 eingegangene Anzeigen mit einer Gesamtschadenssumme von mehr als 300.000 Euro werden jährlich bei der Polizeiinspektion Rostock registriert, Fußball bezogene oder politisch motivierte Motive sind dabei noch unberücksichtigt.

Der mittlerweile 10. Aktionstag, bei dem Graffitischäden gemeinsam mit Jugendlichen bzw. Heranwachsenden beseitigt werden, findet am Sonnabend, 22. Juli 2017, ab 8.30 bis etwa 14 Uhr im Bereich des Schröderplatzes und des Kröpeliner-Tor-Centers statt. Die Jugendlichen und Heranwachsenden leisten dabei ihre auferlegten Sozialstunden gemeinsam mit dem professionellen Malerteam ab.

Mit dem im Jahr 2014 erstmals durchgeführten Anti-Graffiti-Projekt möchte der Kommunale Präventionsrat der Hansestadt Rostock das Stadtbild verbessern und das Sicherheitsgefühl der Rostocker bestärken, aber auch straffällig gewordenen Jugendlichen und Heranwachsenden eine Chance auf Wiedergutmachung ermöglichen. Das Augenmerk liegt langfristig auf der schnellen Beseitigung von illegalem Graffiti durch straffällig gewordene Jugendliche bzw. Heranwachsende, die durch Vandalismus im Stadtgebiet auffällig geworden sind.

Die Vorteile sowohl für den Jugendlichen/den Heranwachsenden als auch für den Geschädigten sind die schnelle Schadensbeseitigung für die Geschädigten, in vielen Fällen ein direkter Täter-Opfer-Ausgleich und, dass für den Jugendliche/Heranwachsende kein „Schuldenberg“ entsteht, denn Schadenersatzforderungen sind bis zu 30 Jahre lang vollstreckbar.

„Neben gewerblichen sind auch die privaten Hauseigentümer aufgerufen, ihre Hausfassaden im Rahmen des Projektes von Graffiti bereinigen zu lassen“, unterstreicht Senator Dr. Chris Müller-von Wrycz Rekowski. Für eine Anfrage kann das Antragsformular genutzt werden, das zusammen mit weiteren Informationen auf der Internetseite www.rostock.de/praevention bereit steht.

Rostock - 20.07.2017
Text: Pressestelle Universitäts- und Hansestadt Rostock